Beratersuche starten
Berater suchen
06321 96 39 96 9

Was ist ein Nachteilsausgleich?

Wie das Wort schon sagt: Der Nachteilsausgleich ist dazu da, einen Nachteil auszugleichen. Wie und wo, das erfahren Sie in diesem Artikel.

Mit anderen teilen
Was ist ein Nachteilsausgleich?

In Steuerfragen trifft man häufig auf den Begriff Nachteilsausgleich, wenn es um Unterhaltszahlungen getrennter Ehepartner geht. Damit sollen Steuernachteile des Unterhaltsempfängers gegenüber dem Unterhaltspflichtigen ausgeglichen werden. Diese entstehen beim sogenannten Realsplitting.

Was ist Realsplitting? Ganz einfach: Derjenige, der Unterhalt zahlt, kann in der Steuererklärung bis zu 13.805 Euro pro Jahr als Sonderausgaben absetzen. Zudem kann er die Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung von der Steuer absetzen. Insgesamt spart er dadurch mehr als mit den üblichen Freibeträgen. Der Ex-Partner muss dem Ganzen aber zustimmen – und in der eigenen Steuererklärung den Unterhalt, den er bekommt, als „sonstige Einkünfte“ eintragen.

Was ist mit dem Nachteilsausgleich bei Unterhaltszahlungen?

Nun fallen für sonstige Einkünfte Steuern an. Diese muss aber nicht der Unterhaltsempfänger bezahlen, sondern der Unterhaltspflichtige. Er gleicht also die finanziellen Nachteile aus, die der Unterhaltsempfänger durch das Realsplitting hätte – Stichwort: Nachteilsausgleich. Und alles in allem steht derjenige, der den Unterhalt zahlt, steuerlich trotzdem noch besser da als ohne Realsplitting. Insgesamt ist das Thema Unterhalt sehr komplex, mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel Unterhalt von der Steuer absetzen.

Übrigens

Zivilrechtlich gesehen ist der Unterhaltsempfänger dazu verpflichtet, dem Realsplitting zuzustimmen. Aber eben nur, wenn der Unterhaltspflichtige im Gegenzug die finanziellen Nachteile bei der Steuer ausgleicht.

Wie sieht der Nachteilsausgleich für Menschen mit Behinderung aus?

Ebenfalls nicht selten fällt der Begriff Nachteilsausgleich, wenn es um Menschen mit Behinderung geht. So wird vor allem Schwerbehinderten bei der Einkommensteuer und der Lohnsteuer ein zusätzlicher Pauschbetrag eingeräumt. Also ein Betrag, der pauschal von der Steuer abgezogen wird. Mehr über Pauschbeträge erfahren Sie hier: Pauschbetrag: Diese Pauschalen gibt es.

Weitere steuerliche Nachteilsausgleiche für Menschen mit Behinderung werden zum Beispiel gewährt für außerordentliche Krankheitskosten, Aufwendungen für Haushaltshilfen oder Pflegepersonen sowie für eine Heimunterbringung. Mehr darüber erfahren Sie in unserem Artikel Menschen mit Behinderung: Jetzt Steuervorteile sichern.

Übrigens

Sie sind Unterhaltspflichtiger oder Unterhaltsempfänger und wissen nicht, was Sie wo in Ihrer Einkommensteuererklärung eintragen müssen beziehungsweise können? Oder Sie sind schwerbehindert und fragen sich, welche Pauschalen Ihnen zustehen? Unsere Beraterinnen und Berater helfen Ihnen gerne weiter. Finden Sie eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe: Beratersuche

Mit anderen teilen