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Elektroauto und Steuer: Das müssen Sie beachten

Künftig werden Fahrer eines Dienstwagens mit Elektromotor steuerlich nicht mehr benachteiligt. Dafür sorgt das Amtshilferichtlinie-Umsetzungsgesetz.

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Elektroauto: Neue Regelung bei Dienstwagen

Das Gesetz sieht vor, dass Sie als Fahrer eines Elektro-Dienstwagens die Kosten des Batteriesystems vom Listenpreis des Autos abziehen dürfen. Dadurch können Sie Steuern sparen. Allerdings nicht die tatsächlichen Kosten, sondern in Form einer Pauschale.

Bis Ende 2014 darf der Bruttolistenpreis um 450 Euro pro Kilowattstunde der Batteriekapazität vermindert werden – maximal aber um 9.500 Euro.

Einschränkung: Pauschaler Abzug sinkt Jahr für Jahr

Aufpassen müssen Sie, wenn Sie erst ab 2014 ein Elektroauto als Firmenwagen fahren. Denn die Pauschale wird bis 2023 jedes Jahr um 50 Euro pro Kilowattstunde Batteriekapazität gekürzt. Ein Beispiel: Kaufen Sie 2015 ein Elektroauto, können Sie den Listenpreis nur noch um 400 Euro pro Kilowattstunde verringern, maximal aber um 9.000 Euro.

Bislang waren Fahrer eines Elektroautos benachteiligt

Warum das Ganze, fragen Sie sich? Wer sich in der Vergangenheit für einen Elektro-Dienstwagen entschieden hat, hatte vorher eine höhere steuerliche Belastung als die Kollegen mit konventionellen Fahrzeug.

Der Hintergrund: Die Anschaffungskosten eines Elektroautos sind im Vergleich zu Autos mit Verbrennungsmotoren höher. Entsprechend ist auch der sogenannte Bruttolistenpreis des Elektroautos höher. Dieser Listenpreis wiederum ist ausschlaggebend für den zu versteuernden Privatanteil des Dienstwagens. Denn ein Firmenwagen, den Sie auch privat nutzen dürfen, gilt als sogenannter geldwerter Vorteil und Sie müssen Einkommensteuer auf Ihre Privatfahrten zahlen. Wie das funktioniert, erklärt Ihnen unser Artikel Geld sparen mit dem Dienstwagen.

Hybridauto ohne Steckdosenanschluss: Fahrer gehen leer aus

Schlechte Nachrichten gibt es für die Fahrer, die sich für ein Hybridauto ohne Steckdosenanschluss entscheiden. Steuerlich gesehen gehen sie leer aus, denn für diese Hybridautos gibt es keine expliziten Steuervergünstigungen. Nur bei der Kfz-Steuer punkten Fahrer eines Hybridautos: Durch den geringeren CO2-Ausstoß können Sie Steuern sparen. Doch meistens geht es dabei nur um wenige Euro pro Jahr.

Unser Tipp:

Keine Regel ohne Ausnahme: Neben batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen kommen auch Autos mit Plug-in-Hybrid in den Genuss der Steuererleichterungen. Wenn Sie sich in Sachen Elektroauto und Steuer unsicher sind, helfen Ihnen unsere Beraterinnen und Berater gerne weiter. Hier finden Sie eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe: Beratersuche.

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