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Student oder Azubi: Fahrtkosten richtig absetzen

Dein Weg zur Uni ist weit? Die Berufsschule liegt in der Nachbarstadt? Wer zum Ausbildungsort oder zur Hochschule fahren muss, kann die Fahrtkosten absetzen.

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Student oder Azubi: Fahrtkosten richtig absetzen

Jeder Student und Azubi kann seine Fahrtkosten zur Uni, zur berufsbildenden Schule oder zum Job von der Steuer absetzen. Entweder mit 30 Cent pro Kilometer und einfacher Fahrt, das ist die Pendlerpauschale. Oder aber mit 30 Cent für jeden gefahrenen Kilometer hin und wieder nach Hause zurück, das ist die sogenannte Dienstreisepauschale.

Fahrtkosten im Studium

Bis im Jahr 2014 das neue Reisekostenrecht eingeführt wurde, galt noch folgende Faustregel: Wer studiert, kann jeden gefahrenen Kilometer von der Steuer absetzen, also den Weg zur Uni und wieder zurück nach Hause. Das hatte der Bundesfinanzhof 2012 entschieden (Aktenzeichen VI R 44/10). Seit dem 1. Januar 2014 fällt dieser Steuervorteil für Studenten weg. Nun darfst du als Student nur noch die Pendlerpauschale anwenden. 

Fahrtkosten "normaler" Student:

Zuhause > Hochschule = Pendlerpauschale

Etwas anders sieht es aus, wenn du ein duales Studium absolvierst. Vor 2014 galten sowohl die Fahrt zur Hochschule als auch zum Ausbildungsbetrieb als Dienstreise. Seit 2014 wird die Hochschule per Gesetz als "erste Tätigkeitsstätte" deklariert. Das bedeutet, dass die Fahrten dorthin lediglich mit der Pendlerpauschale absetzbar sind. Die Praxissemester im Betrieb gelten aber weiterhin als sogenannte Auswärtstätigkeit, die an einer vorübergehenden Tätigkeitsstätte ausgeübt wird. Diese Kosten kannst du mit den tatsächlich gefahrenen Kilometern abrechnen. 

Fahrtkosten dualer Student:

Zuhause > Hochschule = Pendlerpauschale

Zuhause > Ausbildungsbetrieb = Dienstreisepauschale

   

Fahrtkosten in der Ausbildung

Wenn du eine Lehre machst, ist in der Regel der Ausbildungsbetrieb deine erste Arbeitsstätte. Daher kannst du die Kosten – wie jeder andere Arbeitnehmer auch – nur mit der einfachen Fahrt abrechnen. Im Gegenzug wird die berufsbildende Schule (BBS) als vorübergehende Tätigkeitsstätte anerkannt und du kannst die Fahrt dorthin als Dienstreise absetzen. Vor allem Auszubildende, die ein- bis zweimal wöchentlich die Berufsschule besuchen, können von dieser Regelung profitieren.

Auch wenn deine Ausbildung an der BBS ausnahmsweise als Blockunterricht zusammenhängend stattfindet, zum Beispiel für vier Monate am Stück, kannst du die Fahrtkosten mit der Dienstreisepauschale für die gesamte Dauer absetzen. Auch Reisenebenkosten und gegebenenfalls Übernachtungskosten erkennt das Finanzamt an.

Das Gleiche gilt für Fahrtkosten zu Lehrgängen, Kursen oder Seminaren, die du zusätzlich, also außerhalb deines Arbeitsverhältnisses, besuchst: Sie sind ebenfalls mit der Dienstreisepauschale absetzbar.

Fahrtkosten Azubi:

Zuhause > Ausbildungsbetrieb = Pendlerpauschale

Zuhause > Berufsschule = Dienstreisepauschale

Arbeitstage angeben

Es gibt keine pauschale Zahl der Arbeitstage, die du als Student bei deiner Steuererklärung ansetzen kannst. Dafür sind die Studiengänge zu unterschiedlich. Vielmehr gilt: Du solltest dir exakt notieren, wie viele Tage du tatsächlich zur Hochschule gefahren bist oder gegebenenfalls im Betrieb oder auf Exkursion warst.

Das gleiche gilt für Azubis: Notiere genau wann du zum Ausbildungsbetrieb gefahren bist und wann du die Berufsschule oder Lehrgänge besucht hast.

Übrigens:

Hast Du noch weitere Fragen zu den Fahrtkosten in der Ausbildung oder im Studium? Unsere Beraterinnen und Berater kennen sich im Reisekostenrecht aus und berechnen deine absetzbaren Fahrtkosten. Eine Beratungsstelle in deiner Nähe findest du über unsere Beratersuche.

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