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Lohnersatzleistung: Finanzamt fordert zur Steuererklärung auf

ALG, Mutterschaftsgeld, Krankengeld: Bezieher von Entgeltersatzleistungen müssen meistens eine Steuererklärung abgeben.

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Lohnersatzleistung: Finanzamt fordert zur Steuererklärung auf

Wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen - aus welchem Grund auch immer - das volle Gehalt nicht mehr zahlt, erhalten Sie Entgeltersatzleistungen, auch Lohnersatzleistungen oder Einkommensersatzleistungen genannt. Diese müssen Sie in der Regel bei der zuständigen Stelle selbstständig beantragen.

Folgende staatliche Zahlungen zählen unter anderen zu den Lohnersatzleistungen:

Diese Lohnersatzleistungen sind für Sie steuerfrei, jedoch unterliegen sie dem Progressionsvorbehalt. Das heißt: Sie werden zur Berechnung Ihres Steuersatzes erfasst und führen so zu einem höheren Prozentsatz, mit dem Ihr übriges Einkommen versteuert wird. Deswegen müssen Sie in Ihrer Steuererklärung alle Lohnersatzleistungen angeben.

Übrigens:

Zeiten in denen Sie Entgeltersatzleistungen erhalten haben, werden rentenrechtlich als Beitragszeiten berücksichtigt.

Ab 410 Euro muss eine Steuererklärung abgegeben werden

Wenn Sie steuerfreie Lohnersatzleistungen von mehr als 410 Euro im Jahr erhalten, besteht die Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung. Zu diesem Zweck sollten Sie automatisch, von jeder Stelle von der Sie Lohnersatzleistungen erhalten, eine "Bescheinigung für das Finanzamt" bekommen haben, oder Sie finden einen Eintrag darüber auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung.

Zudem melden die Behörden seit 2011 die gezahlten Einkommensersatzleistungen elektronisch an das Finanzamt.

Lohnersatzleistungen in die Steuererklärung eintragen

Lohnersatzleistungen, die auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung stehen, tragen Sie in Anlage N Ihrer Steuererklärung ein. Hier ist eine Zeile explizit für Kurzarbeitergeld, den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld sowie Zuschläge und Aufstockungsbeiträge ausgewiesen.

Alle anderen Lohnersatzleistungen vermerken Sie im Mantelbogen unter „Sonstige Angaben und Anträge“. In der Zeile für „Einkommensersatzleistungen, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen“, können Sie Ihr bezogenes Arbeitslosengeld, Elterngeld, Insolvenzgeld, Krankengeld, Mutterschaftsgeld und/oder andere vergleichbare Leistungen eintragen.

Wichtig: Achten Sie darauf, dass jede Lohnersatzleistung nur einmal in Ihrer Steuererklärung steht, also entweder in Anlage N oder im Mantelbogen.

Übrigens:

Das Pflegeunterstützungsgeld ist eigentlich auch eine Entgeltersatzleistung, unterliegt aber nicht dem Progressionsvorbehalt und muss daher auch nicht in der Steuererklärung angeben werden.

Auch Lohnersatzleistungen aus dem EU-Ausland sind steuerfrei

Beziehen Sie Lohnersatzleistungen aus einem Land der Europäischen Union (EU), Island, Liechtenstein, Norwegen oder der Schweiz, sind diese in Deutschland steuerfrei. Sie unterliegen aber auch dem Progressionsvorbehalt. Das heißt: Ab 410 Euro müssen Sie die Lohnersatzleistungen in Ihre Steuererklärung eintragen.

Übrigens:

Die Steuerfreiheit gilt seit 29. Februar 2012. Davor waren Einkommensersatzleistungen aus dem Ausland steuerpflichtig.

Sie sind unsicher, ob und wo Sie Ihre Lohnersatzleistung eintragen müssen? Unsere Berater machen Ihnen die Steuererklärung.

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