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Kosten für die Schwangerschaft von der Steuer absetzen

Geburtsvorbereitungskurs, Taxi-Fahrt ins Krankenhaus, spezielle Untersuchungen: Viele Kosten während der Schwangerschaft sind absetzbar.

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Kosten für die Schwangerschaft von der Steuer absetzen

Der Fiskus behandelt eine Schwangerschaft wie eine Krankheit. Das hört sich erst einmal herzlos an, ist in Wirklichkeit aber ein großer Vorteil für alle werdenden Mütter: Viele Rechnungen, die sie im Zusammenhang mit der Schwangerschaft haben, können sie als außergewöhnliche Belastung absetzen. Wie das mit dem Absetzen funktioniert, erklärt unser Artikel Was heißt "von der Steuer absetzen"?

Diese Schwangerschaftskosten lassen sich absetzen

  • Kursgebühren für den Geburtsvorbereitungskurs
  • Kursgebühren für die Schwangerschaftsgymnastik, wenn die Gymnastik vom Arzt verordnet wurde
  • Rechnungen für Medikamente und Untersuchungen, die nicht von der Krankenkasse bezahlt werden
  • Rechnungen für die Hebamme
  • Fahrtkosten zu den Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt
  • Fahrtkosten zur Schwangerschaftsgymnastik und zum Geburtsvorbereitungskurs
  • Fahrtkosten ins Krankenhaus zur Entbindung

Wer mit dem Taxi zum Arzt, zum Kurs oder zur Entbindung fährt, sollte sich unbedingt Quittungen dafür geben lassen und diese Quittungen seiner Steuererklärung anhängen. Wer mit dem eigenen Auto unterwegs ist, kann für jeden gefahrenen Kilometer hin und zurück 30 Cent von der Steuer absetzen. Steuerlich gesehen werden diese Fahrten wie eine Dienstreise abgerechnet.

Unser Tipp:

Sammeln Sie jede einzelne Rechnung, jede Quittung und jeden Beleg, der im Zusammenhang mit der Schwangerschaft anfällt. Bei den außergewöhnlichen Belastungen kann man nämlich nicht vom ersten Euro an Steuern sparen, sondern muss eine bestimmte Summe überschreiten. Diese sogenannte zumutbare Belastungsgrenze kann ganz unterschiedlich hoch oder niedrig ausfallen, je nachdem wie viele Kinder man hat, ob man ledig oder verheiratet ist und wie viel man verdient. Die Belastungsgrenze kann bei bis zu sieben Prozent der Jahreseinnahmen liegen. Wer zum Beispiel 30.000 Euro im Jahr verdient und eine zumutbare Belastung von zwei Prozent hat, kann nur Kosten absetzen, die 600 Euro überschreiten.

Wichtig: Sie dürfen nur das von der Steuer absetzen, was Sie auch selbst gezahlt haben. Rechnungen, die Ihre Krankenkasse, eine Zusatzversicherung oder der Arbeitgeber übernommen haben, zählen nicht dazu.

Auch die Kosten für die Geburt kann man absetzen

Die Rechnungen für den entbindenden Arzt, das Krankenhaus oder die nachsorgende Hebamme sind ebenfalls von der Steuer absetzbar. Welche Kosten noch dazu gehören, zeigt Ihnen unser Artikel Geburt: Kann ich die Kosten absetzen?

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