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Versicherungsbeitrag fürs Kind absetzen

Eltern können die Beiträge zur Krankenversicherung und Pflegeversicherung für ihr Kind als Sonderausgabe von der Steuer absetzen.

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Versicherungsbeitrag fürs Kind absetzen

In der Regel läuft es so: Als Arbeitnehmer sind Sie Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse wie der AOK, Techniker oder Barmer. Sobald Sie ein Kind bekommen, versichert die Krankenkasse Ihr Kind mit. Dieses Prinzip nennt sich Familienversicherung. Sind die Eltern beide privat versichert, ist das Kind übrigens ebenfalls in der privaten Krankenversicherung.

Egal ob gesetzlich oder privat: Die monatlichen Beiträge für die Krankenversicherung und Pflegeversicherung können Sie als Sonderausgabe in Ihrer Steuererklärung eintragen – auch die Beiträge für Ihr Kind. Einzige Voraussetzung dafür ist, dass Sie einen Anspruch auf Kindergeld oder den Kinderfreibetrag für Ihr Kind haben.

Verschiedene Regeln je nach Situation

Wie so oft im Steuerrecht, ist das Absetzen des Versicherungsbeitrags für Ihr Kind aber nicht einfach. Es kommt darauf an, wer der sogenannte Versicherungsnehmer ist – Sie oder Ihr Kind. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Versicherungsbeitrag für Ihr Kind von der Steuer absetzen können:

a) Sie sind der Versicherungsnehmer

Angenommen Sie haben ein Kind, bekommen Kindergeld und zahlen die Versicherungsbeiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung Ihres Kindes. Das bedeutet also, Sie sind der Versicherungsnehmer. Dann können Sie die Versicherungsbeiträge für Ihr Kind als Sonderausgabe absetzen. Tragen Sie die Beiträge in der Anlage Kind unter dem Punkt „Kranken- und Pflegeversicherung“ ein.

b) Das Kind ist Versicherungsnehmer

Auch wenn Ihr Kind seine Versicherungsbeiträge selbst bezahlt, also selbst Versicherungsnehmer ist, können Sie die Beiträge zur Basisabsicherung in Ihrer Steuererklärung eintragen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Ihr Kind als Azubi schon eigenes Geld verdient. Es spielt dabei keine Rolle, ob Sie als Eltern die Beiträge tatsächlich gezahlt oder erstattet haben oder nicht. Wichtig ist nur, dass Sie Anspruch auf Kindergeld haben und das Kind unterhaltsberechtigt ist. Vereinfacht gesagt: Dem Fiskus reicht es aus, dass Sie als Eltern dem Sprössling Kost und Logis bieten.

In einer solchen Situation ist es übrigens auch möglich, dass sich Eltern und Kind die Versicherungsbeiträge aufteilen und in der jeweils eigenen Steuererklärung als Vorsorgeaufwand absetzen.

Auch ohne Anspruch auf Kindergeld profitieren

Haben Sie keinen Anspruch auf Kindergeld mehr, können Sie steuerlich trotzdem profitieren – und zwar wenn Sie Versicherungsnehmer sind. Sie können dann die von Ihnen gezahlten Versicherungsbeiträge in Ihrer Anlage Vorsorgeaufwand als Sonderausgabe geltend machen. Nehmen wir nun an, Sie haben keinen Anspruch auf Kindergeld und Ihr Nachwuchs ist selbst Versicherungsnehmer. In diesem Fall können Sie die von Ihnen gezahlten Versicherungsbeiträge für das Kind in der Anlage Unterhalt als außergewöhnliche Belastung absetzen.

Das ist Ihnen alles zu kompliziert? Kommen Sie zu uns, der VLH. Wir sichern Ihnen die Steuervorteile, die Ihnen zustehen. Damit Sie mehr Zeit mit Ihrem Kind verbringen können. Finden Sie hier eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe: Beratersuche.

Unser Tipp:

Sie haben Urlaub im Ausland gemacht und eine Auslandskrankenversicherung für Ihr Kind abgeschlossen? Sind Sie der Versicherungsnehmer, ist auch das absetzbar und zwar unter dem Punkt „von mir / uns getragene Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung des Kindes (ohne Basisabsicherung, z.B. für Wahlleistungen, Zusatzversicherung). Das geht allerdings nicht, wenn Ihr Kind Versicherungsnehmer ist. Dann kann nur das Kind diesen Posten absetzen.

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