20.02.2014
Steuer ABC

Bis wann muss die Steuererklärung abgegeben werden?

Jedes Jahr im Mai verbringen Millionen Steuerzahler ihre Wochenenden vor Schuhkartons und sortieren ihre Belege und Quittungen des letzten Jahres. Der Grund: Der 31. Mai ist der letzte Abgabetermin für die Steuererklärung für alle, die zur Abgabe verpflichtet sind.


Bis wann muss die Steuererklärung abgegeben werden?

Ob Sie eine Steuererklärung machen müssen oder nicht, zeigt Ihnen unsere Infografik Wer muss eigentlich eine Steuererklärung abgeben? auf einen Blick.

Wie kann ich die Frist verlängern?
Fehlende Unterlagen, beruflicher Auslandsaufenthalt oder Krankheit – wenn Sie es nicht rechtzeitig bis zum 31. Mai schaffen, können Sie das Finanzamt schriftlich um Fristverlängerung bitten. Erklären Sie in Ihrem Schreiben kurz, warum Sie die Frist nicht einhalten konnten. In der Regel stimmt das Finanzamt einer Fristverlängerung bis zum 30. September zu.

Wenn Sie die Frist nicht verlängern möchten, können Sie den Mantelbogen und die "Anlage N" für Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit ausfüllen und bis zum 31. Mai beim Finanzamt einreichen. Kündigen Sie dem Finanzbeamten an, dass Sie fehlende Belege und Unterlagen schnellstmöglich nachliefern. Eine Steuererklärung gilt nämlich auch dann als abgegeben, wenn sie Mängel hat. Dieses Vorgehen sollte allerdings nicht die Regel sein.

Gilt die Abgabefrist für alle?
Nein, wenn ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein Ihre Steuererklärung für Sie bearbeitet, verlängert sich die Frist bis zum 31. Dezember. Das bedeutet: Die Steuererklärung für 2013 muss erst am 31. Dezember 2014 abgegeben werden.

Was passiert, wenn ich die Frist versäumt habe?
Versäumen Sie den Abgabetermin, flattert Ihnen ein Mahnschreiben des Finanzamts ins Haus. Diese Erinnerung enthält in der Regel auch eine neue Abgabefrist. Jetzt sollten Sie schnell handeln. Denn wenn Sie auch die neue Frist verstreichen lassen, kann das Finanzamt ein Zwangsgeld und einen Verspätungszuschlag verhängen. Die Höhe des Zwangsgelds und des Verspätungszuschlags beschließt das Finanzamt nach eigenem Ermessen. Beim Verspätungszuschlag darf das Finanzamt bis zu zehn Prozent des festgesetzten Steuerbetrags, maximal aber 25.000 Euro ansetzen. Bitte beachten Sie: Je später Sie abgeben, umso höher kann der Verspätungszuschlag sein.

Es kann Ihnen aber auch passieren, dass der Finanzbeamte Ihre Besteuerungsgrundlage schätzt und einen entsprechenden Steuerbescheid erlässt. Dabei kommt es häufig vor, dass zu Ihren Ungunsten geschätzt wird - Sie also letztlich höhere Steuern bezahlen müssen, als es eigentlich der Fall wäre.

Übrigens:

Ob Abgabefrist oder Fristverlängerung – für die Beraterinnen und Berater der VLH gehören diese Dinge zum Tagesgeschäft. Gerne unterstützen wir auch Sie, werden Sie Mitglied! Hier können Sie sich Ihre Beraterin oder Ihren Berater suchen: Beratersuche.


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