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Elektroauto und Steuer: Das mĂŒssen Sie beachten

ElektromobilitĂ€t wird steuerlich gefördert. Wie die Förderung genau aussieht, hĂ€ngt davon ab, wann der Dienstwagen mit Elektromotor angeschafft wurde. Was Sie beachten mĂŒssen, zeigen wir Ihnen hier.

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Neben dem klassischen Benziner oder Diesel setzen mehr und mehr Unternehmen auf umweltfreundliche Elektroautos fĂŒr die Dienstwagen-Flotte. Ein Trend, den Vater Staat gerne sieht und weiter vorantreiben möchte. Deshalb gibt es fĂŒr Dienstwagen mit Elektromotor seit 2019 auch neue Förderungen fĂŒr die Versteuerung von Privatfahrten.

Ab 2019: 1 Prozent des halben Listenpreises

GrundsĂ€tzlich mĂŒssen private Fahrten mit dem Dienstwagen versteuert werden. Die bequemste Methode ist die 1-%-Regelung, bei der pauschal ein Prozent des Buttolistenpreises des Firmenwagens zum monatlichen Gehalt dazu gerechnet wird.

Da die sogenannten Stromer allerdings nach wie vor mehr kosten als Benzin- oder Dieselfahrzeuge, mussten Arbeitnehmer mit Elektro-Dienstwagen tiefer in die Tasche greifen. Das Ă€nderte sich am 1. Januar 2019: Der geldwerte Vorteil wird jetzt mit ein Prozent des halben Listenpreises angesetzt. Dieser Steuervorteil wird ĂŒbrigens auch bei der Fahrtenbuch-Methode berĂŒcksichtigt.

Achtung: Diese Neuregelung gilt fĂŒr Fahrzeuge, die vom 01.01.2019 bis 31.12.2021 angeschafft oder geleast werden. Maßgeblich ist nicht das Datum des Kaufvertrags, sondern der Zeitpunkt der Lieferung des Autos.

Sonderregelung fĂŒr Hybridelektrofahrzeuge

ErfĂŒllt das extern aufladbare Hybridelektrofahrzeug eine der folgenden Voraussetzungen, greift seit 1. Januar 2019 ebenfalls die Neuregelung:

  1. Das Fahrzeug hat eine Kohlendioxidemission von höchstens 50 Gramm je gefahrenem Kilometer.

  2. Die Reichweite des Fahrzeugs betrĂ€gt bei ausschließlicher Nutzung der elektrischen Antriebsmaschine mindestens 40 Kilometer.

ErfĂŒllt der Hybrid keine der Voraussetzungen, gilt weiterhin der Nachteilsausgleich, der bis Ende 2018 greift. Dazu gleich mehr.

Bis 2018: Minderung des Bruttolistenpreises um pauschale BetrĂ€ge fĂŒr das Batteriesystem

FĂŒr alle Fahrzeuge, die bis zum 31.12.2018 angeschafft wurden, gilt der sogenannte Nachteilsausgleich. Der Nachteilsausgleich sieht vor, dass der Bruttolistenpreis gemindert wird – und zwar um pauschale BetrĂ€ge fĂŒr das Batteriesystem.

Ganz konkret: Wer 2018 einen Dienstwagen mit Elektromotor bestellte, konnte den Listenpreis um 250 Euro pro Kilowattstunde verringern, maximal aber um 7.500 Euro.

Diese Form der Förderung soll 2022 vorerst auslaufen. Deshalb verringert sich auch Jahr fĂŒr Jahr der Minderungsbetrag. Im Jahr 2019 darf der Listenpreis nur noch um 200 Euro pro Kilowattstunde verringert werden. Die Obergrenze liegt dann bei 7.000 Euro.

Übrigens:

Bei der Kfz-Steuer punkten Fahrer eines Hybridautos: Durch den geringeren CO2-Ausstoß werden weniger Steuern fĂ€llig. Doch meistens geht es dabei nur um wenige Euro pro Jahr.

Bis 2018: Auch hier Sonderreglung fĂŒr Hybridautos

Schlechte Karten hatten bis Ende 2018 Fahrer, die sich fĂŒr ein Hybridauto ohne Steckdosenanschluss entschieden haben. Steuerlich gesehen gehen sie leer aus, denn fĂŒr diese Hybridautos gibt es keine expliziten SteuervergĂŒnstigungen. Keine Regel ohne Ausnahme: Neben batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen kommen auch Autos mit Plug-in-Hybrid in den Genuss der Steuererleichterungen.

LadesÀule beim Arbeitgeber: Nutzung steuerfrei

Seit 2017 ist das kostenlose oder verbilligte Aufladen eines Elektroautos oder Hybrids im Betrieb des Arbeitgebers steuerfrei. Das gilt nicht nur fĂŒr Dienstwagen mit Elektromotor, sondern auch fĂŒr private Elektrofahrzeuge, die am Ladestrom hĂ€ngen.

FĂŒr das private Laden gibt es steuerfreie Pauschalen

Erstattet der Arbeitgeber privat getragene Stromkosten des Arbeitnehmers, ist das ein sogenannter steuerfreier Auslagenersatz. Der Arbeitgeber kann die Stromkosten fĂŒr den privaten Ladestrom auch pauschal erstatten. Ein Einzelnachweis ist somit nicht nötig. Wer den Elektro-Dienstwagen auch privat nutzen darf und zuhause auflĂ€dt, kann aus VereinfachungsgrĂŒnden von 2017 bis vorerst 2020 folgende Pauschalen nutzen:

  • Gibt es eine zusĂ€tzliche Lademöglichkeit beim Arbeitgeber, können monatlich pauschal 20 Euro fĂŒr Elektrofahrzeuge und 10 Euro fĂŒr Hybridelektrofahrzeuge angesetzt werden.

  • Gibt es keine Lademöglichkeit beim Arbeitgeber, dĂŒrfen monatlich sogar 50 Euro fĂŒr Elektrofahrzeuge und 25 Euro fĂŒr Hybridelektrofahrzeuge geltend gemacht werden.

Übrigens:

Erstattet der Arbeitgeber keine Kosten fĂŒr Ladestrom und der Arbeitnehmer trĂ€gt die Kosten selbst, mindern diese Kosten den geldwerten Vorteil aus der Firmenwagengestellung.

Das Thema Elektroauto und Steuer ist Ihnen zu komplex? Kommen Sie zu uns, der VLH. Wir machen Ihre SteuererklÀrung und sichern Ihnen die Steuervorteile, die Ihnen zustehen. Eine Beratungsstelle in Ihrer NÀhe finden Sie hier: Beratersuche.

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