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Ferienjob: So kannst du als Abiturient Steuern sparen

Bis Uni oder Ausbildung anfangen, verdienen sich viele Abiturienten mit einem Nebenjob etwas dazu. Wie du dabei Steuern sparen kannst, erklären wir hier.

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Ferienjob: So kannst du als Abiturient Steuern sparen

Jedes Jahr im Frühling freuen sich tausende von Abiturienten über das Ende ihrer Schulzeit. Manche wollen jetzt erst mal den Kopf frei kriegen und sich um nichts kümmern. Andere stehen schon in den Startlöchern fürs Studium oder eine Ausbildung, müssen sich aber bis zum Ausbildungsbeginn etwas gedulden.

Viele von ihnen nutzen die freie Zeit um sich kurzfristig etwas dazu zu verdienen – dann gilt: Je nachdem wie viel man dazu verdient, sind eventuell Sozialabgaben und Steuern fällig.

Unter 450 Euro im Monat: Keine Sozialversicherung fällig

Wenn du für maximal drei Monate bzw. 70 Tage im Jahr (bis 2014: 50 Tage) einen Aushilfsjob machst, gilt dein Job als kurzfristige Beschäftigung. Verdienst du dabei weniger als 450 Euro im Monat, musst du generell keine Sozialversicherung zahlen. Damit sind die Beiträge für die Renten-, Kranken-, Pflegeversicherung gemeint. Als Abiturient kannst du außerdem über deine Eltern versichert bleiben.

Richtig spannend wird es, wenn du als Abiturient kurzfristig arbeitest und mehr als 450 Euro im Monat verdienst: Bist du angehender Student dann brauchst du weiterhin keine Sozialversicherung zu zahlen. Das gleiche gilt auch für Schüler. Willst du allerdings im Anschluss an den Ferienjob eine Lehre, ein FSJ oder ein duales Studium machen, dann gilt dein Ferienjob als "berufsmäßig" und du wirst sozialabgabenpflichtig.

Übrigens:

Wenn du parallel zum FSJ oder einer Hauptbeschäftigung – und nicht erst davor oder danach - einen Ferienjob machst, dann erhältst du wieder Sozialversicherungsfreiheit für diesen Nebenjob. Hier ist also das Timing ganz wesentlich.

Manche Schüler und Studenten arbeiten mehr als 70 Tage im Jahr, zum Beispiel als Kellner in einem Café. Wenn du weniger als 450 Euro im Monat verdienst, machst du einen sogenannten Minijob und musst auch keine Sozialabgaben zahlen – volle Rentenversicherung nur, wenn du willst.

Die Steuerklasse ist entscheidend

Ob du als Abiturient für deinen Ferienjob Steuern zahlen musst, richtet sich in der Regel nach deinem Verdienst und deinem Familienstand. Einen Überblick dazu findest du in unserem Artikel über die Steuerklassen. Für Abiturienten ist meistens die Steuerklasse I relevant, sodass für einen Ferienjob häufig gar keine Steuern fällig werden. Wenn es doch so ist, musst du selbst nichts tun: Der Arbeitgeber zieht die Steuern automatisch vom deinem Gehalt ab.

Erst Steuern zahlen, dann alles zurückbekommen

Aber keine Sorge: Wenn du nicht mehr als ca. 10.000 Euro im Jahr verdienst, bekommst du alle gezahlten Steuern wieder zurück:

  • Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass jeder 8.652 Euro an Einkommen haben darf, ohne dafür Steuern zahlen zu müssen.
  • Zusätzlich dazu darfst du die Beiträge für Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung von deinem Lohn abziehen – was übrig bleibt, wird versteuert.
  • Außerdem zieht der Fiskus 1.000 Euro Werbungskosten – also Ausgaben wie Fachbücher, Arbeitskleidung oder Fahrten zur Arbeit – automatisch von deinem Gehalt ab (die sogenannte Werbungskostenpauschale). Damit wird der Betrag erhöht, der dir steuerfrei zusteht.

Die Voraussetzung dafür ist, dass du deine Steuererklärung abgibst.

Eltern: Zulage vom Staat sichern

Kindergeld bekommen deine Eltern, wenn du in der Ausbildung steckst. Oder du hast einen Lehr- bzw. Studienplatz ergattert, musst aber noch auf den Beginn warten. Dann kannst du mit deinem Ferienjob so viel verdienen wie du willst, das Kindergeld ist deinen Eltern sicher. Die Übergangszeit zwischen Schulabschluss und Beginn der Ausbildung oder des Studiums darf dabei allerdings nicht länger als vier Monate sein.

Hast du dich noch nicht um einen Uni- oder Ausbildungsplatz gekümmert, melde dich am besten beim Arbeitsamt. Damit zeigst du, dass du dich um eine Stelle bemühst.

Details dazu liefert dir unser Artikel Was muss ich alles rund ums Kindergeld wissen?

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