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Kann ich meinen Urlaub von der Steuer absetzen?

Der private Urlaub kann nicht abgesetzt werden. Wer aber klimabewusst reist, kann die Kosten für den CO2-Ausgleich in der Steuererklärung eintragen.

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Kann ich meinen Urlaub von der Steuer absetzen?

Sommer, Sonne, Meer: Der eigene Urlaub ist steuerrechtlich gesehen Privatvergnügen und kann leider nicht abgesetzt werden. Immerhin: Klimabewusste Urlauber werden vom Staat mit Steuervorteilen belohnt.

Was bedeutet klimabewusst reisen und wie setze ich das ab?

Viele Reiseziele wie Mallorca, Kreta oder Florida sind am bequemsten und schnellsten per Flugzeug zu erreichen. Allerdings ist das Flugzeug auch das Verkehrsmittel mit der stärksten Klimabelastung, also dem höchsten CO2-Ausstoß.

Mittlerweile gleichen bereits zehn Prozent der Deutschen ihren Flug aus, indem sie Geld an eine Klimaschutzorganisation überweisen – quasi als Wiedergutmachung für die Umweltverschmutzung. Das findet der Staat super und fördert dieses Verhalten: Denn unter bestimmten Voraussetzungen kann man diesen Ausgleich als Spende von der Steuer absetzen.

Welche Voraussetzungen gibt es?

Es gibt eine Bedingung: Die Klimaschutzorganisation, bei der Sie Ihren Flug ausgleichen, muss steuerbegünstigt sein. Dazu gehören zum Beispiel gemeinnützige Vereine und Stiftungen. Nur dann erhalten Sie für Ihren geleisteten Beitrag eine Zuwendungsbestätigung, also eine Spendenquittung. Damit können Sie dann die Kosten von der Steuer absetzen.

Brauche ich immer eine Zuwendungsbestätigung?

Liegt der Wert des Ausgleichs unter 200 Euro, müssen Sie dem Finanzamt keine Zuwendungsbestätigung vorlegen. Hier reicht ein sogenannter vereinfachter Nachweis. Lesen Sie in unserem Steuer-Tipp Bei Spenden bis 200 Euro reicht ein einfacher Nachweis mehr dazu.

Kann man nur den CO2-Ausgleich für Flüge absetzen?

Es gibt mittlerweile auch Reiseveranstalter, die neben Flugreisen auch Zug- oder Schiffsreisen inklusive Hotelaufenthalte CO2-neutral anbieten. In diesem Fall können auch die Kosten für die Kohlendioxid-Kompensation der Anreise sowie des Hotelaufenthalts abgesetzt werden.

Übrigens:

Gut zu wissen: Manche Chefs zahlen eine Erholungsbeihilfe. Die lohnt sich doppelt, denn die Erholungsbeihilfe ist in der Regel nicht nur steuer-, sondern auch sozialversicherungsfrei.

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