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Kaufkraftzuschlag: Steuerfrei bei befristetem Auslandseinsatz

Wer im Auftrag des Chefs vorübergehend im Ausland arbeitet, kann einen steuerfreien Kaufkraftzuschlag bekommen.

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Kaufkraftzuschlag: Steuerfrei bei befristetem Auslandseinsatz

In vielen Ländern sind die Lebenshaltungskosten höher als in Deutschland. Wer beruflich ins Ausland muss, dem steht deshalb ein finanzieller Ausgleich zu – der steuerfreie Kaufkraftzuschlag. Dieser Kaufkraftzuschlag kann bis zu 40 Prozent des Arbeitslohns betragen.

Drei Voraussetzungen für den steuerfreien Kaufkraftzuschlag

Damit das zusätzliche Geld des Chefs auch tatsächlich steuerfrei bleibt, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Der Arbeitnehmer bleibt in Deutschland steuerpflichtig.
  • Der dienstliche Auslandsaufenthalt ist befristet.
  • Der Kaufkraftzuschlag wird als gesonderter Lohnbestandteil auf der Gehaltsabrechnung ausgewiesen.

Je nach Land gelten unterschiedliche Sätze

Die Höhe des Kaufkraftzuschlags hängt von dem Land ab, in das der Arbeitnehmer geschickt wird. In Dänemark gibt es beispielsweise bis zu 20 Prozent und in Japan sogar bis zu 40 Prozent des Arbeitslohns. Aber nicht für jedes Land gibt es einen steuerfreien Zuschlag. Wer zum Beispiel in Ägypten, Indien oder Thailand arbeitet, geht leer aus.

Unser Tipp:

Das Bundesfinanzministerium legt vierteljährlich die Sätze für den Kaufkraftzuschlag fest. Wenn Sie ins Ausland geschickt werden, lohnt sich deshalb vorab ein Blick auf die Webseite des Bundesfinanzministeriums.

Steigt ein Kaufkraftzuschlag rückwirkend, darf der Arbeitgeber dem Mitarbeiter zu viel einbehaltene Lohnsteuer erstatten. Sinkt der Satz rückwirkend, muss der Arbeitnehmer aber nichts zurückzahlen.

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