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Restaurantschecks versüßen netto die Mittagspause

Ein Mittagessen auf Kosten des Chefs – der Restaurantscheck macht es möglich. Und unter bestimmten Voraussetzungen ist das für Sie sogar steuerfrei.

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Restaurantschecks versüßen netto die Mittagspause

Ein Restaurantscheck ist ein bargeldloser Essenszuschuss, den Sie in Gestalt eines Papierzettels mit Barcode von Ihrem Chef bekommen. Einlösen können Sie die Schecks in der Regel in Restaurants und Supermärkten, beim Bäcker oder Metzger.

Das Mittagessen auf Kosten des Chefs ist ein Sachbezug

Wenn Ihnen Ihr Chef das Mittagessen bezuschusst, dann nennt man das im Steuerrecht "Sachbezug". Für Verpflegung und Unterkunft hat der Fiskus sogenannte Sachbezugswerte festgelegt. Ein Mittagessen liegt zum Beispiel ab 2016 bei 3,10 Euro täglich. Diese 3,10 Euro sind ein "geldwerter Vorteil", den Sie von Ihrem Chef bekommen. Er ist steuer- und sozialversicherungspflichtig. Aber das Gute: Ihr Chef legt oft noch einen drauf.

Bedingungen für den Restaurantscheck

Der Restaurantscheck darf höchstens 3,10 Euro höher sein, als der Sachbezugswert für das Mittagessen. So kommt es auch oft zu einem Betrag von 6,20 Euro (3,10 Euro + 3,10 Euro) auf dem Papierscheck.

Für diese 3,10 Euro müssen Sie weder Steuern noch Sozialabgaben wie Krankenversicherung bezahlen. Außerdem gilt folgendes: Sie dürfen die Schecks ausschließlich dazu benutzen, sich Lebensmittel zu kaufen. Alkohol und Tabak sind tabu.

Pauschalversteuerung durch den Arbeitgeber

Nun müssten Sie als Arbeitnehmer den geldwerten Vorteil (also die 3,10 Euro) eigentlich wie den normalen Lohn über die Lohnsteuerkarte versteuern. Es gibt aber eine günstigere Variante: Ihr Chef übernimmt die Pauschalbesteuerung des Sachbezugswertes. Das bedeutet, dass Ihr Chef den geldwerten Vorteil pauschal mit 25 Prozent besteuert. Ihr Vorteil: Sie bekommen Ihren Restaurantscheck dann brutto wie netto, müssen also weder Steuern noch Sozialabgeben dafür bezahlen. Wenn Sie 220 Arbeitstage pro Jahr einen solchen Restaurantscheck von Ihrem Chef bekommen, haben Sie netto 1.364 Euro (220 Arbeitstage x 6,20 Euro) mehr in der Tasche.

Unser tipp:

Nehmen wir an, Ihr Chef stellt Ihnen täglich einen Restaurantscheck zur Verfügung. Wenn Sie nun krank, auf einer Dienstreise oder im Urlaub sind, muss er für diese Tage die Restaurantschecks von Ihnen zurückfordern. Wenn Sie sich mit Ihrem Chef aber auf 15 Schecks monatlich einigen, entfällt die Nachweispflicht. Ob krank oder auf Mallorca, Sie müssen dann keine Schecks zurückgeben.

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