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Kinderbonus in der Corona-Krise

Wegen der Corona-Krise hatte die Regierung 2020 und 2021 einen Kinderbonus beschlossen. Auch 2022 gibt es einen Kinderbonus.

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Kinderbonus in der Corona-Krise

Für jedes Kind, für das Eltern Anspruch auf Kindergeld hat, wurde im Herbst 2020 ein Kinderbonus von 300 Euro ausgezahlt. Und zwar unabhängig von der Höhe des Einkommens. Diese Sonderzahlung hatte die Bundesregierung wegen der Corona-Pandemie beschlossen. Und damit sollten Familien unterstützt werden, die besonders von den Einschränkungen betroffen waren, so die damalige Begründung.

Kinderbonus auch im Jahr 2022

Aufgrund stark gestiegener Energiepreise und der sich daraus ergebenden Belstung für Familien gibt es auch 2022 einen Kinderbonus. Der Einmalbetrag von 100 Euro pro Kind wird den berechtigten Familien im Zeitraum Juni / Juli 2022 durch die zuständige Familienkasse überwiesen. 

Weil Familien mit Kindern auch 2021 noch stark durch die Corona-Krise belastet waren, zum Beispiel wegen der Schließung von Schulen und Kindertagesstätten, hatte die Bundesregierung am 3. Februar 2021 wie schon 2020 einen Kinderbonus beschlossen. 150 Euro gab es pro Kind als Zuschuss zum Kindergeld. Der Kinderbonus wurde mit dem Kinderfreibetrag verrechnet, aber nicht auf die Grundsicherung angerechnet. Dadurch sollten Geringverdiener stärker profitieren.

Für Kinder, die 2020 geboren wurden und für die noch kein Antrag auf Kindergeld gestellt wurde, konnte der Corona-Kinderbonus von 300 Euro für 2020 auch noch nachträglich im Jahr 2021 überwiesen werden. Voraussetzung ist, dass für die betroffenen Kinder ein Anspruch auf Kindergeld für mindestens einen Monat des Jahres 2020 bestand. Das Gleiche hilt für Kinder, die erst Mitte oder Ende 2021 geboren werden. Sie erhalten den Kinderbonus für 2021 nachdem der Abtrag auf Kindergeld gestellt wurde.

Übrigens:

Familien können trotz Kinderbonus auch weiterhin Kinderbetreuungskosten in ihrer Steuererklärung geltend machen. Unsere Beraterinnen und Beratern helfen dabei gerne: Beratersuche

Die meisten Familien profitieren vom Kinderbonus

Der Kinderbonus sollte vor allem Familien mit kleinen und mittleren Einkommen zugute kommen. Daher wurde er auch nicht auf Familien- und Sozialleistungen angerechnet. Familien mit höheren Einkommen hatten hingegen weniger von dem Corona-Kinderbonus: Besserverdiener/innen profitieren üblicherweise vom Kinderfreibetrag – und auf diesen wurde der Bonus angerechnet. 

Die Frage, bis zu welchem Einkommen Familien vom Kinderbonus profitierte, kann nicht pauschal beantwortet werden, weil bei der Vergleichsrechnung für jedes Kind individuell geprüft wird, ob der Kinderfreibetrag günstiger ist.

Ein Beispiel: Ein zusammenveranlagtes Elternpaar mit drei Kindern profitiert bis zu einem Einkommen von 69.040 Euro in voller Höhe vom Kinderbonus für alle drei Kinder. Oberhalb dieses Einkommens schmilzt der Kinderbonus allmählich ab. Ab einem Einkommen von 85.974 Euro wird er bei der Einkommensteuererklärung für 2021 mit den drei Kinderfreibeträgen komplett verrechnet.

Fazit: Mehr als 75 Prozent der Kinder erhalten die volle Entlastung durch den Kinderbonus, knapp 25 Prozent werden nur teilweise oder nicht entlastet, so das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Kinderbonus in der Steuererklärung

Der Corona-Kinderbonus stellt kein steuerpflichtiges Einkommen dar, muss aber wie das Kindergeld in der Steuererklärung eingetragen werden. Denn bei der Einkommensteuerveranlagung wird der Kinderbonus zusammen mit dem Kindergeld bei der Günstigerprüfung  berücksichtigt. Dabei prüft das Finanzamt, ob Kindergeld und Kinderbonus für die jeweilige Familie günstiger sind oder die Entlastung aus den Kinderfreibeträgen.

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Dies ist ein redaktioneller Text des Redaktionsteams der VLH. Es erfolgt keine Beratung zu Themen, die außerhalb der steuerlichen Beratungsbefugnis eines Lohnsteuerhilfevereins liegen. Eine Beratungsleistung im konkreten Einzelfall kann nur im Rahmen der Begründung einer Mitgliedschaft und ausschließlich innerhalb der Beratungsbefugnis nach § 4 Nr. 11 StBerG erfolgen.

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