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Ist Ausbildungsgeld steuerfrei?

Menschen mit Behinderung, die eine Erstausbildung machen, können bei der Arbeitsagentur Ausbildungsgeld beantragen. Diese Leistung ist steuerfrei.

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Ist Ausbildungsgeld steuerfrei?

Wer eine spezielle Ausbildung für Menschen mit Behinderungen macht, kann Ausbildungsgeld bekommen. Das Ausbildungsgeld soll den Lebensunterhalt während der Teilnahme an einer geförderten Maßnahme zu Berufsvorbereitung oder Berufsausbildung sicherstellen und wird bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt. Es ist daher eine Sozialleistung, nicht zu verwechseln mit dem Ausbildungsgehalt bzw. der Ausbildungsvergütung, also dem Geld, was man mit seiner Ausbildung verdient.

Übrigens:

Für das Ausbildungsgeld gelten in der Regel die gleichen Vorschriften, wie für die Berufsausbildungsbeihilfe. Näheres findet man unter § 122-126 SGB III.

Wer hat Anspruch auf Ausbildungsgeld?

Azubis mit Behinderung haben Anspruch auf Ausbildungsgeld, wenn sie eine Berufsausbildung oder eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme, einschließlich einer Grundausbildung in einer besonderen Einrichtung der beruflichen Rehabilitation machen. Auch gefördert werden Maßnahmen im Eingangsverfahren oder im Berufs­bildungsbereich einer Werkstatt für behinderte Men­schen sowie individuelle betriebliche Qualifizierungen im Rahmen der Unterstützten Beschäftigung. Wichtig: Die Antragsteller dürfen keinen Anspruch auf Übergangsgeld haben.

Übrigens:

Azubis mit Behinderung, die  Ausbildungsgeld erhalten, sind in der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung pflichtversichert.

Wie hoch ist das Ausbildungsgeld?

Die Höhe des Ausbildungsgeldes richtet sich unter anderem nach Alter, Familienstand und Wohnsituation des Azubis.

Bei der rehabilitationsspezifischen Berufsausbildung, wird auf das Ausbildungsgeld das eigene Einkommen sowie das Ein­kommen des Ehegat­ten bzw. der Lebenspartnerin oder des Lebenspartners angerechnet. Das passiert allerdings erst ab bestimmten Freibeträgen. Das Einkommen der Eltern spielt nur eine Rolle, wenn der Auszubildende bei ihnen wohnt. Waisenrenten, Waisengeld oder Unterhaltsleistungen bis zu 259 Euro monatlich sind ganz anrechnungsfrei.

Bei der Teilnahme an berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen, Grundausbildung oder Unterstützter Beschäftigung wird nur das eigene Einkommen aus der Maßnahme berücksichtigt. Und gar keine Rolle spielt das Einkommen bei der Teilnahme an einer Maßnahme in einer anerkannten Werkstatt für behinderte Menschen oder bei einem anderen Leistungsanbieter, und zwar weder das Einkommen des Azubis noch das seiner Eltern und seines Ehegatten oder Lebenspartners.

Übrigens:

Der Bedarfssatz des Ausbildungsgeldes hat sich zum 1. August 2019 um fünf Prozent erhöht und wird sich noch einmal um zwei Prozent zum 1. August 2020 anheben. Die Freibeträge für das Einkommen der Eltern steigen 2019 um sieben Prozent.

Ist Ausbildungsgeld steuerfrei?

Ja, denn Leistungen, die nach den Vorschriften des Sozialgesetzbuches III zur Förderung der Ausbildung oder Fortbildung gewährt werden, gehören zu den steuerfreien Leistungen. Das Ausbildungsgeld bleibt daher in vollem Umfang steuerfrei und unterliegt auch nicht dem Progressionsvorbehalt.

Gibt es noch weitere Leistungen für Azubis mit Behinderung?

Für junge Menschen mit Behinderung gibt es verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten, die das Erlernen eines Berufes erleichtern sollen. Über Angebote und Förderung informieren die Beratungsstellen der Agentur für Arbeit, der Jobcenter sowie der Integrationsämter der Länder. Unterstützung gibt es auch bei einfach teilhaben, dem Internetangebot des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

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