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Krankenkassen-Zusatzbeiträge von der Steuer absetzen

Neben den Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung können Sie auch die Kosten für den kassenindividuellen Zusatzbeitrag von der Steuer absetzen.

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So setzen Sie Ihren Krankenkassen-Zusatzbeitrag von der Steuer ab

Im Jahr 2017 liegt der Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung einheitlich bei 14,6 Prozent. Die eine Hälfte (also 7,3 Prozent) übernimmt der Arbeitgeber, die andere Hälfte übernehmen Sie. Hinzu kommt ein kassenindividueller, einkommensabhängiger Zusatzbeitrag, den der Versicherte alleine tragen muss.

Wie hoch der Zusatzbeitrag ausfällt, entscheidet die Krankenkasse selbst - außerdem wird der Zusatzbeitrag aktuell jährlich angepasst. Für 2017 liegt er bei den gängigen Krankenkassen, wie AOK, Techniker Krankenkasse, Barmer, DAK oder einer IKK oder BKK zwischen 1,0 und 1,5 Prozent. Im Durchschnitt liegt der Zusatzbeitrag laut Bundesministerium für Gesundheit bei 1,1 Prozent.

Zusatzbeiträge komplett von der Steuer absetzen

Immerhin können Sie die Kosten des Zusatzbeitrags von der Steuer absetzen. Im sogenannten Bürgerentlastungsgesetz hat der Gesetzgeber festgelegt, dass jeder Arbeitnehmer seine Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge als "Sonderausgaben" voll von der Steuer absetzen kann, egal ob gesetzlich oder privat versichert. Dazu gehören auch die Zusatzbeiträge. Das gilt für alle Steuererklärungen ab einschließlich 2010, denn auch in den vergangenen Jahren konnten Krankenkassen schon einen Zusatzbeitrag verlangen.

Prämie mindert Sonderausgabenabzug

Sie bekommen von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse regelmäßig Prämien oder Boni? Bisher mussten Sie diese Erstattungen in der Steuererklärungen eintragen - das minderte den Sonderausgabenabzug. Seit 2016 diskutieren Bundesfinanzhof und Bundesfinanzministerium über diesen Punkt. Lesen Sie mehr dazu in unserem Artikel Krankenkassenprämie mindert nicht den Sonderausgabenabzug.

Unser Tipp:

Ab 2015 ist es neu, dass in der „Anlage Vorsorgeaufwand“ die bisherige Zeile zur Eintragung von Zusatzbeiträgen weggefallen ist. Daher geben Sie in der Zeile  „Arbeitnehmerbeiträge zu Krankenversicherungen lt. Nr. 25 der Lohnsteuerbescheinigung“ die vom Arbeitgeber bescheinigten Beiträge ein. Diese beinhalten auch Ihre Zusatzbeiträge, die Sie alleine finanziert haben. Die Summer finden Sie auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung.

Mit diesem einfachen Schritt wird auch Ihr Zusatzbeitrag automatisch steuerlich berücksichtigt. Eine extra Differenzierung ist nicht mehr nötig.

Achtung: Es gibt jeweils eine Zeile für Arbeitnehmer sowie eine für Rentner und freiwillig Versicherte. 

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