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Klassenfahrten machen Spaß – besonders mit diesen Steuer-Tipps

Eine Klassenfahrt gilt im Steuerrecht als Auswärtstätigkeit. Die Kosten können Lehrer daher von der Steuer absetzen.

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Klassenfahrten machen Spaß – besonders mit diesen Steuer-Tipps

Ob Fahrtkosten, Übernachtungskosten oder Eintrittsgelder: Bei einer Klassenfahrt müssen Lehrer oft tief in die Tasche greifen. Dabei können sie folgende Kosten als Werbungskosten in ihrer Steuererklärung eintragen:

  • Fahrtkosten - bei Anreise mit der Bahn können Sie die vollen Kosten angeben, bei Anreise mit einem Pkw rechnen Sie mit der Kilometerpauschale von 30 Cent für jeden gefahrenen Kilometer
  • Übernachtungskosten
  • Verpflegungspauschbetrag - hier gilt: Je länger Sie unterwegs sind, desto mehr Geld gibt es (siehe unten)
  • Reisenebenkosten - dazu gehören zum Beispiel Fahrkarten für die S-Bahn, Eintrittsgelder, Parkgebühren oder Trinkgelder

Übrigens:

Eltern können die Kosten für die Klassenfahrt ihrer Kinder nicht von der Steuer absetzen. Der Gesetzgeber geht davon aus, dass mit dem Kindergeld bzw. dem Elternfreibetrag solche Kosten bereits abgegolten sind.

Verpflegungspauschbetrag für jeden Tag

Für Lehrer gilt: Je länger Sie mit Ihren Schülern unterwegs sind, desto mehr Geld gibt es für Sie. Sind Sie beispielsweise erst nach 24 Stunden wieder zu Hause, bekommen Sie 24 Euro. Sind Sie mehrere Tage unterwegs, müssen Sie also für jeden Tag den Verpflegungsmehraufwand bestimmen und die Werte addieren. Ein Beispiel:

Bei einer viertägigen Klassenfahrt sind Sie am An- und Abreisetag je 15 Stunden, an den übrigen Tagen je 24 Stunden unterwegs. Das macht 12 Euro +  24 Euro + 24 Euro + 12 Euro, also 72 Euro.

Vorbereitungsreise für die Klassenfahrt oft problematisch

Damit vor Ort alles reibungslos läuft, unternehmen manche Lehrer im Vorfeld der Klassenfahrt auf eigene Kosten eine Vorbereitungsreise. Doch Achtung: Das Finanzamt kann Ihnen die Anerkennung der Kosten verweigern. Das passiert dann, wenn die Reise nicht ausschließlich zur Vorbereitung der Klassenfahrt dient. Ihr Aufenthalt sollte weitgehend mit beruflichen Dingen ausgefüllt sein: Unterkünfte anschauen und buchen, Tagesausflüge vorbereiten oder Eintrittskarten besorgen.

Dienstunfall und die Folgen

Passiert während der Klassenfahrt ein Unfall, ist das ein Arbeitsunfall. Wichtig dabei ist: Der Unfall muss sich im Rahmen eines offiziellen Programmpunktes ereignet haben. Hierzu kann auch der Besuch des Festzeltes auf einem Volksfest zählen. So erkannte das Verwaltungsgericht Stuttgart die Verletzung einer Lehrerin als Dienstunfall an, die sie sich beim Sturz von einer Bierbank zugezogen hatte. Die Folge: Die Lehrerin konnte sämtliche Aufwendungen, die in Zusammenhang mit ihrem Unfall standen, als Werbungskosten ansetzen.

Für ein Aufhorchen sorgte die Urteilsbegründung des Gerichts. Das gemeinsame Tanzen der Besucher auf den Festzeltbänken sei sozial angemessen und stehe daher in einem engen natürlichen Zusammenhang zur Dienstausübung der Lehrerin.

unser tipp:

Sammeln Sie während der Klassenfahrt alle Belege und legen Sie sie Ihrer Steuererklärung bei. Heben Sie auch bei der Vorbereitungsreise alle Belege auf und lassen Sie sich beispielsweise zusätzlich von einer Jugendherberge bescheinigen, dass Sie zu Informationszwecken vor Ort waren.

Für die Beraterinnen und Berater der VLH gehört es zum Tagesgeschäft, in Sachen Werbungskosten die für Sie günstigste Lösung zu finden. Gerne unterstützen wir auch Sie darin, sich die Steuervorteile zu sichern, die Ihnen zustehen. Hier können Sie sich Ihren Berater suchen: Beratersuche.

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