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Fiskus sponsert Laptop

Die Kosten für einen neuen Laptop können Sie von der Steuer absetzen. Das ist auch dann möglich, wenn Sie den tragbaren Computer beruflich und privat nutzen.

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Früher verlangte das Finanzamt einen Nachweis, dass ein Arbeitnehmer seinen Laptop oder PC zu mindestens 90 Prozent beruflich nutzt. Nur dann gab es für diese berufliche Ausgabe eine Steuererleichterung.

Heute gilt das nicht mehr. Sie können die Anschaffungskosten für Ihren Laptop auch dann steuerlich anrechnen, wenn Sie ihn weniger als 90 Prozent beruflich nutzen. Unser Video gibt Ihnen in Sekundenschnelle einen Überblick, wie Sie aktuell einen Laptop geltend machen können:

Sie müssen also die Anschaffungskosten entsprechend aufteilen und nur der berufliche Nutzungsanteil kann als Werbungskosten abgesetzt werden. Daher müssen Sie belegen, in welchem Umfang Sie Ihren Rechner tatsächlich für die Arbeit verwenden.

Nachweis der beruflichen Nutzung

Können Sie den konkreten Umfang der beruflichen Nutzung nicht nachweisen, kann der Anteil geschätzt werden. Dabei gilt:

Ist eine generelle Verwendung für Arbeitszwecke des Laptops oder auch eines Tablets unstrittig, können Sie Ihre PC-Kosten ohne jeglichen Nachweis stets mit einem Nutzungsanteil von mindestens 50 Prozent als Werbungskosten geltend machen. Das ist zum Beispiel bei Büroangestellten, Richtern, Medizinern, Lehrern oder Piloten der Fall.

Wollen Sie oder das Finanzamt von diesem Aufteilungsmaßstab abweichen, so müssen zusätzliche Anhaltspunkte und Umstände glaubhaft gemacht werden:

Am einfachsten ist der Nachweis für Sie, wenn bereits Ihre Arbeit eine überwiegend berufliche Nutzung des Laptops nahe legt. Die größten Chancen haben: EDV-Berufe, Journalisten und Redakteure, Grafiker, Wissenschaftler, Informatiklehrer, aber auch Pfarrer und Versicherungsangestellte im Außendienst. Hier ist eine steuerliche Anerkennung von 80 Prozent üblich. Können Sie darüber hinaus nachweisen, dass Sie den PC ausschließlich beruflich nutzen, ist sogar eine volle Anrechnung von 100 Prozent möglich. Hilfreich kann hier auch eine schriftliche Bescheinigung des Arbeitgebers sein.

Unser Tipp:

Führen Sie drei Monate lang ein "Computer-Fahrtenbuch". Dafür sollten Sie sich ein Schreibheft kaufen und folgende Dinge darin festhalten:

  • Datum
  • Dauer und
  • Grund der Nutzung Ihres Rechners

Schreiben Sie diese Angaben chronologisch und handschriftlich auf. Dann wird Ihr Finanzamt Ihr Computer-Fahrtenbuch in der Regel anerkennen und Sie können die gesamten Kosten des Laptops in Ihrer Steuererklärung in der Anlage N eintragen.

Kaum eine Chance Ihren Computer von der Steuer abzusetzen haben Sie, wenn ihre typische Tätigkeit nicht oder nur in unerheblichem Umfang mit PC-Arbeit zu tun hat, wie beispielsweise bei Bauarbeitern oder Verkäuferinnen.

Übrigens

Sie nutzen Ihr privates Handy beziehungsweise Smartphone oder Ihr Festnetztelefon auch für berufliche Zwecke? Dann können Sie die Kosten unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich geltend machen. Das gilt auch für Internetkosten. Mehr dazu erfahren Sie hier: Telefonkosten und Internetkosten absetzen.

Drucker und Software absetzen

Auch die Kosten für Drucker, Patronen, Papier oder Computer-Software können Sie von der Steuer absetzen. Der prozentuale Anteil der Kosten, den Sie in die Steuererklärung eintragen dürfen, richtet sich dabei nach dem beruflichen Nutzungsanteil des Laptops, mit dem diese sogenannten Peripheriegeräte verwendet werden. Beispiel: Sie nutzen Ihren Computer zu 66 Prozent beruflich, dann können Sie auch die Software zu 66 Prozent als Werbungskosten geltend machen. Wird der PC zu mehr als 90 Prozent beruflich angesetzt, sind die Kosten in vollem Umfang abziehbar. 

Übrigens

Ist der Laptop teurer als 800 Euro netto, muss das Gerät drei Jahre lang in der Steuererklärung als Werbungskosten angegeben werden - ebenso die Peripheriegeräte. Bis 2018 lag die Grenze noch bei 410 Euro. Wie das genau funktioniert, erfahren Sie in unserem Artikel zum Thema Absetzung für Abnutzung.

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