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Pflegebedürftig oder hilflos – das sind die Unterschiede

Das Steuerrecht unterscheidet zwischen pflegebedürftigen und hilflosen Menschen. Unser Überblick zeigt Ihnen den Unterschied und wie Sie Kosten absetzen können.

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Pflegebedürftig – das können Sie von der Steuer absetzen

Pflegebedürftige Menschen brauchen aufgrund von Krankheit oder Behinderung unterschiedlich viel Hilfe. Deshalb stuft die Pflegekasse sie in sogenannte Pflegestufen ein. Ein Mensch in Pflegestufe I braucht zum Beispiel mindestens ein Mal täglich Hilfe – während ein Mensch in Pflegestufe III rund um die Uhr betreut werden muss.

Sowohl Pflegebedürftigkeit als auch Hilflosigkeit müssen dem Finanzbeamten nachgewiesen werden. Das geht zum Beispiel mit dem Bescheid der Pflegekasse oder des Versorgungsamtes oder auch mit dem Schwerbehindertenausweis.

1. Pflegebedürftigkeit

Per Definition ist ein Mensch pflegebedürftig, wenn er wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung im Ablauf des täglichen Lebens in erheblichem Maß Hilfe braucht. Also zum Beispiel beim Waschen, Kochen und Einkaufen.

Zu diesem Personenkreis gehören:

  • Menschen, die in Pflegestufe I, II oder III eingestuft sind
  • Demenzkranke
  • Menschen mit Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen H (hilflos) oder Bl (blind)
  • Menschen in einem Alten- oder Pflegeheim mit Pflegesatzstufe 0. Das sind Menschen, die zwar in ihrem Alltag eingeschränkt sind, aber noch nicht die Voraussetzungen für Pflegestufe I erfüllen.

 

Steuererleichterungen für pflegebedürftige Menschen

Kosten zum Beispiel für den erhöhten Wäschebedarf, die aufgrund der Pflegebedürftigkeit entstehen, können Sie als außergewöhnliche Belastung in Ihrer Steuererklärung eintragen. Aber nur wenn die Ausgaben höher sind als das erhaltene Pflegegeld. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Steuer ABC Was sind außergewöhnliche Belastungen?

2. Hilflosigkeit

Menschen sind hilflos, wenn sie für eine Reihe von regelmäßig wiederkehrenden Arbeiten und Erledigungen jeden Tag dauernd fremde Hilfe benötigen.

Zu diesem Personenkreis gehören:

  • Menschen mit Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen H oder Bl
  • Menschen in Pflegestufe III

 

Steuererleichterungen für hilflose Menschen

Aufwendungen die höher sind als das Pflegegeld sind bei Hilflosigkeit ebenfalls als außergewöhnliche Belastung absetzbar. Außerdem steht hilflosen Menschen ein erhöhter Behinderten-Pauschbetrag in Höhe von 3.700 Euro zu. Lesen Sie mehr dazu in unserem Steuer ABC Was ist der Behinderten-Pauschbetrag?. Zusätzlich kann die Person, die den Hilflosen pflegt, den Pflege-Pauschbetrag in Anspruch nehmen - zumindest sofern sie keine Vergütung für die Tätigkeit erhält. Auch hierzu haben wir Ihnen ausführliche Informationen zusammengestellt: Pflege-Pauschbetrag entlastet Angehörige.

Übrigens:

Menschen in Pflegestufe III oder einem Schwerbehindertenaus mit Merkzeichen H oder Bl sind sowohl pflegebedürftig als auch hilflos, während Menschen in Pflegestufe I und II nur pflegebedürftig sind.

Wenn es um Pflegebedürftigkeit geht, gibt es im Steuerrecht viele, teils uneinheitliche Regelungen. Unsere Beraterinnen und Berater finden die für Sie günstigste Lösung. Suchen Sie hier eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe und werden Sie Mitglied: Beratersuche.

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