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Eingetragene Lebenspartnerschaft: Die Top 5 Steuer-Infos

Wie profitieren eingetragene Lebenspartner vom Ehegattensplitting? Wie geht das nachträglich? Was ist mit gemeinsamen Kindern? Hier unsere Top 5.

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Eingetragene Lebenspartnerschaft: Die Top 5 Steuer-Infos

Im Sommer 2001 wurde das Lebenspartnerschaftsgesetz eingeführt. Seither können gleichgeschlechtliche Paare eine der Ehe sehr ähnliche Verbindung fürs Leben eingehen.

Die steuerliche Gleichstellung der Lebenspartner mit Ehepartnern ist erst in der jüngsten Vergangenheit angepasst worden. Wie eingetragene Lebenspartner davon profitieren können, zeigt Ihnen unsere Top 5:

1. Ehegattensplitting: Gilt rückwirkend ab 2001

Im Sommer 2013 entschied das Bundesverfassungsgericht (BVG): Das Ehegattensplitting muss auch für homosexuelle Lebenspartner gelten – alles andere ist verfassungswidrig.

Die Richter urteilten außerdem, dass das Steuerrecht rückwirkend zum 1. August 2001 geändert werden muss, also ab der Einführung des Lebenspartnerschaftsgesetzes. Bis  dahin seien die bestehenden Regelungen zum Ehegattensplitting auch auf eingetragene Lebenspartnerschaften anzuwenden, hieß es. Wie das Ehegattensplitting im Einzelnen funktioniert und welche Paare davon am meisten profitieren, das zeigt unser Artikel Was ist das "Ehegatten-Splitting"?

2. Ehegattensplitting nachträglich nutzen: So funktioniert‘s

Am 6. Juni 2013 hat das Bundesverfassungsgericht verkündet, dass die Finanzämter in Deutschland das Ehegattensplitting auch für eingetragene Lebenspartner anwenden müssen. Und zwar ab Einführung des Lebenspartnerschaftsgesetzes am 1. August 2001.

Aber wie geht man dabei ganz konkret vor? Und wie lassen sich dabei nachträglich Steuern sparen? Genau das zeigen wir anhand von drei typischen Beispielfällen: Wenn keiner der Lebenspartner die Steuererklärung bisher abgegeben hat, wenn nur einer von beiden die Steuererklärung jedes Jahr abgegeben hat oder wenn beide ihre Steuererklärung regelmäßig abgegeben haben. Lesen Sie die Details dazu in unserem Artikel So nutzen Lebenspartner das Ehegatten-Splitting nachträglich.

3. Eingetragene Lebenspartner: Kinder werden zusammengezählt

Je mehr Kinder, desto höher das Kindergeld. Das gilt auch für eingetragene Partnerschaften, wie der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden hat. Bringen zwei Männer oder zwei Frauen jeweils Kinder mit in die Lebenspartnerschaft, dann zählt das älteste Kind als erstes Kind, das jüngste als letztes.

Dementsprechend steigt das Kindergeld für die Lebenspartner: Für das älteste Kind 190 Euro und – bei insgesamt vier Kindern – für das jüngste Kind 221 Euro. Weitere Details dazu sowie zum konkreten Streitfall zeigt Ihnen unser Artikel Eingetragene Partnerschaft: Kinder werden zusammengezählt.

4. Steuerklasse: Wann sich der Wechsel lohnt

Eine Lebenspartnerschaft, geändertes Gehalt während der Lebenspartnerschaft oder ein Kind: Ändert sich die Lebenslage, kann der Steuerklassen-Wechsel mehrere tausend Euro bringen.

Welche Kombinationen Ihnen Vorteile bringen, wie Sie generell vorgehen und welche Termine Sie beachten sollten, das zeigt Ihnen unser Artikel Für wen sich ein Wechsel der Steuerklasse lohnt.

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