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Wann gibt es die staatliche Förderung beim Bausparen?

Sparen, um eine Immobilie zu kaufen. Das ist das Prinzip Bausparen. Und dieses Prinzip wird sogar staatlich gefördert.

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Wann gibt es die staatliche Förderung beim Bausparen?

"Schaffe, schaffe, Häusle baue" – wer kennt Sie nicht, die schwäbische Redensart?! Doch in der Regel muss das Geld nicht nur verdient, sondern auch angelegt werden, bevor die eigenen vier Wände stehen.

Wie funktioniert Bausparen?

Zuerst schließen Sie mit einer Bausparkasse einen Vertrag ab und legen die Höhe der Bausparsumme fest – beispielsweise 50.000 Euro. Nun beginnt die Ansparphase. Je nach Vertrag sparen Sie während einer vorab festgelegten Laufzeit in der Regel die Hälfte der Bausparsumme an und bekommen Guthabenzinsen. Sagen wir, Sie haben nach sieben Jahren 20.000 Euro gespart. Ihr Bausparvertrag ist jetzt "zuteilungsreif", das heißt wenn Sie das Geld jetzt zum Bauen oder Renovieren brauchen, dann zahlt Ihnen die Bausparkasse die komplette Summe - 50.000 Euro - aus.

Die von der Bausparkasse geliehenen 30.000 Euro zahlen Sie als Darlehen zurück. Das Besondere am Bausparen: Bereits bei Vertragsabschluss haben Sie und der Anbieter sowohl die Guthabenzinsen als auch den Zinssatz und die Tilgungsdauer für das spätere Darlehen festgelegt. Das ist deshalb von Vorteil, weil die Bausparkasse Ihnen günstige Darlehenszinsen für die gesamte Laufzeit garantiert – unabhängig von der Lage am Kapitalmarkt.

Welche staatlichen Förderungen gibt es beim Bausparen?

Beim Bausparen können Sie auf die Unterstützung des Staates bauen. Neben der Wohnungsbauprämie gibt es die Arbeitnehmer-Sparzulage und den Wohn-Riester.

Was ist die Wohnungsbauprämie?

Der Staat unterstützt Bausparer mit 8,8 Prozent Wohnungsbauprämie. Das heißt konkret, dass Sie 8,8 Prozent der jährlich eingezahlten Summe als Prämie bekommen, maximal aber 45,06 Euro für Alleinstehende und 90,11 Euro für Verheiratete im Jahr.

Voraussetzungen für die Prämie:

  • Das zu versteuernde Einkommen muss 2016 unter 25.600 Euro bei Singles und 51.200 Euro bei Verheirateten liegen.
  • Das Bausparguthaben muss an eine "wohnwirtschaftliche" Verwendung gebunden sein, also für Bauen, Kaufen oder Modernisieren einer Immobilie benutzt werden.
  • Sie müssen mindestens 50 Euro pro Jahr in den Bausparvertrag einzahlen.

 

Wie beantrage ich die Wohnungsbauprämie?

Ihre Bausparkasse sendet Ihnen in jedem Sparjahr einen Antrag zu, den Sie ausgefüllt zurückschicken müssen. Die Bausparkasse reicht den Antrag dann bei Ihrem Finanzamt ein.

Wie bekomme ich die Arbeitnehmer-Sparzulage?

Wer vermögenswirksame Leistungen von seinem Arbeitgeber bekommt und das Geld in einen Bausparvertrag fließen lässt, hat unter bestimmten Voraussetzungen auch Anspruch auf die Arbeitnehmer-Sparzulage. Bausparer bekommen bis zu 43 Euro im Jahr vom Staat. Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Artikel zu den vermögenswirksamen Leistungen.

Was hat es mit dem Wohn-Riester auf sich?

Bei der Eigenheimrente, umgangssprachlich auch Wohn-Riester genannt, können Sparer doppelt punkten: Zum einen gibt es eine staatliche Förderung, zum anderen kann man die Beiträge zum Wohn-Riester als Sonderausgabe in der eigenen Steuererklärung angeben. Allerdings muss man dafür strikte Bedingungen einhalten. Ausführliche Informationen dazu finden Sie in unserem Artikel Ab in die eigenen vier Wände dank Eigenheimrente.

Kann ich die Abschlussgebühr als Werbungskosten absetzen?

Für jeden abgeschlossenen Bausparvetrag verlangen die Anbieter ein Prozent der Bausparsumme. Bei einer Bausparsumme von 50.000 Euro sind das also 500 Euro. Kaufen oder Bauen Sie eine Immobilie, um diese anschließend zu vermieten, können Sie die Abschlussgebühr als Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung in Ihrer Steuererklärung eintragen. Möchten Sie selbst in die Immobilie einziehen, steht Ihnen dieser Steuervorteil allerdings nicht zu.

Muss ich für meine Guthabenzinsen Steuern zahlen?

Seit 2009 unterliegen auch die Guthabenzinsen beim Bausparen der Abgeltungssteuer. Denken Sie deshalb daran, auch Ihrer Bausparkasse einen Freistellungsauftrag zu erteilen. Denn Erträge bis 801 Euro im Jahr bleiben steuerfrei. Sie möchten mehr wissen? Lesen Sie unser Steuer ABC Wie funktioniert die Abgeltungssteuer?.

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