Beratersuche starten
Berater suchen
Servicetelefon
06321 96 39 96 9

Was ist eine Nichtzulassungsbeschwerde?

Lässt ein Finanzgericht die Revision beim Bundesfinanzhof nicht zu, können Sie Beschwerde einlegen – die sogenannte Nichtzulassungsbeschwerde.

Mit anderen teilen
Was ist eine Nichtzulassungsbeschwerde?

Doch beginnen wir von vorne: Nehmen wir an, Sie bekommen Ihren Steuerbescheid und sind mit einer Entscheidung des Finanzamtes nicht einverstanden. Dann können Sie Einspruch dagegen einlegen. Wie das mit dem Einspruch funktioniert, erklären wir Ihnen in unserem Artikel Falscher Steuerbescheid, was nun? Nun kann es aber passieren, dass das Finanzamt Ihren Einwand zurückweist und Ihren Steuerbescheid nicht abändert. In diesem Fall können Sie sich an die nächst höhere Instanz wenden. Das ist das zuständige Finanzgericht.

Hier können Sie eine Klage einreichen. Die Richter treffen dann eine Entscheidung – entweder zu Ihren Gunsten, oder zu Ihren Ungunsten. Sind Sie auch mit diesem Urteil unzufrieden, können Sie sich in der Regel an die wiederum nächst höhere Instanz wenden: den Bundesfinanzhof. Der Bundesfinanzhof ist das höchste Gericht für Steuersachen in Deutschland. Doch in manchen Fällen lässt das Finanzgericht die Revision – also eine Verhandlung beim Bundesfinanzhof – nicht zu.

Wann lässt das Finanzgericht eine Revision zu?

Das Finanzgericht lässt eine Revision nur dann zu, wenn der Fall zum Beispiel von grundsätzlicher Bedeutung ist. Das bedeutet, dass die Frage, über die Sie sich mit dem Finanzgericht streiten, nicht nur Sie betrifft, sondern auch für viele andere Steuerzahler wichtig ist. Revision gibt es auch, wenn das Finanzgericht eine einheitliche Rechtsprechung sicherstellen will, oder das Recht weiterentwickelt werden muss.

Was kann ich tun, wenn das Finanzgericht die Revision nicht zulässt?

Lässt das Finanzgericht eine Revision beim Bundesfinanzhof nicht zu, können Sie eine Nichtzulassungsbeschwerde einlegen. Allerdings müssen Sie einige Formalien beachten. Zum Beispiel müssen Sie die Beschwerde innerhalb eines Monats nach Zustellung des Urteils vom Finanzgericht einreichen. Danach haben Sie einen weiteren Monat Zeit, Ihre Beschwerde zu begründen. Also den Richtern des Bundesfinanzhofs zu erklären, warum sie sich mit Ihrem Fall doch beschäftigen sollten.

Übrigens:

Unsere Beraterinnen und Berater kennen sich mit den Formalien rund um die Nichtzulassungsbeschwerde aus und helfen Ihnen gerne weiter – auch schon bei Streitigkeiten mit dem Finanzamt oder einem Finanzgericht. Finden Sie hier eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe: Beratersuche.

Mit anderen teilen