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Steuerzahlergedenktag - jetzt fließt das Geld in die eigene Tasche

Rein rechnerisch haben die deutschen Steuerzahler bis zum 12. Juli 2016 für den Staat und die Sozialversicherung gearbeitet – das hat der Bund der Steuerzahler ermittelt.

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Steuerzahlergedenktag: Jetzt fließt das Geld in die eigene Tasche

Ab 12. Juli 2016 um exakt 14.44 Uhr arbeiten deutsche Steuerzahler wieder in die eigene Tasche. Das gesamte Einkommen, das sie vor diesem Tag erarbeitet haben, wurde rein rechnerisch an den Staat abgeführt, nämlich für Steuern und Sozialabgaben. Das hat der Bund der Steuerzahler errechnet. Im vergangenen Jahr 2015 fiel der Steuerzahlergedenktag auf den 11. Juli und im Jahr 2014 sogar auf den 8. Juli.

Bund der Steuerzahler fordert Entlastungen

Angesichts der hohen Steuer- und Abgabenbelastung fordert der Bund der Steuerzahler die große Koalition auf, Entlastungen zu beschließen. An drei Stellschrauben müsse gedreht werden:

  1. Den Solidaritätszuschlag abbauen:
    Der Bund der Steuerzahler fordert, den Solidaritätszuschlag ab 2017 schrittweise abzubauen und die Bürger zu entlasten. Denn obwohl die Soli-Einnahmen steigen, sinken die Investitionen in die neuen Bundesländer, so der Bund der Steuerzahler.

  2. Wohnraum muss bezahlbar bleiben:
    Zweiter Punkt auf der Agenda ist das Thema Wohnen. Die Reform der Grundsteuer dürfe nicht dazu führen, dass Wohnen teurer wird. Dies würde nicht nur Eigentümer, sondern auch Mieter zusätzlich belasten, beklagt der Bund der Steuerzahler.

  3. Kalte Progression dauerhaft abbauen:
    Der Bund der Steuerzahler begrüßt die Abmilderung der kalten Progression ab 1. Januar 2016, fordert aber weiterhin, dass die kalte Progression dauerhaft abgeschafft wird.

Geschichte des Steuerzahlergedenktages

Seit 1960 ruft der Bund der Steuerzahler Jahr für Jahr den Steuerzahlergedenktag aus. Dieser Gedenktag ist symbolisch und hat das Ziel, die Höhe der Abgabenlast für Steuern und Sozialabgaben bewusst zu machen. Errechnet wird der Steuerzahlergedenktag auf Grundlage der volkswirtschaftlichen Einkommensbelastungsquote. Das heißt: Der Bund der Steuerzahler ermittelt die Summe der Steuern und Abgaben im Verhältnis zum Volkseinkommen.

Kritische Stimmen

Kritiker des Steuerzahlergedenktages bemängeln diesen Rechenweg. Man müsse anstatt des Volkseinkommens das Bruttosozialprodukt in die Rechnung einsetzen. Weiterer Kritikpunkt: Die Berechnung zeige nicht, dass die deutschen Steuerbürger für ihre Sozialabgaben auch Gegenleistungen wie kostenlose Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt bekämen.

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