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Einbruchschutz von der Steuer absetzen

Die Zahl der Einbrüche steigt. Wer vorsorgt und beispielsweise einbruchhemmende Türen oder Fenster einbauen lässt, kann die Kosten dafür absetzen.

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167.136 Einbrüche gab es laut Polizei im Jahr 2015. Damit ist die Zahl der Einbrüche bundesweit erneut angestiegen – um erschreckende 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Immerhin: Es gab laut der Gewerkschaft der Polizei 71.300 Einbruchsversuche, also Fälle, in denen der Einbrecher scheiterte. Laut Polizei liegt das nicht zuletzt an der verbesserten Sicherheitstechnik in deutschen Eigenheimen.

Einbruchschutzmaßnamen sind absetzbar

Ob Mehrfachverriegelungssysteme mit Sperrbügelfunktion, Gegensprechanlage, einbruchhemmende Fenster, Beleuchtung mit Bewegungsmelder oder eine Alarmanlage, es gibt viele Wege, Einbrechern das Leben schwer zu machen. Investieren Sie in Einbruchschutz für Ihr Eigenheim, können Sie die Kosten der Handwerker von der Steuer absetzen. 20 Prozent der Kosten für Arbeitslohn, Fahrtkosten und Maschinenkosten können Sie pro Jahr in Ihrer Steuererklärung eintragen, maximal aber 1.200 Euro. Materialkosten sind nicht absetzbar.

Übrigens:

Der Staat fördert Ihre Maßnahmen zum Einbruchschutz. Seit Ende 2015 können Eigenheimbesitzer einbruchhemmende Baumaßnahmen mit einem Kredit oder Zuschüssen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanzieren. Weitere Informationen und die Voraussetzungen für die Förderung finden Sie auf der Webseite der KfW.

Aber Achtung: Entscheiden Sie sich für einen KfW-Kredit, also eine öffentlich geförderte Maßnahme, können Sie die Handwerkerleistungen für den Einbruchschutz nicht mehr in der Steuererklärung eintragen. Dadurch soll eine Doppelförderung vermieden werden.

Kosten des Einbruchs können nicht geltend gemacht werden

Manchmal hilft auch der beste Einbruchschutz nichts. Hat ein Einbrecher in Ihrem Zuhause gewütet, erstattet in der Regel die Hausratversicherung die Kosten für Reparaturen an Türen und Fenstern, kommt für Vandalismusschäden auf und ersetzt Wertsachen bis zu einer gewissen Entschädigungsgrenze. Allerdings nur, wenn der Einbruch nicht durch Ihre Fahrlässigkeit herbeigeführt wurde. Steuerlich gesehen gehen Sie leider leer aus: Die Kosten des Einbruchs können Sie nicht in Ihrer Steuererklärung eintragen.

Hausratversicherung von der Steuer absetzen

Grundsätzlich können Sie Versicherungen wie zum Beispiel die Haftpflichtversicherung als Vorsorgeaufwendungen in Ihrer Steuererklärung eintragen. Das gilt allerdings nicht für die Hausratversicherung. Warum? Die Hausratversicherung ist als Sachversicherung eingestuft, die nicht allein der Vorsorge dient. Doch in einem bestimmten Fall können Sie die Kosten absetzen: Nämlich wenn Sie ein Arbeitszimmer in Ihrem Eigenheim haben. Denn in diesem Fall ist die Hausratversicherung aus beruflichen Gründen erforderlich und kann anteilig als Werbungskosten abgesetzt werden.

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