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27.01.2014
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Was ist das "Ehegatten-Splitting"?

"Schatz, lass uns heiraten – und Steuern sparen!" Für viele Paare, die sich lieben und ohnehin zusammen bleiben wollen, ist das Ehegattensplitting ein weiterer guter Grund für eine Ehe. Wie das Splitting für Verheiratete funktioniert und welchen Paaren es am meisten nutzt, erfahren Sie hier.


Was ist das Ehegatten-Splitting?

Wie funktioniert das Ehegattensplitting?
Das Ehegattensplitting ist eine ganz bestimmte Art, die Einkommensteuer zu berechnen. Generell gilt: Je größer das Einkommen, desto mehr Steuern sind fällig. Bei Verheirateten, die sich "zusammen veranlagen lassen" ist das ein bisschen anders: Das Finanzamt zählt das Jahreseinkommen von Ehemann und Ehefrau zusammen, halbiert den Betrag und berechnet für diese eine Hälfte die Einkommensteuer. Jetzt wird die errechnete Einkommensteuer verdoppelt - und das Ergebnis ist die Einkommensteuer, die ein Ehepaar zahlen muss.

In der Regel zahlen Ehepaare mit dem Ehegattensplitting weniger Steuern, als wenn jeder von beiden die Einkommensteuer einzeln berechnen lässt. Denn in Deutschland gilt: Wer viel verdient, muss viel Steuern zahlen und wer wenig verdient, muss wenig Steuern zahlen. In der Fachsprache heißt das, es wird mit dem sogenannten progressiven Steuersatz gerechnet.

Wer spart besonders viel Steuern mit dem Ehegattensplitting?
Steuern spart vor allem das Paar, bei dem der eine eher viel und der andere eher wenig verdient. Nehmen wir einmal an, einer der beiden arbeitet Vollzeit und verdient 45.000 Euro im Jahr, der andere arbeitet Teilzeit und verdient 15.000 Euro im Jahr. Als nicht zusammen veranlagtes Paar muss der eine knapp 10.800 Euro und der andere gut 1.340 Euro Steuern zahlen (gerechnet nach dem Einkommensteuertarif 2014 und ohne Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer). Über 1.000 Euro weniger Steuern zahlen beide, wenn sie sich zusammen veranlagen lassen und das Finanzamt mit dem Splittingtarif rechnet.

Infografik EhegattenSplitting

Ein detailliertes Vorher-Nachher-Vergleichsbeispiel zum Thema Ehegattensplitting finden Sie hier in unserer Infografik Heiraten und mit dem Ehegatten-Splitting Steuern sparen!


Ein weiteres Beispiel: Beide Ehepartner arbeiten Vollzeit, einer verdient 35.000 Euro im Jahr, der andere 25.000 Euro im Jahr. Macht jeder der beiden seine Steuererklärung selbst, zahlt der eine etwa 7.200 Euro Steuern, der andere gut 4.000 Euro. Auch sie sparen Steuern über das Ehegattensplitting, wenn auch nur 84 Euro.

Übrigens:

Für die Zusammenveranlagung, also das Ehegattensplitting, müssen Sie auf Seite 1 des sogenannten Mantelbogens – dem Hauptformular – in Zeile 24 das Kästchen "Zusammenveranlagung" ankreuzen.