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Welche Anwaltskosten kann man absetzen?

Wir zeigen Ihnen sechs Fälle, bei denen Sie Anwaltskosten und Prozesskosten von der Steuer absetzen können.

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Welche Anwaltskosten kann man absetzen?

1. Scheidung

Eigentlich ungerecht: Wenn Sie sich scheiden lassen, müssen Sie Geld für Anwalt und Gericht ausgeben – sogar dann, wenn Sie sich freundschaftlich trennen. Bis 2013 konnten beide Ex-Partner die Scheidungskosten von der Steuer absetzen. Wie die aktuelle Rechtslage ist, ist noch fraglich. Tatsächlich gab es eine Änderung am Gesetz. Dem Wortlaut nach, sind Scheidungskosten nur noch in Ausnahmefällen von der Steuer absetzbar. Lesen Sie mehr dazu in unserem Überblick Scheidung und Steuern.

2. Streit mit dem Mieter

Mieter und Vermieter können schon mal unterschiedlicher Meinung sein. Gut für den Vermieter: Er kann alle Kosten für Anwalt, Gutachter oder Gericht als Werbungskostenvon der Steuer absetzen.

3. Unstimmigkeiten bei der Rente

Wer nach einem Unfall oder einer Krankheit nicht mehr arbeiten gehen kann, bekommt eine sogenannte Erwerbsminderungsrente. Manchmal kommt es dabei zum Streit zwischen dem Arbeitnehmer und seiner Rentenversicherung. Zum Beispiel darüber, ab wann Rente gezahlt wird. Die Anwalts- und Gerichtskosten können Sie als Werbungskosten absetzen.

4. Ärger mit dem Arbeitgeber

Mobbing am Arbeitsplatz, Streit ums Gehalt oder die Provision, Auseinandersetzungen wegen einer Entlassung: Verklagt ein Arbeitnehmer seinen Chef, kann er die Kosten dafür als Werbungskosten in seiner Steuererklärung eintragen.

5. Zoff ums Auto

Bei vielen Auto-Unfällen streiten sich die Beteiligten, wer die Schuld trägt. Dann muss ein Richter urteilen. Passiert der Unfall auf dem Weg zur Arbeit oder vom Job nach Hause, können Sie die Kosten für Anwalt und Gericht als Werbungskosten absetzen. Lesen Sie in unserem Top-Thema Wann und wie Sie Unfallkosten von der Steuer absetzen können, wie Sie dabei vorgehen müssen.

6. Streit um die Erbschaft

Streiten sich die lieben Verwandten vor Gericht ums Erbe, können sie die Kosten dafür nicht von der Steuer absetzen. Egal, wie viel oder wenig jeder letztendlich erbt. Eine Ausnahme gibt es: Wenn einer von ihnen ohne den Rechtsstreit seine lebensnotwendigen Bedürfnisse nicht mehr bezahlen kann. Dann kann er die Prozesskosten als außergewöhnliche Belastung absetzen.

Ähnlich liegt der Fall, wenn Sie eine Erbschaft, die Sie erst angenommen haben, nun doch ablehnen wollen. Beispielgründe: Das Erbe ist total verschuldet oder bedroht Ihre Existenz. Hierfür müssen Sie einen Anwalt beauftragen. Die Rechtsanwaltskosten gelten auch als außergewöhnliche Belastung.

Übrigens:

Wer sich von einem Lohnsteuerhilfeverein beraten lässt, bekommt im Durchschnitt fast 500 Euro mehr vom Staat zurück, nämlich 1.200 Euro, als Arbeitnehmer, die ihre Steuererklärung selbst erledigen. Hier geht’s zu unserer Beratersuche.

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