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Behindertengerechte Umrüstung eines Autos absetzen

Für Menschen mit Behinderung ist ein handelsübliches Auto oft nicht geeignet. Ein behindertengerechter Umbau ist nötig – und kann abgesetzt werden.

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Behindertengerechte Umrüstung eines Autos absetzen

Schwenksitz, Lenkhilfen wie ein Drehknopf oder Rollstuhlrampe: Dank neuester Technik können viele Menschen mit Behinderung im Alltag mobil bleiben. Doch das ist kein billiges Vergnügen. Falls weder die Krankenkasse, noch die Pflegekasse die Kosten übernehmen, kann die behindertengerechte Umrüstung eines Pkws von der Steuer abgesetzt werden – und zwar als außergewöhnliche Belastung.

Seit 2010: Abschreibung oder Sofortabzug der Kosten

Am 28.05.2010 erlaubte das Bayerische Landesamt für Steuern den Abzug der Kosten in voller Höhe im Jahr der Zahlung – also alles auf einen Schlag. Sie wollen mehr dazu lesen? Hier das Aktenzeichen: S 2284.1.1-2/6 St 32.

Übrigens: Wer sein Haus behindertengerecht umbauen muss, kann auch diese Kosten in der Steuererklärung eintragen. Mehr Infos dazu gibt’s in unserer Nachricht Behindertengerechter Umbau am Haus von der Steuer absetzen

Bis 2010: Abschreibung der Kosten

Bis 2010 konnten die Kosten für eine behindertengerechte Umrüstung nicht auf einen Schlag in dem Jahr abgesetzt werden, in dem sie angefallen sind. Man musste vielmehr die Kosten über mehrere Jahre hinweg abschreiben, nämlich auf die "Restnutzungsdauer" des Fahrzeugs verteilt. Was "Restnutzungsdauer" bedeutet? Nun, bei einem Neuwagen geht das Finanzamt davon aus, dass man ihn sechs Jahre lang nutzt. Rüstete man also den Neuwagen direkt nach dem Kauf um, musste man die Kosten auf sechs Jahre gleichmäßig aufteilen und jedes Jahr in der Steuererklärung eintragen.

VLH-Berater hilft weiter

Sie sind sich unsicher, ob eine Abschreibung oder ein Sofortabzug der Kosten für Sie die günstigste Alternative ist? Die Beraterinnen und Berater der VLH unterstützen Sie dabei, für Sie die beste Lösung zu finden. Eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe können Sie hier entdecken: Beratersuche.

Unser Tipp:

Sichern Sie sich weitere Vorteile. Denn wer hilflos oder außergewöhnlich gehbehindert ist, kann sich sogar von der Kfz-Steuer befreien lassen. Sie benötigen dafür einen Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen H oder aG und müssen einen Antrag beim Versorgungsamt stellen.

Außerdem können Menschen mit Behinderung in bestimmten Fällen die Fahrtkosten für Privatfahrten absetzen. Erfahren Sie mehr dazu in unserem Steuer-Tipp Behinderung: So setzen Sie Fahrtkosten für Privatfahrten ab.

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