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Was sind Sonderausgaben?

Zu den Sonderausgaben gehören beispielsweise Unterhaltszahlungen oder Spenden. Was noch zu den Sonderausgaben zählt, zeigen wir Ihnen hier.

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Was sind Sonderausgaben?

Sonderausgaben sind in der Regel private Ausgaben, die man von seinem Einkommen abziehen darf, um Steuern zu sparen.

Man kann die Sonderausgaben in zwei Gruppen unterteilen: Die Vorsorgeaufwendungen und die "anderen" Sonderausgaben.

Was zählt zu den Sonderausgaben?

Zu den Vorsorgeaufwendungen gehören:

  • Beiträge für die Altersvorsorge (auch private Rentenversicherungen wie die Riester-Rente)
  • Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung
  • Beiträge zu anderen Versicherungen (zum Beispiel Unfall- und Haftpflichtversicherung)

Zu den "anderen" Sonderausgaben gehören:

  • Unterhalt an den geschiedenen oder getrennt lebenden Ehegatten
  • gezahlte Kirchensteuer
  • Spenden und Mitgliedsbeiträge
  • Kosten für die erste Ausbildung
  • Schulgeld (zum Beispiel für eine Privatschule)

Gibt es einen Pauschbetrag?

Für Sonderausgaben gilt ein Pauschbetrag von 36 Euro für Singles und 72 Euro für Ehepaare. Den Pauschbetrag müssen Sie in Ihrer Steuererklärung nicht beantragen. Das heißt, das Finanzamt zieht jedem Steuerbürger am Ende des Jahres automatisch 36 Euro von seinem Jahreseinkommen ab. Voraussetzung dafür ist, dass man seine Steuererklärung abgibt. Sollten Ihre Ausgaben den Pauschbetrag aber übersteigen, sollten Sie unbedingt den Mantelbogen auf Seite 2 ausfüllen und die Quittungen beilegen.

Kann man alle Kosten in voller Höhe absetzen?

Nicht immer können Sie die gesamten Kosten geltend machen. Die Kosten der beruflichen ersten Ausbildung erkennt der Finanzbeamte begrenzt bis 6.000 Euro als Sonderausgabe an. Die Kirchensteuer ist beispielsweise in unbeschränkter Höhe absetzbar.

Ihre Beiträge in die Kranken- und Pflegeversicherung können Sie in unbegrenzter Höhe absetzen. Aber Achtung: Nur wenn die Summe Ihrer Beiträge niedriger ist als 1.900 Euro pro Jahr, können Sie weitere Versicherungen – wie Ihre Beiträge zur Haftpflichtversicherung – von der Steuer absetzen. Liegen Sie mit Ihren Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung über den 1.900 Euro, haben Sie den Höchstbetrag bereits ausgeschöpft und können keine weiteren Kosten geltend machen. Das hat auch der Bundesfinanzhof, Deutschlands höchstes Gericht für Steuern, kürzlich in einem Urteil erneut betont (Aktenzeichen X R 5/13).

Übrigens:

Welche Vorsorgeaufwendungen wie abgesetzt werden können, ist etwas kompliziert. Gerne unterstützen Sie unsere Beraterinnen und Berater dabei und sichern Ihnen die Steuervorteile, die Ihnen zustehen. Finden Sie hier eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe: Beratersuche.

Muss ich einen Nachweis erbringen?

Sie dürfen nur absetzen, was Sie tatsächlich schon bezahlt haben. Eine Rechnung ist dem Finanzamt daher meistens nicht genug. Legen Sie einen Überweisungsbeleg, einen Kontoauszug oder eine Zuwendungsbestätigung zur Rechnung dazu und in die Steuererklärung. Bewahren Sie Kopien dieser Unterlagen zu Hause auf. Bei Spenden unter 200 Euro gilt allerdings eine Sonderregelung, die Sie in unserem Steuer-Tipp nachlesen können Bei Spenden bis 200 Euro reicht ein einfacher Nachweis.

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