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Was sind Sonderausgaben?

Zu den Sonderausgaben gehören beispielsweise Unterhaltszahlungen oder Spenden. Was noch zu den Sonderausgaben zählt, zeigen wir Ihnen hier.

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Sonderausgaben sind in der Regel private Ausgaben, die man von seinem Einkommen abziehen darf, um Steuern zu sparen. 

Man kann die Sonderausgaben in zwei Gruppen unterteilen: Die Vorsorgeaufwendungen und die "anderen" Sonderausgaben.

Was zählt zu den Sonderausgaben?

Zu den Vorsorgeaufwendungen gehören:

  • Beiträge für die Altersvorsorge (auch private Rentenversicherungen wie die Riester-Rente)
  • Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung
  • Beiträge zu weiteren Versicherungen (zum Beispiel Unfall- und Haftpflichtversicherung)

Zu den "anderen" Sonderausgaben gehören:

Gibt es einen Pauschbetrag?

Für Sonderausgaben gilt ein Pauschbetrag von 36 Euro für Singles und 72 Euro für Ehepaare. Den Pauschbetrag müssen Sie in Ihrer Steuererklärung nicht beantragen. Das heißt, das Finanzamt zieht jedem Steuerbürger am Ende des Jahres automatisch 36 Euro von seinem Jahreseinkommen ab. Voraussetzung dafür ist, dass man seine Steuererklärung abgibt. Sollten Ihre Ausgaben den Pauschbetrag aber übersteigen, sollten Sie unbedingt die Anlage Sonderausgaben Ihrer Steuererklärung ausfüllen und die Quittungen bereithalten.

Übrigens

Die Anlage Sonderausgaben gibt es erst seit 2019. Noch in der Steuererklärung 2018 und davor musste man die Sonderaugaben in den Mantelbogen auf Seite 2 eintragen.

Kann man alle Kosten in voller Höhe absetzen?

Nicht immer können Sie die gesamten Kosten geltend machen. Die Kosten der beruflichen ersten Ausbildung erkennt der Finanzbeamte beispielsweise nur begrenzt bis 6.000 Euro als Sonderausgabe an. Die Kirchensteuer ist hingegen in unbeschränkter Höhe absetzbar.

Ihre Beiträge in die Kranken- und Pflegeversicherung können Sie in unbegrenzter Höhe angeben. Aber Achtung: Nur wenn die Summe Ihrer Beiträge niedriger ist als 1.900 Euro pro Jahr, können Sie weitere Versicherungen – wie Ihre Beiträge zur Haftpflichtversicherung – von der Steuer absetzen. Liegen Sie mit Ihren Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung über den 1.900 Euro, haben Sie den Höchstbetrag bereits ausgeschöpft und können keine weiteren Kosten geltend machen. Das hat auch der Bundesfinanzhof, Deutschlands höchstes Gericht für Steuern, in einem Urteil betont.

Übrigens:

Gerne unterstützen Sie unsere Beraterinnen und Berater dabeI und sichern Ihnen die Steuervorteile, die Ihnen zustehen. Finden Sie hier eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe: Beratersuche.

Muss ich einen Nachweis erbringen?

Sie dürfen nur absetzen, was Sie tatsächlich schon bezahlt haben. Eine Rechnung ist dem Finanzamt daher meistens nicht genug. Heben Sie daher einen Überweisungsbeleg, einen Kontoauszug oder die Zuwendungsbestätigung zusätzlich zuhause auf, wenn Sie die Steuererklärung abgeben. Bei Spenden unter 200 Euro gilt allerdings eine Sonderregelung, die Sie in unserem Steuer-Tipp nachlesen können Bei Spenden bis 200 Euro reicht ein einfacher Nachweis.

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