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Was ist eine elektronische Lohnsteuerbescheinigung?

In der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung können Sie alle Informationen zum Arbeitslohn wie Lohnsteuer oder Kirchensteuer ablesen.

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Was ist eine elektronische Lohnsteuerbescheinigung?

Wie sieht die Lohnsteuerbescheinigung aus?

Der Ausdruck Ihrer Lohnsteuerbescheinigung enthält zwei Tabellen, die alle Informationen zum Arbeitslohn wie Lohnsteuer und Kirchensteuer aufschlüsseln. Beim Bundesfinanzministerium können Sie sich das Muster für 2017 anschauen: Elektronische Lohnsteuerbescheinigung 2017 (PDF).

Welche Angaben enthält der Ausdruck?

Die elektronische Lohnsteuerbescheinigung besteht unter anderem aus:

  • Ihrer eTIN (Ihre persönliche elektronische Transfer-Identifikationsnummer)
  • Ihrer Identifikationsnummer
  • Ihrer Personalnummer (also die Nummer, die Ihnen die Personalabteilung zugewiesen hat)
  • Ihrem Geburtsdatum
  • Ihrer Steuerklasse
  • die Zahl Ihrer Kinderfreibeträge
  • Anschrift und Steuernummer Ihres Arbeitgebers
  • Ihrem Bruttoarbeitslohn
  • Ihren Abgaben für Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer
  • Ihren Beiträgen zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung
  • dem Kindergeld, das Ihnen ausgezahlt wurde

Wofür brauche ich die Lohnsteuerbescheinigung?

Ihre Lohnsteuerbescheinigung brauchen Sie zum Beispiel für das Ausfüllen Ihrer Steuererklärung: Bruttoarbeitslohn, Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer können sie hier ablesen und direkt in die "Anlage N" eintragen.

Wie oft bekomme ich die Lohnsteuerbescheinigung?

In der Regel teilt die Personalabteilung Ihnen einen Ausdruck der Lohnsteuerbescheinigung am Ende des Jahres aus. Aber auch beim Ende eines Arbeitsverhältnisses bekommen Sie diesen Nachweis ausgehändigt. Fragen Sie im Zweifel in Ihrer Personalabteilung nach.

Und wann bekomme ich eine Lohnsteuerkarte?

Seit dem 1. Januar 2013 gilt die elektronische Lohnsteuerkarte (ELStAM) in Deutschland. Eine Lohnsteuerkarte aus Papier gibt es nicht mehr. Die letzte wurde von der Finanz- bzw. Gemeindeverwaltung 2010 an die vielen Millionen Arbeitnehmer in Deutschland verschickt.

Die früher oft gestellte Frage "Lohnsteuerkarte, woher bekomme ich die eigentlich?" hat sich damit heutzutage erledigt.

Was ist der Vorteil der elektronischen Lohnsteuerkarte?

ELStAM ist eigentlich eine Abkürzung für das Wort Lohnsteuerabzugsmerkmale. Konkret bedeutet das, dass Ihr Arbeitgeber steuerlich relevante Daten über Sie von einer zentralen Datenbank beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) elektronisch abrufen darf und diese nicht mehr von einer Lohnsteuerkarte aus Papier ablesen muss.

Gleichzeitig müssen Sie sich in der Regel nicht mehr um die Speicherung Ihrer Daten kümmern oder – wie früher – Ihre Lohnsteuerkarte an die Personalabteilung Ihres Arbeitgebers schicken. So soll das ELStAM-Verfahren Bürokratie, Kosten und Aufwand für Finanzverwaltung, Arbeitgeber und Arbeitnehmer sparen.

Wichtig: Wenn sich allerdings etwas verändert, das steuerliche Auswirkungen hat wie eine Heirat oder eine Scheidung, dann müssen Sie das Ihrem zuständigen Finanzamt weiterhin mitteilen. Und auch für Freibeträge gilt nach wie vor: Sie müssen diese regelmäßig neu beantragen.

Übrigens:

Ihre aktuellen ELStAM, also Ihre Lohnsteuerabzugsmerkmale, finden Sie auch auf Ihrer monatlichen Lohnabrechnung. Sollte da mal etwas nicht stimmen - es fehlt zum Beispiel ein Kinderfreibetrag oder die Steuerklasse ist falsch -, melden Sie sich bei dem für Sie zuständigen Finanzamt. Die Beamten können den Fehler dann für Sie beheben.

Zusammenfassung

Eine Lohnsteuerkarte gibt es nicht mehr. Ihre steuerlichen Daten werden nur noch elektronisch gespeichert. Dennoch müssen Sie wichtige Änderungen dem Finanzamt mitteilen.

Die Lohnsteuerbescheinigung bekommen Sie am Ende des Jahres von Ihrem Chef. Die Daten übertragen Sie in Ihre Steuererklärung. Oder Sie suchen sich einen VLH-Berater in Ihrer Nähe und lassen sich die Steuererklärung einfach machen.

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