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Krankenkassen-Zusatzbeiträge von der Steuer absetzen

Neben den Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung können Sie auch die Kosten für den kassenindividuellen Zusatzbeitrag von der Steuer absetzen.

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So setzen Sie Ihren Krankenkassen-Zusatzbeitrag von der Steuer ab

Im Jahr 2016 liegt der Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung einheitlich bei 14,6 Prozent. Die eine Hälfte (also 7,3 Prozent) übernimmt der Arbeitgeber, die andere Hälfte wird Ihnen direkt vom Gehalt abgezogen. Hinzu kommt ein kassenindividueller, einkommensabhängiger Zusatzbeitrag, den der Versicherte alleine tragen muss.

Wie hoch der Zusatzbeitrag ausfällt, entscheidet die Krankenkasse selbst - außerdem wird der Zusatzbeitrag aktuell jährlich angepasst. Für 2016 liegt er bei den gängigen Krankenkassen zwischen 1,0 und 1,5 Prozent. Im Durchschnitt liegt der Zusatzbeitrag laut Bundesministerium für Gesundheit bei 1,1 Prozent.

Zusatzbeiträge komplett von der Steuer absetzen

Immerhin können Sie die Kosten des Zusatzbeitrags in Ihrer Steuererklärung eintragen. Im sogenannten Bürgerentlastungsgesetz hat der Gesetzgeber festgelegt, dass jeder Arbeitnehmer seine Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge als "Sonderausgaben" voll von der Steuer absetzen kann, egal ob gesetzlich oder privat versichert. Dazu gehören auch die Zusatzbeiträge. Das gilt für alle Steuererklärungen ab einschließlich 2010, denn auch in den vergangenen Jahren konnten Krankenkassen schon einen Zusatzbeitrag verlangen.

Aktuell entschieden: Prämie mindert nicht den Sonderausgabenabzug

Sie bekommen von Ihrer gesetzlichen Krankenkässe regelmäßig Prämien oder Boni? Bisher mussten Sie diese Erstattungen in der Steuererklärungen eintragen - das minderte den Sonderausgabenabzug. Der Bundesfinanzhof hat im Sommer 2016 entschieden, dass die Prämien ab sofort nicht mehr in der Steuererklärung eingetragen werden müssen. Lesen Sie mehr zum Urteil in unserem Artikel Krankenkassenprämie mindert nicht den Sonderausgabenabzug.

Unser Tipp:

Tragen Sie nicht nur Ihre Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung im Steuerformular "Anlage Vorsorgeaufwand" ein. Denken Sie auch daran, die Höhe des Zusatzbeitrages zu vermerken. Achtung: Es gibt jeweils eine Zeile für Arbeitnehmer und eine für Rentner und freiwillig Versicherte.

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