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Erste Tätigkeitsstätte: Wer keine hat, kann mehr Kosten für Fahrten absetzen

Haben Arbeitnehmer keine erste Tätigkeitsstätte, können sie in der Regel mit der Dienstreisepauschale rechnen.

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Seit Januar 2014 ist das neue Reisekostenrecht in Kraft. Hiermit wurde aus der "regelmäßigen Arbeitsstätte" die sogenannte "erste Tätigkeitsstätte". Diese beschreibt eine „ortsfeste betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers“. Das heißt: Flugzeuge, aber auch Schiffe, Fahrzeuge und Züge zählen nicht dazu, und das hat Folgen.

Sonderregel Sammelpunkt

Für Arbeitnehmer ohne erste Tätigkeitsstätte kann der Arbeitgeber allerdings einen sogenannten Sammelpunkt festlegen. Dieser kann ein Busdepot oder der Treffpunkt für einen betrieblichen Shuttletransfair sein. Oder für Piloten und Flugbegleiter der Flughafen. Steuerlich werden dann die Fahrten von der Wohnung des Arbeitnehmers zum Sammelpunkt wie Fahrten zu einer ersten Tätigkeitsstätte behandelt. Das heißt: Es darf nur die Entfernungspauschale angesetzt werden.

Übrigens:

Wenn Sie sich mit anderen Pendlern an einem festgelegten Ort treffen, um gemeinsam zu Ihrer Tätigkeitsstätte zu fahren, liegt kein vom Arbeitgeber festgelegter Sammelpunkt vor. Für eine privat organisierte Fahrgemeinschaft gelten die genannten Regelungen daher nicht.

Dienstreisepauschale für Fahrten zum Einsatzort

Die Fahrten zum und vom Einsatzort können, neben Piloten und Flugbegleitern, unter anderem auch Bus- und Fernfahrer mit der Dienstreisepauschale von 0,30 Euro pro gefahrenen Kilometer ansetzen. Zudem haben sie die Möglichkeit Reisenebenkosten wie Parkgebühren zusätzlich als Werbungskosten geltend zu machen.

Der Vorteil: Jede Flugreise oder Busfahrt gilt als neue Auswärtstätigkeit. Daher entfällt die sogenannte Dreimonatsfrist, innerhalb derer Verpflegungspauschalen bei einer beruflichen Tätigkeit an derselben Tätigkeitsstätte nur drei Monate lang gezahlt werden dürfen. 

Entfernungspauschale bei weiträumigem Tätigkeitsgebiet

Paketzusteller, Hafen- oder Forstarbeiter haben meist ein sehr weiträumiges Tätigkeitsgebiet. Dennoch lässt sich die Pendelstrecke von den eigenen vier Wänden zum Einsatzort nur mit der Entfernungspauschale absetzen. Ausgenommen von dieser Regelung sind Vertriebsmitarbeiter, die mehrere Niederlassungen betreuen, mobile Pflegekräfte oder Schornsteinfeger.

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