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Die Pendlerpauschale f√ľr Einsteiger

F√ľr Pendler gibt es Geld vom Staat zur√ľck. Oder wie war das? So √§hnlich. In jedem Fall lohnt sich die Pendlerpauschale f√ľr alle, die berufst√§tig sind.

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Ein Pendler ist steuerrechtlich gesehen ein Arbeitnehmer, der von seiner Wohnung zu seinem Arbeitsplatz geht oder f√§hrt. Egal wie weit die Strecke zwischen Wohnung und Arbeitsplatz ist oder ob er die Strecke zu Fu√ü, mit dem Fahrrad, dem Mofa oder Motorrad, mit Bus oder Bahn, dem eigenen Auto oder einem anderen Verkehrsmittel zur√ľcklegt.

Pendler sind also Berufst√§tige, die nicht von Zuhause aus arbeiten. Die Fahrtkosten, die jedem Pendler f√ľr seinen Weg zur Arbeit entstehen, kann er steuerlich geltend machen. Ob der Arbeitnehmer dabei Vollzeit oder Teilzeit arbeitet, spielt keine Rolle.¬†

√úbrigens:

Wer mit einem Auto f√§hrt, der kann prinzipiell alle Pendlerkosten von der Steuer absetzen. Wer allerdings mit dem Fahrrad, Motorrad oder den √∂ffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit pendelt, darf¬†nicht mehr als 4.500 Euro im Jahr angeben. Weitere Details dazu erfahren Sie in unserem Artikel¬†Fahrtkosten ‚Äď das m√ľssen Sie wissen

So wird die Pendlerpauschale berechnet

Die meisten Berufst√§tigen m√ľssen jeden Tag mehrere Kilometer zur Arbeit fahren. Zum Beispiel Fabian, der frischgebackene Mediendesigner: Er pendelt t√§glich mit seinem Auto 25 Kilometer zur Arbeit hin und 25 Kilometer wieder nach Hause zur√ľck.

F√ľr jeden Kilometer der einfachen Fahrtstrecke, also entweder der Hin- oder der R√ľckfahrt, bekommt Fabian 30 Cent Steuerverg√ľnstigung vom Staat. Bei 220 Arbeitstagen im Jahr sieht Fabians Berechnung der Pendlerpauschale so aus:

 

220 Arbeitstage x 25 Kilometer einfache Fahrt x 0,3 Euro Pendlerpauschale = 1.650 Euro

 

Wer sich nicht sicher ist, wie oft er in einem Jahr, abz√ľglich Urlaub oder Krankheit, zur Arbeit gefahren ist, kann das dank unseres Arbeitstage-Rechners mit wenigen Klicks herausfinden.

Wie das mit der Pendlerpauschale funktioniert, zeigt Ihnen auch unser kurzes Video sehr anschaulich:

√úbrigens:

Die Pendlerpauschale ist nicht die einzige Steuererleichterung, die einem Berufst√§tigen zusteht. Fabian kann,¬†wie alle anderen Arbeitnehmer in Deutschland, auch seine √ľbrigen Werbungskosten¬†in seine Steuererkl√§rung eintragen.¬†

So wird die Pendlerpauschale erstattet

Fabian wei√ü jetzt, wie viel ihm das Finanzamt f√ľr seinen Weg zur Arbeit erstattet ‚Äď aber wie kommt das Geld auf sein Konto? √úberhaupt nicht, Fabian bekommt seine 1.650 Euro Pendlerpauschale nicht √ľberwiesen oder ausgezahlt. Stattdessen zieht sein Finanzamt diesen Betrag von Fabians Jahreseinnahmen ab. Nur auf den restlichen Betrag muss Fabian Steuern zahlen.

Das klingt vielleicht nicht ganz so schön wie eine Überweisung, hilft Fabian aber beim Steuern sparen. Einzige Bedingung: Fabian muss seine Steuererklärung abgeben. Nur so weiß das Finanzamt genau, wie hoch seine Kosten sind und kann ihm die Pendlerpauschale als steuerfreien Vorteil anrechnen. Die 1.650 Euro Pendlerpauschale trägt er in der Anlage N auf Seite 2 gemeinsam mit der Adresse seiner ersten Tätigkeitsstätte - also seines Arbeitsplatzes - ein. Sein Finanzbeamter wird kurz nachrechnen, ob Fabians Angaben stimmen.

√úbrigens:

Wer jedes Jahr viel pendelt und das auch die nächsten Jahre tun wird, kann sich die Fahrten zur Arbeit als Lohnsteuerfreibetrag beim Finanzamt eintragen lassen. Dann erhalten Sie ein höheres Nettogehalt.

Diese Ausnahmen werden vom Finanzamt anerkannt

Grunds√§tzlich gilt, dass nur der k√ľrzeste Weg von zu Hause bis zur Arbeit anerkannt wird. Aber es gibt Ausnahmen. Nehmen wir an, auf dem Weg zu Fabians Arbeitsplatz ist seit einigen Wochen eine Gro√übaustelle. Jeden Morgen steht der Mediendesigner auf der Autobahn im Stau. F√§hrt Fabian √ľber die Landstra√üe, um den Stau zu vermeiden, ist das ein Umweg von gut zehn Kilometern.

Dennoch ist er trotz Umweg schneller im B√ľro als √ľber den rein rechnerisch k√ľrzeren Weg via Autobahn. Fabian wird eine kleine Notiz in der Anlage N auf Seite 2 beif√ľgen. Darin erkl√§rt er dem Finanzbeamten kurz und formlos, warum er f√ľr einige Zeit einen Umweg gefahren ist und seine Pendlerpauschale deshalb h√∂her ausf√§llt.

Wann lohnt sich die Pendlerpauschale?

F√ľr alle, die einen langen Weg zur Arbeit haben, lohnt sich die Pendlerpauschale. Doch ab welcher Kilometerzahl profitiert der Berufst√§tige tats√§chlich? Eine einfache Rechnung zeigt: Schon wer 220 Tage im Jahr arbeitet und 16 Kilometer von seinem Arbeitsort entfernt wohnt, kann am Jahresende allein f√ľr die Fahrtkosten zur Arbeit √ľber 1.000 Euro in seiner Einkommensteuererkl√§rung eintragen:

 

220 Arbeitstage x 16 Kilometer einfache Fahrt x 0,3 Euro Pendlerpauschale = 1.056 Euro

 

Damit liegt der Berufst√§tige √ľber der Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro, die jedem Arbeitnehmer automatisch zusteht. Wenn der Arbeitnehmer jetzt noch weitere berufliche Ausgaben wie Fortbildungen oder Fachb√ľcher hat, kann er diese zus√§tzlich geltend machen.

Hinweis:

F√ľr alle Arbeitnehmer, die nur 15 Kilometer oder weniger zur Arbeit fahren, hei√üt das umgekehrt aber nicht, dass sich die Pendlerpauschale f√ľr sie prinzipiell nicht lohnt. Wichtig ist die H√∂he der beruflichen Ausgaben insgesamt. Wer also zum Beispiel eine 14 Kilometer lange Strecke zur Arbeit f√§hrt und zus√§tzlich mehrere Fortbildungen im Jahr besucht, kann ebenfalls profitieren. Entscheidend ist immer die individuelle Situation. Ihre VLH-Beraterin oder Ihr VLH-Berater hilft Ihnen gerne, die vielf√§ltigen beruflichen Ausgaben steuerlich geltend zu machen und ber√§t Sie, ob Sie von der Pendlerpauschale profitieren k√∂nnen. Hier geht es zur Beratersuche.¬†

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