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"Pille" von der Steuer absetzen

Grundsätzlich kann die Antibabypille nicht abgesetzt werden. Ausnahme: Die Schwangerschaftsverhütung ist aus medizinischen Gründen notwendig.

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"Pille" von der Steuer absetzen

Die "Pille" kostet jeden Monat zwischen fünf und 21 Euro, je nach Präparat und Größe der Packung. Auf das Jahr hochgerechnet können so schnell über 200 Euro zusammenkommen. Normalerweise kann man die Kosten für Medikamente, die ein Arzt verschreibt, von der Steuer absetzen.

Doch wie sieht das mit der Antibabypille aus? Kann ich das von der Steuer absetzen? Unser Video gibt Ihnen in Sekundenschnelle eine Antwort auf diese Frage:

Sie möchten weitere Informationen? Lesen Sie weiter für Details zum Thema Pille und Steuern.

Generell sind die Kosten für die "Pille" nicht absetzbar

Doch leider nicht die Kosten für die Antibabypille: Da vielen Frauen in Deutschland diese Kosten entstehen, handelt es sich um "typische Kosten der Lebensführung" – und nicht um eine außergewöhnliche Belastung eines Einzelnen. Deshalb können die Kosten nicht in der Steuererklärung eingetragen werden.

Übrigens:

Sie brauchen eine Brille oder Kontaktlinsen, Physiotherapie oder eine Kur, eine professionelle Zahnreinigung oder ein Implantat? Alles, was Ihnen Ihr Arzt verschreibt, die Krankenkasse aber nicht übernimmt, können Sie absetzen. Lesen Sie mehr dazu in unserem Artikel Krankheitskosten: Was Sie wie von der Steuer absetzen können

Einnahme aus medizinischen Gründen: Kosten absetzbar

In selteneren Fällen muss die Antibabypille aus medizinischen Gründen eingenommen werden. Zum Beispiel bei hormonell bedingter Akne oder Zyklusstörungen. Auch wenn es in einer Familie eine schwere Krankheit gibt, die vererbt werden kann – wie zum Beispiel Schizophrenie, kann ein Arzt die Pille verschreiben. Liegt ein Attest eines Arztes vor, muss das Finanzamt die Kosten anerkennen. Sie können dann also die Kosten für die Pille in Ihrer Steuererklärung eintragen.

Unser Tipp:

Falls Sie die "Pille" aus medizinischen Gründen einnehmen möchten, holen Sie sich das Attest vom Arzt bevor Sie in die Apotheke gehen. Ein nachträglich ausgestelltes Attest lassen die Finanzbeamten in vielen Fällen nicht gelten.

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