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Was ist ein Nachteilsausgleich?

Mit dem Nachteilsausgleich werden Steuernachteile eines Unterhaltsempfängers ausgeglichen. Diese entstehen beim sogenannten Realsplitting. Wir erklären, was das bedeutet.

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Was ist ein Nachteilsausgleich?

In Steuerfragen trifft man häufig auf den Begriff Nachteilsausgleich, wenn es um Unterhaltszahlungen getrennter Ehepartner geht. Damit sollen Steuernachteile des Unterhaltsempfängers gegenüber dem Unterhaltspflichtigen ausgeglichen werden. Diese entstehen beim sogenannten Realsplitting.

Was ist das Realsplitting?

Ganz einfach: Derjenige, der Unterhalt zahlt, kann in die Steuererklärung bis zu 13.805 Euro pro Jahr als Sonderausgaben eintragen. Zudem kann er die Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung von der Steuer absetzen. Insgesamt spart er dadurch mehr als mit den üblichen Freibeträgen. Der Ex-Partner muss dem Ganzen aber zustimmen – und in der eigenen Steuererklärung den Unterhalt, den er bekommt, als „sonstige Einkünfte“ eintragen.

Wie funktioniert der Nachteilsausgleich bei Unterhaltszahlungen?

Nun fallen für sonstige Einkünfte Steuern an. Diese muss aber nicht der Unterhaltsempfänger bezahlen, sondern der Unterhaltspflichtige. Er gleicht also die finanziellen Nachteile aus, die der Unterhaltsempfänger durch das Realsplitting hätte – Stichwort: Nachteilsausgleich. Trotzdem steht alles in allem derjenige, der den Unterhalt zahlt, steuerlich noch besser da als ohne Realsplitting.

Insgesamt ist das Thema sehr komplex, mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel Unterhalt von der Steuer absetzen.

Übrigens

Zivilrechtlich gesehen ist der Unterhaltsempfänger dazu verpflichtet, dem Realsplitting zuzustimmen. Aber eben nur, wenn der Unterhaltspflichtige im Gegenzug die finanziellen Nachteile bei der Steuer ausgleicht.

Was bedeutet Nachteilsausgleich für Menschen mit Behinderung?

Ebenfalls nicht selten fällt der Begriff Nachteilsausgleich, wenn es um Menschen mit Behinderung geht. So wird vor allem Schwerbehinderten bei der Einkommensteuer und der Lohnsteuer ein zusätzlicher Pauschbetrag eingeräumt. Also ein Betrag, der pauschal von der Steuer abgezogen wird. Mehr über Pauschbeträge erfahren Sie hier: Pauschbetrag: Diese Pauschalen gibt es.

Weitere steuerliche Nachteilsausgleiche für Menschen mit Behinderung werden zum Beispiel gewährt für außerordentliche Krankheitskosten, Aufwendungen für Haushaltshilfen oder Pflegepersonen sowie für eine Heimunterbringung. Mehr darüber erfahren Sie in unserem Artikel Menschen mit Behinderung: Jetzt Steuervorteile sichern.

Übrigens

Sie sind Unterhaltspflichtiger oder Unterhaltsempfänger und wissen nicht, was Sie wo in Ihrer Einkommensteuererklärung eintragen müssen beziehungsweise können? Oder Sie sind schwerbehindert und fragen sich, welche Pauschalen Ihnen zustehen? Unsere Beraterinnen und Berater helfen Ihnen gerne weiter. Finden Sie eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe: Beratersuche

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