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Mutterschaftsgeld und Steuern

Sechs Wochen vor und mindestens acht Wochen nach der Geburt eines Kindes erhalten Mütter Mutterschaftsgeld. Es ist steuerfrei, erhöht aber den Steuersatz.

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Mutterschaftsgeld und Steuern

Frauke ist schwanger und bald geht sie in den Mutterschutz. Sie freut sich schon, denn dann kann sie endlich das Kinderzimmer einrichten und die letzten Vorbereitungen für die Geburt treffen. Sie hat viel zu tun und der Bauch wird auch immer schwerer. Ein Mutterschaftsurlaub wird es daher nicht, erst recht nicht, wenn das Kind dann endlich da ist.

Das Gute: Weil Frauke Arbeitnehmerin ist und gesetzlich versichert, bekommt sie die komplette Mutterschutzzeit Mutterschaftsgeld von ihrer Krankenkasse  – pro Tag bis zu 13 Euro – und ihr Arbeitgeber zahlt die Differenz zum Nettogehalt oben drauf. Daher muss Frauke ihr Mutterschaftsgeld auch gar nicht kompliziert berechnen, denn ihr Nettogehalt kennt sie und es ist auch die letzten Monate gleich geblieben.

Übrigens

Arbeitnehmerinnen, die geringfügig beschäftigt oder privat krankenversichert sind, erhalten vom Bundesversicherungsamt ein reduziertes Mutterschaftsgeld von einmalig höchstens 210 Euro.

Mutterschaftsgeld beantragen

Frauke bekommt ihr Mutterschaftsgeld nicht automatisch, sie – und jede andere werdende Mutter – muss es beantragen. Dafür erhält sie sieben Wochen vor dem errechneten Geburtstermin von ihrem Frauenarzt die sogenannte MET-Bescheinigung (Zeugnis über den mutmaßlichen Tag der Entbindung), ergänzt die nötigen Daten und reicht sie bei ihrer Krankenkasse ein. Vorher darf ihr Arzt die MET-Bescheinigung leider nicht ausstellen.

Das ist ziemlich knapp, da bereits eine Woche später für die meisten Arbeitnehmerinnen der Mutterschutz beginnt. Aus diesem Grund bekommt Frauke von ihrer Krankenkasse direkt nach dem Einreichen des Antrags eine erste pauschale Auszahlung des Mutterschutzgeldes überwiesen und erst dann wird ihr eigentlicher Anspruch auf Mutterschutzgeld berechnet und der restliche Betrag erstattet.

Den Arbeitgeberzuschuss erhält Frauke, indem sie ihrem Arbeitgeber einfach einen Nachweis über den mutmaßlichen Entbindungstermin übergibt. Auch den stellt ihr der Frauenarzt aus. Sie erhält den Zuschuss von ihrem Arbeitgeber dann üblicherweise zum gleichen Zeitpunkt wie zuvor ihr monatliches Gehalt.

Mutterschaftsgeld versteuern

Eigentlich ist das Mutterschaftsgeld steuerfrei, es unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, es erhöht den persönlichen Steuersatz auf das restliche Einkommen. Daher erhält Frauke im März des Folgejahres eine Bescheinigung von ihrer Krankenkasse, auf der alle Entgeltersatzleistungen vermerkt sind, die sie im letzten Jahr von ihr erhalten hat. Gleichzeitig sendet die Kasse alle Daten auch auf elektronischem Weg direkt an das Finanzamt. Die auf der Bescheinigung stehende Summe muss Frauke dennoch in ihre Steuererklärung eintragen und zwar im Mantelbogen auf Seite 4 unter „Sonstige Angaben und Anträge“.

Wie hoch der Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld war, entnimmt Frauke ihrer Lohnsteuerbescheinigung.  

Übrigens:

Sie sind unsicher, wo Sie Ihr Mutterschaftsgeld in die Steuererklärung eintragen müssen und zudem wollen Sie wissen, wie hoch nun Ihr Steuersatz ist? Unsere Beraterinnen und Berater helfen Ihnen gerne weiter. Über unsere Beratersuche finden Sie sicherlich eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe.

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