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BAföG in die Steuererklärung eintragen

Geld für den Lebensunterhalt oder für konkrete Kosten der Bildungsmaßnahme? Darlehen oder Zuschuss? Diese Fragen entscheiden, ob BAföG steuerrelevant ist oder nicht.

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BAföG in die Steuererklärung eintragen

Das Kürzel BAföG steht für "Bundesausbildungs-förderungsgesetz". Umgangssprachlich wird damit aber meistens die finanzielle Förderung für Schüler und Studenten bezeichnet, die sich aus diesem Gesetz ergibt. Die Idee: Allen Menschen, egal, wieviel Geld sie haben und aus welcher Familie sie kommen, die gleichen Bildungschancen zu ermöglichen.

Wie Sie einen Antrag auf BAföG stellen können, erfahren Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Stichwort Antragstellung.

Meister-BAföG oder Aufstiegs-BAföG

Das Meister-BAföG, seit August 2016 auch Aufstiegs-BAföG genannt, dient der Förderung von sogenannten beruflichen Aufstiegsfortbildungen, beispielsweise von Meisterkursen. Es setzt sich zusammen aus einem Beitrag für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sowie einem Beitrag zum Lebensunterhalt. Ersterer wird zu 40 Prozent als Zuschuss geleistet, muss also nicht zurückgezahlt werden. Das Gleiche gilt für die Unterhaltsförderung in Höhe von 333 Euro. Auch dieses Geld ist ein Zuschuss. Für den Rest können zinsgünstige Darlehen in Anspruch genommen werden. Diese müssen Sie zurückzahlen. Mehr Infos zu den Bedingungen und Voraussetzungen unter www.www.aufstiegs-bafoeg.de 

Geld für Lebensunterhalt muss nicht in die Steuererklärung

Wenn Sie als Student oder Schüler BAföG erhalten, ist das in der Regel ein steuerfreier Bezug, den Sie nicht in die Steuererklärung eintragen müssen. Der Grund: Das Geld dient hauptsächlich der Finanzierung Ihres Lebensunterhalts.

Auch ein Bildungsdarlehen, das Sie zurückzahlen müssen, braucht nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Zudem dürfen Sie die Kosten der Zinsen für das Darlehen sogar absetzen. Mehr dazu in unserem Artikel zum Thema Bildungskredit.

Zuschüsse müssen angegeben werden

Wenn Sie allerdings von einer Stiftung Büchergeld erhalten oder mit Hilfe des Aufstiegs-BAföGs einen Teil der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren bezahlt bekommen, müssen Sie diese Zuschüsse in der Steuererklärung mit Ihren Kosten verrechnen. Das gilt für alle Zuschüsse, die Sie explizit für Ihre Aus- oder Fortbildungskosten bekommen und nicht zurückzahlen müssen.

Eine Ausnahme gilt in Bayern: Jeder, der sich dort erfolgreich zum Meister weiterbilden lässt, erhält von der Landesregierung einen Meisterbonus in Höhe von 1.000 Euro. Das Gute daran: Der Bonus ist nicht einkommensteuerpflichtig und wird daher, anders als andere Zuschüsse, auch nicht mit den im Rahmen des Meisterkurses anfallenden Werbungskosten verrechnet.

Unser Tipp:

Erstellen Sie eine Exceltabelle, in der Sie zunächst alle Ihre Aus- oder Fortbildungskosten eines Jahres auflisten und addieren. Von dieser Summe ziehen Sie nun alle Bildungszuschüsse ab, die Sie nicht zurückzahlen müssen. Zum Beispiel:

520 Euro – 100 Euro Prüfungsgebühr – 20 Euro Büchergeld = 400 Euro

Das Ergebnis tragen Sie je nach Ausbildungsart in Ihre Steuererklärung ein. Das heißt: Entweder unter Sonderausgaben im Mantelbogen (Stichwort: Berufsausbildung) oder in Anlage N als Werbungskosten (Stichwort: Fortbildungskosten). Was für Ihre Aus- oder Fortbildung gilt und welche Kosten Sie absetzen können, erfahren Sie in unserem Artikel Diese Ausbildungskosten kannst du von der Steuer absetzen.

Ist Ihnen das zu aufwändig? Dann können Sie sich jederzeit gerne an eine unserer VLH-Beratungsstellen wenden. Über diesen Link gelangen Sie zu Beratersuche.

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