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E-Bike von der Steuer absetzen: Wie geht das?

Fahrrad oder E-Bike: Seit Ende 2012 können Sie sich von Ihrem Chef ein Dienstfahrrad finanzieren lassen. Sie selbst müssen nur auf ein Prozent des Kaufpreises Steuern zahlen.

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Dienstfahrrad von der Steuer absetzen: Wie geht das?

Kein Stau, Spritverbrauch oder Parkplatzproblem: Viele fahren gerne mit dem Fahrrad oder E-Bike ins Büro. Vor allem in größeren Städten geht’s mit dem Rad viel flotter – und das tägliche Sportprogramm ist auch mit inbegriffen. Seit Ende 2012 lohnt sich das Ganze sogar steuerlich, sowohl für Firmen als auch für Angestellte: Denn egal ob Dienstwagen oder -rad, es gelten die gleichen Regeln und zwar rückwirkend zum 1. Januar 2012.

Der Vorteil für beide Seiten ist, dass ein Fahrrad oder E-Bike um ein vielfaches günstiger ist als ein Geschäftswagen.

Was muss ich als Arbeitnehmer für mein Dienstfahrrad bezahlen?

Ein gutes Renn- oder Elektrofahrrad kann durchaus 2.000 Euro kosten. Aber nur ein Prozent davon – in diesem Fall 20 Euro – spielt für Sie als Arbeitnehmer eine Rolle. Diese Summe wird Ihnen jeden Monat vom Finanzamt zu Ihrem monatlichen Einkommen hinzugerechnet, dadurch steigen Ihre Steuern und Sozialabgaben etwas. Allerdings bei weitem nicht so, wie bei einem Dienstwagen, da geht es oft um mehrere zehntausend Euro Anschaffungskosten. Bei 50.000 Euro Kaufpreis für ein Auto wären das 500 Euro im Monat, die das Finanzamt auf Ihr Monatseinkommen hinzurechnet.

Zusätzlich kommen beim Dienstwagen jeden Monat 0,03 Prozent des Listenpreises hinzu, nämlich für die Wegstrecke zur Arbeitsstätte. Das fällt beim Fahrrad komplett weg.

Kann ich mit meinem Dienstfahrrad auch privat fahren?

Sie dürfen Ihr Dienstfahrrad ganz legal privat nutzen – zum Beispiel für den Familienausflug am Wochenende oder die Radtour mit Sportsfreunden. Klingt komisch, aber auch der Weg von Ihrem zu Hause ins Büro ist eine private Fahrt. Nur die Fahrt zu einem Kunden im Auftrag Ihres Chefs entspricht einer Dienstfahrt. Aber anders als beim Geschäftswagen spielt es beim Dienstrad keine Rolle, wie oft Sie es dienstlich nutzen.

Fahrrad, E-Bike, Pedelecs – was kann ich als Dienstrad nutzen?

Klapprad, Mountainbike oder Rennrad: Bislang kann jedes Fahrrad mit Pedalantrieb als Dienstrad genutzt werden. Nur bei Elektrofahrrädern gibt es Unterschiede: Grundsätzlich können Sie jedes E-Bike als Dienstfahrrad nutzen. Nur das S-Pedelec, eine besondere Form des E-Bikes, kommt auf 45 km/h und gilt deshalb nicht mehr als Fahrrad, sondern als "Kraftfahrzeug". Natürlich können Sie auch ein S-Pedelec dienstlich fahren, dann aber als "Dienstwagen" mit der Anrechnung von 0,03 Prozent des Bruttolistenpreises für Ihre Fahrt zur Arbeit aufs Monatsgehalt. 

Übrigens:

E-Bikes und Pedelecs sind Fahrräder mit Elektro-Motor, die den Fahrer beim Treten unterstützen. Bei einem Pedelec springt der Motor nur an, wenn in die Pedale getreten wird.

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