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Als Fahrgemeinschaft zur Arbeit fahren

Bei einer Fahrgemeinschaft kann jeder im Auto seine Fahrtkosten über die Pendlerpauschale von der Steuer absetzen. Egal ob er selbst am Steuer sitzt oder nur mitfährt.

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Als Fahrgemeinschaft zur Arbeit fahren.

Welche Fahrten dürfen Fahrer und Mitfahrer absetzen?

Grundsätzlich gilt: Das Finanzamt erkennt nur den kürzesten Weg von der eigenen Wohnung zur Arbeit an. Ein Umweg wird nur dann anerkannt, wenn er verkehrsgünstiger ist, zum Beispiel wegen Berufsverkehr oder Großbaustelle. Dann gibt es 30 Cent pro Kilometer und einfache Strecke.

Bei einer Fahrgemeinschaft ist das ähnlich: Für jeden Einzelnen berechnet das Finanzamt den kürzesten bzw. verkehrsgünstigsten Weg. Die Umwege durchs Abholen oder Nachhause bringen von Mitfahrern zählen nicht.

Ausnahme: Wenn Sie durch einen längeren Weg Zeit sparen, dann dürfen Sie auch mit der längeren Strecke rechnen. Das könnte zum Beispiel der Fall sein, wenn Sie über die Autobahn fahren statt durch die Stadt und dadurch zum Beispiel sieben Kilometer mehr Weg haben, aber zeitraubenden Ampelverkehr umgehen.

Was ist, wenn sich die Kollegen mit dem Fahren abwechseln?

Mal fährt der eine mit seinem Benz, mal der andere mit seinem Peugeot. Fair gegenüber den Kollegen und besser für die Steuererklärung. Denn als Mitfahrer dürfen Sie nur maximal 4.500 Euro Fahrtkosten im Jahr von der Steuer absetzen. Fahren Sie aber selbst, können Sie die Pendlerpauschale ohne Einschränkung absetzen.  

Was ist, wenn immer der Gleiche fährt?

Bei vielen Fahrgemeinschaften fährt immer oder oft der Gleiche. Dann können die Kollegen ihn mit einer so genannten "Mitnahme-Vergütung" entschädigen. Das ist allerdings ein bisschen kompliziert, denn der Fahrer muss dieses Geld versteuern.

Gleichzeitig kann er Dinge wie den erhöhten Benzinverbrauch oder die Abnutzung der Autoreifen wieder von der Steuer absetzen. Schließlich hat der Fahrer dadurch, dass er immer sein eigenes Auto benutzt, mehr Kosten als die anderen, die ihr Auto stehen lassen.

Weil es nicht ganz leicht ist, diese Mehrkosten zu berechnen, dürfen Sie hier pauschal rechnen: Zwei Cent pro Mitfahrer und Kilometer für die einfache Strecke.

Können Eheleute auch eine Fahrgemeinschaft bilden?

Ja! Jeder von ihnen kann seine Fahrtkosten mit der Pendlerpauschale absetzen, wenn sie gemeinsam zur Arbeit fahren. Das gilt sogar dann, wenn sie für den gleichen Chef arbeiten.

Sind Fahrgemeinschaften unfallversichert?

Normalerweise sind Sie nur dann unfallversichert, wenn Sie von Ihrer Arbeit direkt nach Hause fahren oder umgekehrt. Fahren Sie auf dem Nachhause-Weg noch beim Supermarkt vorbei oder machen einen anderen privaten Umweg, gilt der Unfallschutz nicht.

Anders bei Fahrgemeinschaften: Nicht nur die direkte Fahrtstrecke, auch jeder Umweg zum Abholen oder Nachhausebringen der Kollegen ist gesetzlich unfallversichert.

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