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Was heißt "von der Steuer absetzen"?

"Lass dir dafür eine Quittung geben, dann kannst du‘s von der Steuer absetzen!" Der ein oder andere hat diesen Satz sicher schon mal gehört.

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Was heißt "von der Steuer absetzen"?

Wer sich nicht traut nachzufragen, wie das "Absetzen" genau funktioniert und welche Dinge sich "von der Steuer absetzen" lassen, der kann es hier nachlesen:

Wie funktioniert das "Absetzen"?

Der Finanzbeamte, der Ihre Steuererklärung prüft, zählt all Ihre Ausgaben zusammen, die Sie in Ihre Steuererklärung eingetragen haben. Die Gesamtsumme zieht er von Ihrem Jahreseinkommen ab. Nur auf das, was übrig bleibt, müssen Sie Steuern zahlen. Das nennt man "von der Steuer absetzen".

Was kann man absetzen?

Fast alles kostet Geld. Doch für manche Dinge gibt es Steuervorteile vom Staat. Und die lassen sich in drei große Kategorien unterteilen:

  1. Ganz bestimmte Kosten für den Beruf, die so genannten Werbungskosten. Dazu gehören Rechnungen für Bewerbungen, Fort- und Weiterbildungen oder die Kosten für Fahrten zur Arbeit.
  2. Ganz bestimmte "private" Kosten, die so genannten Sonderausgaben. Dazu gehören zum Beispiel das Schulgeld für Kinder, Spenden sowie Kranken- oder Pflegeversicherungsbeiträge.
  3. Ganz besondere Kosten, die so genannten außergewöhnliche Belastungen. Dazu gehören die Kosten einer Scheidung, Unterhaltszahlungen, Pflegeheimkosten oder auch die Kosten eines Zivilprozesses.

Was muss man tun, um etwas "absetzen" zu können?

Am Ende des Jahres müssen Sie eine Steuererklärung machen, um überhaupt "etwas von der Steuer abzusetzen".

Das bedeutet: Sie müssen ein vorgedrucktes Formular ausfüllen, das aus mehreren Seiten besteht. Dieses gibt es beim Finanzamt oder online. Tragen Sie zunächst in das Hauptformular - oder auch "Mantelbogen" genannt - Ihren Namen, Ihre Adresse sowie andere private Angaben ein. Danach gliedert sich die Steuererklärung in zwei Bereiche: einmal in Einnahmen und einmal in Ausgaben. Im ersten Bereich tragen Sie ein, was Sie verdienen oder zum Beispiel über eine vermietete Wohnung eingenommen haben. Im zweiten Bereich tragen Sie das ein, was Sie ausgegeben haben und was Sie "absetzen" können.

Nun wird es interessant: Sagen wir, Sie sitzen gerade an Ihrer Steuererklärung. Vor Ihnen liegt das Steuererklärungsformular. Auf Ihrem Bildschirm am Computer sehen Sie unsere Übersichten, welche Kosten Sie absetzen können. Und im besten Fall haben Sie neben sich einen Ordner, in dem Sie alle Rechnungen, Kassenbons und sonstigen Nachweise der letzten zwölf Monate gesammelt haben. Sortieren Sie nun Ihre Belege: Was gehört zu Werbungskosten, was zu Sonderausgaben und was zu außergewöhnlichen Belastungen? Jetzt können Sie jede einzelne Rechnung nacheinander in das dafür vorgesehene Leerfeld in der Steuererklärung eintragen.

Beachten Sie: Wenn Sie kein Geld zum Beispiel für außergewöhnliche Belastungen ausgegeben haben, können Sie auch nichts in die Steuererklärung eintragen. Ansonsten heben Sie alle Rechnungen und Nachweise, die Sie eingetragen haben, auf, falls ein Finanzbeamter Ihre Angaben prüfen will. Wenn Sie wissen wollen, welche Belege Sie auf jeden Fall Ihrer Steuererklärung beifügen müssen, lesen Sie mehr dazu in unserem Steuer ABC Welche Belege müssen in die Steuererklärung?.

Woher weiß ich, ob ich alles richtig gemacht habe?

Wer seine Steuererklärung noch nie oder nur selten gemacht hat, wird vielleicht unsicher sein, ob er wirklich alles richtig ausgefüllt hat. Fragen Sie lieber Freunde oder Bekannte, die sich damit auskennen oder auch Lohnsteuerhilfevereine, bevor Ihnen eine Steuererleichterung entgeht, die Ihnen zusteht. Für die Berater und Beraterinnen der VLH zum Beispiel gehört das zur täglichen Arbeit. Erkundigen Sie sich einfach mal in Ihrem Bekanntenkreis oder suchen Sie sich Ihren nächsten VLH-Berater über unsere Beratersuche.

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