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Verpflegungsmehraufwand – was ist das?

Wer beruflich mehr als acht Stunden unterwegs ist, kann seine Verpflegungskosten pauschal absetzen. Der Betrag richtet sich nach der Länge der Reise.

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Im Normalfall geht ein Arbeitnehmer im Auftrag seines Chefs auf Dienstreise, weshalb die Kosten dafür in der Regel von der Firma übernommen werden. Das gilt meistens auch für Übernachtung und Verpflegung.

Ist dies nicht der Fall, können Sie sowohl die anfallenden Kosten für Fahrten und Hotel von der Steuer absetzen, als auch den Verpflegungsmehraufwand. Dies funktioniert über die Verpflegungspauschale.

Wie hoch ist die Verpflegungspauschale?

Seit Januar 2014 gilt die höhere Verpflegungspauschale, das heißt: Für eine Dienstreise, die mehr als acht Stunden dauert, kann man pauschal zwölf Euro als Verpflegungsmehraufwand von der Steuer absetzen.  Bis 2013 gab es noch eine Stufe mit nur sechs Euro.

Auch neu seit 2014: Der Fiskus gewährt pro An- und Abreisetag generell zwölf Euro, unabhängig von der Dauer der Reise an diesen Tagen. Nach wie vor 24 Euro Verpflegungspauschale erhält man, wenn man 24 Stunden und länger unterwegs ist, also mindestens einen Tag und eine Nacht.

Die Verpflegungspauschbeträge im Überblick:

Dauer der Reise Bis 2013 ab 2014
24 Stunden 24 Euro 24 Euro
mehr als 14 Stunden 12 Euro --
mehr als 8 Stunden 6 Euro 12 Euro
weniger als 8 Stunden -- --
An- und Abreisetag zeitanteilig 6 oder 12 Euro generell 12 Euro

Die neuen Verpflegungspauschalen gelten seit dem 1. Januar 2014. Machen Sie Ihre Steuererklärung für 2013 oder früher, müssen Sie noch die alten Regeln anwenden.

Ab 2020: Nach dem Gesetzentwurf für das „Jahressteuergesetz 2019“ soll ab 2020 eine Anhebung der Pauschale für Verpflegungsmehraufwendungen bei einer 24-stündiger Abwesenheit von 24 auf 28 Euro erfolgen. Bei mehr als achtstündiger Abwesenheit sowie am An- und Abreisetag von mehrtägigen Abwesenheiten ist eine Erhöhung von 12 auf 14 Euro geplant. Der Bundesrat und der Bundestag müssen diesem Entwurf allerdings noch zustimmen.

Übrigens:

Die Verpflegungspauschale wird Ihnen als Arbeitnehmer in der Regel von Ihrem Arbeitgeber ausgezahlt. In den meisten Unternehmen gibt es dafür ein vorgefertigtes Formular. Nach Ihrer Reise zahlt Ihnen Ihr Unternehmen den Verpflegungsmehraufwand, der Ihnen zusteht, genauso wie die Fahrtkosten und eine eventuelle Hotelrechnung.

Welche Verpflegungspauschalen gelten bei einer Auslandsdienstreise?

Wenn Sie eine Dienstreise ins Ausland machen, gilt je Land eine andere Verpflegungspauschale. Reisen Sie beispielsweise in die USA nach New York, dürfen Sie für den An- und Abreisetag 39 Euro ansetzen. Für einen 24-Stunden-Aufenthalt gelten 58 Euro Verpflegungspauschale (Stand 2019). Bei eintägigen Reisen in verschiedene Länder ist der entsprechende Pauschbetrag des letzten Tätigkeitsortes im Ausland entscheidend. Eine Tabelle mit allen Verpflegungspauschbeträgen je Land erhalten Sie beim Bundesfinanzministerium.

Übrigens:

Für die in der Tabelle nicht erfassten Länder ist der für Luxemburg geltende Verpflegungspauschbetrag maßgebend.

Wie lange kann man Verpflegungsmehraufwendungen geltend machen?

Anders als bei Ihren Fahrt-, Übernachtungs- und Reisenebenkosten wird Ihnen der Verpflegungsmehraufwand bei längerfristigen Dienstreisen nur für die ersten drei Monate angerechnet.

Neu seit 2014: Unterbrechen Sie Ihre Auswärtstätigkeit für vier Wochen, können Sie erneut drei Monate lang Verpflegungspauschalen absetzen. Auch eine Krankheit oder einen langen Urlaub wird Ihr Finanzamt als vierwöchige Unterbrechung gelten lassen.

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