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Steuerklasse I (1): Die Steuerklasse für Alleinstehende

Singles, geschiedene oder dauerhaft getrennt lebende Paare und Verwitwete, sie haben eines gemeinsam: Die Steuerklasse I (1).

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Steuerklasse I (1): Die Steuerklasse für Alleinstehende

Das Finanzamt teilt jedem Arbeitnehmer eine Steuerklasse zu. Diese ist abhängig vom Familienstand. Für Alleinstehende gilt: Sie erhalten automatisch die Steuerklasse I (1) und können ihre Steuerklasse im Vergleich zu verheirateten Paaren nicht frei wählen.

Sonderfall eingetragene Lebenspartnerschaft

Auch wer in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebt, den stuft das Finanzamt gewöhnlich in die Steuerklasse I (1) ein. Grundsätzlich ist es gleichgeschlechtlichen Partnern möglich, in die Steuerklasse III (3), IV (4) oder V (5) zu wechseln.

Seit 2015 auch Verwitwete in Steuerklasse I (1)

Verstirbt ein Partner, erhält der Hinterbliebene sowohl im Jahr des Todes als auch im darauffolgenden Jahr die Steuerklasse III (3). Mit Beginn des Jahres 2015 können verwitwete Arbeitnehmer bereits im Folgejahr in die Steuerklasse I (1) wechseln, sofern der Partner vor dem 1. Januar 2014 verstorben ist.

Vorteil Grundfreibetrag

Wie in den Steuerklassen II (2) bis V (5) profitieren Arbeitnehmer auch in der Steuerklasse I (1) vom sogenannten Grundfreibetrag. Das bedeutet: Liegt Ihr Einkommen ab 2016 bei unter 8.652 Euro pro Jahr, müssen Sie dafür keine Steuern zahlen.

Studenten bedingt steuerpflichtig

Der Grundfreibetrag ist besonders für Studenten interessant. Viele von ihnen arbeiten in der Gastronomie, sind nebenbei als Hilfskräfte an der Uni oder als Werksstudenten tätig. Dabei genießen sie keinen steuerlichen Sonderstatus und müssen ihre Nebentätigkeit abrechnen. Welche Steuerklasse ein Student hat, ist grundsätzlich vom Familienstand abhängig. In der Regel ist es die Steuerklasse I (1). Wer als Student bereits eigene Kinder hat und Kindergeld bekommt, aber noch unverheiratet ist, der kann auch in die Steuerklasse II (2) wechseln.

unser tipp:

Werbungskosten wie Fahrtkosten, Studiengebühren, Fachliteratur und andere Sonderausgaben können das zu versteuernde Gesamteinkommen mindern. Sinkt es unter den Steuerfreibetrag, wird die bereits gezahlte Lohnsteuer komplett zurückerstattet. Wenn Sie sich unsicher sind, was Sie als Werbungskosten von der Steuer absetzen können, dann helfen Ihnen unsere Beraterinnen und Berater gerne weiter. Hier finden Sie eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe: Beratersuche.

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