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Was bedeutet AfA, also Absetzung für Abnutzung?

Stark vereinfacht bedeutet Absetzung für Abnutzung (AfA), dass Sie teure Anschaffungskosten über einen längeren Zeitraum hinweg von der Steuer absetzen.

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Was bedeutet AfA, also Absetzung für Abnutzung?

Nehmen wir mal an, Sie kaufen sich einen Laptop für 1.000 Euro. Diesen kleinen, aber feinen tragbaren Computer nutzen Sie hauptsächlich beruflich – deshalb können Sie die Kosten dafür als Werbungskosten in Ihrer Steuererklärung eintragen.

So weit, so gut. Da der Laptop allerdings teurer als 487,90 Euro (inkl. Mehrwertsteuer) ist, können Sie die Kosten nicht auf einen Schlag von der Steuer absetzen – hier kommt die Absetzung für Abnutzung, kurz AfA, ins Spiel. Das bedeutet: Sie müssen die Anschaffungskosten gleichmäßig verteilt auf eine bestimmte Nutzungsdauer abschreiben.

Übrigens:

Absetzen und abschreiben – diese Begriffe klingen sehr ähnlich, beschreiben aber einen unterschiedlichen Vorgang. Etwas "von der Steuer absetzen" heißt, dass Sie zum Beispiel Ihre Werbungskosten wie die tägliche Fahrt zur Arbeit in einer Steuererklärung angeben. Das umgangssprachliche "etwas abschreiben" bedeutet, dass Sie die Kosten für zum Beispiel Ihren Laptop über mehrere Jahre verteilt in der Steuererklärung eintragen.

Wie funktioniert die AfA genau?

Jedes Gut, jeder Gegenstand, der teurer als 487,90 Euro ist, hat eine sogenannte betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Das ist der Zeitraum, in dem der Gegenstand voraussichtlich genutzt werden kann. Bei der AfA schreiben Sie die Anschaffungskosten verteilt auf eben diese Nutzungsdauer ab. Das klingt recht kompliziert, ist aber in der Praxis einfach. Deshalb zurück zum Laptop: Der Laptop kostete in der Anschaffung 1.000 Euro. Nun geht das Finanzamt bei einem Laptop von einer gewöhnlichen Nutzungsdauer von drei Jahren aus. Sie rechnen:

 

1.000 Euro : 3 Jahre = 333,33 Euro pro Jahr

 

In Ihrer Steuererklärung geben Sie jetzt also drei Jahre lang je 333,33 Euro an. Das ist die "lineare AfA" – die Höhe der Abschreibung bleibt während der ganzen Abschreibungsdauer gleich.

Warum muss ich die Kosten auf die Nutzungsdauer verteilen?

Ob Laptop oder Büromöbel, diese Dinge kosten oft viel Geld – und nutzen sich auf längere Sicht ab. Anders ausgedrückt: Sie verlieren an Wert. Diese Wertminderung soll die AfA abbilden, indem der Käufer einen Teil der Anschaffungskosten verteilt auf die Nutzungsdauer absetzen kann.

Woher weiß ich, wie lange ein Gut genutzt werden kann?

Das Bundesministerium für Finanzen hat online ein Hilfsmittel zur Verfügung gestellt: Die AfA-Tabellen. In diesen Tabellen können Sie schnell und unkompliziert ablesen, wie lange Sie Güter und Gegenstände nutzen können. Ein Auto hat zum Beispiel eine Nutzungsdauer von sechs, eine Kamera von sieben und Büromöbel von 13 Jahren. Hier geht’s zum Bundesministerium für Finanzen: AfA-Tabellen.

Muss ich auch einen Bürostuhl für 300 Euro abschreiben?

Nein, alle Güter unter 487,90 Euro können Sie direkt im Jahr der Anschaffung in voller Höhe in Ihrer Steuererklärung eintragen. Man nennt diese Gegenstände im Steuerrecht auch "geringwertige Wirtschaftsgüter" (GWG).

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