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Geldanlage: Auf steuerliche Besonderheiten achten

Aktien, Lebensversicherung, Kauf von Gold: Es gibt viele Wege, Geld anzulegen. Wir geben Ihnen einen Überblick über die steuerlichen Besonderheiten.

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Geldanlage: Auf steuerliche Besonderheiten achten

Die Sparquote der Deutschen lag laut Statistischem Bundesamt im zweiten Quartal 2012 bei 9,9 Prozent. Der durchschnittliche Deutsche legt also fast 10 Prozent seines Einkommens zurück. Hier unser Überblick:

Kapitalerträge: Unterliegen ohne Unterschied der Abgeltungssteuer

Ob Zinsen vom Sparbuch, Dividenden aus Aktien, Erträge aus Zertifikaten oder Wertzuwächse beim Verkauf von Aktien oder Investmentanteilen – all das sind sogenannte Kapitalerträge. Seit 2009 müssen Steuerzahler auf Kapitalerträge Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent zahlen. Ausnahme: Ein Kapitalertrag von bis zu 801 Euro pro Person und Jahr ist steuerfrei. Mehr dazu in unserem Steuer ABC Wie funktioniert die Abgeltungssteuer?

Vermögenswirksame Leistungen: Staatliche Förderung inklusive

Das Prinzip der vermögenswirksamen Leistungen (VL): Ein Chef unterstützt seinen Arbeitnehmer beim Aufbau von Vermögen. Dafür überweist er monatlich maximal 40 Euro auf eine Anlage wie einen Bausparvertrag oder einen Aktienfonds. Für diese Form der Geldanlage gibt es unter bestimmten Voraussetzungen sogar Extra-Geld vom Staat - die Arbeitnehmer-Sparzulage. Was Sie für die staatliche Förderung tun müssen, haben wir Ihnen in unserem Artikel zu den vermögenswirksamen Leistungen zusammengestellt.

Gold und Silber: Weder Abgeltungs- noch Einkommensteuer

Ein Geldspeicher voll Gold wie Dagobert Duck – wer träumt nicht davon? Gold gilt als sichere Währung, die auch in Krisenzeiten stabil bleibt. Anders als Aktien wirft Gold allerdings nach dem Kauf keine Erträge wie Zinsen ab, denn Gold dient vor allem dem langfristigen Werterhalt. Deshalb verlangt der Fiskus auch weder Abgeltungs- noch Einkommensteuer. Der Verkauf von Gold ist ein privates Veräußerungsgeschäft. Was Sie dabei beachten müssen, erklären wir hier: Gold steuerfrei verkaufen.

Lebensversicherungen: Zeitpunkt des Vertragsabschlusses entscheidend

Viele Menschen setzen in Sachen Geldanlage auf eine klassische Lebensversicherung. Sie dient nicht nur der Altersvorsorge, sondern sichert auch die eigene Familie im Todesfall ab. Wie viele Steuern Sie für Ihre Lebensversicherung zahlen müssen, hängt vom Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ab:

Für die Erträge einer Lebensversicherung, die Sie vor 2005 abgeschlossen haben, müssen Sie keine Steuern zahlen, wenn

  • der Vertrag über mindestens zwölf Jahre läuft,
  • Sie als Versicherter mindestens fünf Jahre lang Beiträge eingezahlt haben,
  • im Vertrag eine Todesfallsumme vereinbart ist, die mindestens 60 Prozent der eingezahlten Beiträge erreicht.

Sind all diese Bedingungen erfüllt, bleiben die Erträge aus Ihrer Lebensversicherung steuerfrei. Andernfalls unterliegt der komplette Ertrag der Abgeltungssteuer bzw. wird auf Antrag mit Ihrem persönlichen Steuersatz versteuert.

Für eine Lebensversicherung, die Sie nach dem 1. Januar 2005 abgeschlossen haben, müssen Sie in jedem Fall Steuern zahlen. Immerhin nur 50 Prozent der Erträge müssen Sie versteuern, wenn

  • der Vertrag mindestens zwölf Jahre gelaufen ist
  • und die Versicherungssumme erst nach Ablauf des 60. Lebensjahres ausbezahlt wird (für Neuverträge ab 2012 nach Ablauf des 62. Lebensjahres)

Trifft eines der beiden Kriterien nicht zu, müssen Sie Ihre Erträge aus der Lebensversicherung voll besteuern lassen.

Verkaufen Sie Ihren Lebensversicherungsvertrag an Dritte, spielen viele Faktoren eine Rolle. Für die Beraterinnen und Berater der VLH gehört es zum Tagesgeschäft, die günstigste Lösung für Sie zu finden. Werden Sie Mitglied und finden Sie hier einen Berater: Beratersuche.

Übrigens:

Eine weitere beliebte Form der Geldanlage ist das Bausparen. Auch diese Sparform wird vom Staat gefördert – nämlich mit der sogenannten Wohnungsbauprämie. Wie hoch diese Prämie ist und welche Voraussetzungen Sie dafür erfüllen müssen, erklärt Ihnen unser Steuer ABC Wann gibt es die staatliche Förderung beim Bausparen?

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