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Lkw-Fahrer: Übernahme von Bußgeldern ist Arbeitslohn

Übernimmt die Spedition die Zahlung von Bußgeldern für ihre Lkw-Fahrer, müssen die Fahrer das als Arbeitslohn versteuern.

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Lkw-Fahrer: Übernahme von Bußgeldern ist Arbeitslohn

So entschied der Bundesfinanzhof (BFH), also das oberste Gericht für Steuersachen in Deutschland. Der konkrete Fall: Lkw-Fahrer einer Spedition hatten sich nicht an ihre Lenk- und Ruhezeiten gehalten und Bußgelder kassiert. Doch die Lkw-Fahrer mussten die Bußgelder nicht selbst bezahlen, ihr Arbeitgeber – also die Spedition – übernahm die Rechnung.

Gezahlte Bußgelder sind steuerpflichtiger Arbeitslohn

Das Finanzamt forderte: Beim Bezahlen der Bußgelder durch die Spedition entsteht den Lkw-Fahrern ein Vorteil. Deshalb müssen sie die gezahlten Bußgelder wie ihren normalen Arbeitslohn versteuern. Die Spedition klagte. Doch der BFH stimmte dem Finanzamt zu: Gezahlte Bußgelder sind steuerpflichtiger Arbeitslohn.

Lenk- und Ruhezeiten

Jeder Lkw-Fahrer in Deutschland muss sich an sogenannte Lenk- und Ruhezeiten halten. Das bedeutet: Es ist gesetzlich genau geregelt, wie viele Stunden ein Fahrer pro Tag hinter dem Steuer sitzen darf, wann Pausen fällig sind und wie lange diese sein müssen. Hält sich ein Fahrer nicht an diese Regeln und wird von der Polizei kontrolliert, werden Bußgelder fällig.


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