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Winterbeschäftigungsumlage von der Steuer absetzen

Wer eine Winterbeschäftigungsumlage zahlt, um in den kalten Monaten mehr Saison-Kurzarbeitergeld zu bekommen, kann die Beiträge von der Steuer absetzen.

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Winterbeschäftigungsumlage von der Steuer absetzen

Der Winter 2012/2013 war nicht nur der dunkelste seit den 1950er Jahren, er hielt sich auch hartnäckig: Selbst Ende März lag in vielen Teilen Deutschlands noch Schnee. Das hatte auch Einfluss auf beispielsweise das Baugewerbe, das Gerüstbau- und Dachdeckerhandwerk sowie auf den Garten- und Landschaftsbau, denn oft kann bei diesen Temperaturen nicht gearbeitet werden.

Saison-Kurzarbeitergeld hilft über die Runden

In der Schlechtwetterzeit erhalten Arbeiter in den oben genannten Gewerben in der Regel das "Saison-Kurzarbeitergeld". Das beträgt für Arbeitnehmer mit Kind 67 Prozent, für Arbeitnehmer ohne Kind 60 Prozent des letzten Nettoverdienstes.

Übrigens:

Wenn Sie über den Begriff „Saison-Kurzarbeitergeld“ stolpern, ist das nicht verwunderlich, denn vor 2006 hieß das Saison-Kurzarbeitergeld zehn Jahre lang Winterausfallgeld. Ursprünglich war es aber 1959 als Schlechtwettergeld eingeführt worden. Der Name Schlechtwettergeld wird auch heute noch häufig benutzt, da er griffiger ist als die neue Bezeichnung.

Saison-Kurzarbeitergeld mit der Winterbeschäftigungsumlage aufbessern

Nun können viele Arbeitnehmer im Rahmen von Tarifverträgen das Saison-Kurzarbeitergeld aufpolieren, zum Beispiel durch ein Zuschuss-Wintergeld oder ein Mehraufwands-Wintergeld. Finanziert werden diese Leistungen durch die sogenannte Winterbeschäftigungsumlage, früher Winterbauumlage.

Ein Beispiel: Die Winterbeschäftigungsumlage im Dachdeckerhandwerk liegt seit Januar 2015 bei 2 Prozent. Das heißt: Die 2 Prozent werden aus dem steuer- und sozialversicherungspflichtigen Arbeitslohn berechnet und dann vom Nettolohn einbehalten. Doch der Arbeitnehmer muss die Kosten nicht alleine tragen. Im Dachdeckerhandwerk liegt der Arbeitgeberanteil bei 1,2 Prozent, der Arbeitnehmeranteil bei 0,8 Prozent.

Unser Tipp:

Der monatliche Beitrag zur Winterbeschäftigungsumlage kann in der Steuererklärung geltend gemacht werden, und zwar als Werbungskosten. Da die Beiträge in der Regel in Ihrer Lohnsteuerbescheinigung gesondert ausgewiesen werden, können Sie den Betrag dort ablesen und in Ihrer Steuererklärung in der Anlage N eintragen.

Sie wissen nicht genau, was eine Lohnsteuerbescheinigung ist? Unser Steuer ABC Was ist eine elektronische Lohnsteuerbescheinigung hilft Ihnen weiter!

Bei tiefergehenden Fragen zum Thema stehen Ihnen auch die Beraterinnen und Berater der VLH gerne zur Verfügung. Finden Sie hier eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe: Beratersuche.

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