Beratersuche starten
Berater suchen
06321 96 39 96 9

Unterhalt von der Steuer absetzen

Kindesunterhalt, Ehegattenunterhalt, Elternunterhalt: Es gibt viele Formen des Unterhalts. Wir geben einen schnellen Überblick und zeigen Ihnen die Steuervorteile!

Mit anderen teilen

Unterhalt ist eine Verpflichtung. Die Verpflichtung eines Menschen, die Existenz eines anderen Menschen ganz oder teilweise zu sichern. Die Existenz wird in der Regel durch Unterhaltszahlungen – sogenannte Alimente – gesichert.

Es gibt viele Formen von Unterhalt: Unterhalt für eigene Kinder, die beim anderen Elternteil leben, Unterhalt an den Ex-Partner nach einer Scheidung, Unterhalt für die pflegebedürftigen Eltern.

Wer dazu verpflichtet ist, Unterhalt zu leisten, kann in vielen Fällen immerhin bei der Steuererklärung profitieren. Wir geben Ihnen einen Überblick:

Ehegattenunterhalt: Zwei Möglichkeiten der Steuerersparnis

Ehegattenunterhalt ist der Oberbegriff für Unterhaltszahlungen an den Ex-Partner. Es gibt sowohl den Trennungsunterhalt für den Zeitraum zwischen der Trennung und der rechtskräftigen Scheidung, als auch den nachehelichen Unterhalt, der gegebenenfalls nach der Scheidung gezahlt wird.

In Sachen Ehegattenunterhalt gibt es zwei Möglichkeiten, die Unterhaltszahlungen in der Steuererklärung einzutragen. Entweder Sie entscheiden sich dafür, die Zahlungen als außergewöhnliche Belastungen abzusetzen, oder als Sonderausgaben. In unserem Artikel zum Thema Ehegattenunterhalt zeigen wir Ihnen nicht nur die Vor- und Nachteile der beiden Varianten, sondern geben auch ganz konkrete Tipps, wie Sie die Unterhaltszahlungen in der Steuererklärung eintragen müssen.

Kindesunterhalt nur unter bestimmten Voraussetzungen absetzbar

Deutlich schwieriger ist es, Unterhaltszahlungen an Kinder von der Steuer abzusetzen. Das ist nämlich nur möglich, wenn weder Vater noch Mutter für das Kind Kindergeld oder den Kinderfreibetrag bekommen. In der Regel ist es somit meistens nur möglich, Unterhaltszahlungen an volljährige Kinder in der Steuererklärung einzutragen.

Unterhaltszahlungen an Kinder zählen ebenfalls zu den außergewöhnlichen Belastungen und können höchstens bis zu 9.168 Euro pro Jahr abgesetzt werden. Verdient das Kind eigenes Geld – und zwar mehr als 624 Euro pro Jahr –, werden die Einnahmen des Kindes verrechnet. Ausführliche Informationen dazu finden Sie in unserem Artikel zum Kindesunterhalt.

Übrigens:

Wie viel Unterhalt Sie nach einer Trennung und anschließender Scheidung für die gemeinsamen Kinder ungefähr zahlen müssen oder was Sie nach einer Scheidung an Unterhalt für die bei Ihnen wohnenden Kinder voraussichtlich erhalten werden, können Sie in der Düsseldorfer Tabelle nachsehen. Sie ist eine bundesweit anerkannte Richtlinie zum Unterhaltsbedarf.

Elternunterhalt im Falle einer Pflegebedürftigkeit

Auch die Unterhaltszahlungen für pflegebedürftige Verwandte in gerader Linie – also zum Beispiel Ihre Eltern – können Sie steuerlich absetzen. Damit das Finanzamt die Unterhaltszahlungen anerkennt, muss der Pflegebedürftige weniger als 9.726 Euro an eigenen Einkünften und Bezügen pro Jahr haben.

Wie viel Elternunterhalt von der Steuer abgesetzt werden kann, erklärt unser Artikel zum Thema Heimunterbringung anhand eines lebensnahen Beispiels.

Übrigens:

Sie sind sich unsicher, wie Sie welche Unterhaltszahlungen in der Steuererklärung eintragen müssen? Kommen Sie zu uns, der VLH. Unsere Beraterinnen und Berater sichern Ihnen die Steuervorteile, die Ihnen zustehen. Finden Sie hier eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe: Beratersuche.

Mit anderen teilen
Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen Schließen