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Verlustverrechnung: So sparen Sie Steuern

Auch Verluste aus Kapitalanlagen können Sie steuerlich nutzen. Wir zeigen Ihnen, wie!

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Verlustverrechnung: So sparen Sie Steuern

Anleger investieren gerne in Aktien und setzen auf Kursgewinne. Doch nicht immer geht diese Taktik auf. Immerhin: Kursverluste können steuerlich genutzt werden. Und nicht nur das: Grundsätzlich können im Rahmen der Verlustverrechnung Verluste mit Gewinnen verrechnet werden. Allerdings gibt es eine Vielzahl von Regelungen zu beachten, die eine unbeschränkte Verlustverrechnung verhindern. Wir geben einen Überblick:

Gewinn oder Verlust berechnen

Zuerst einmal müssen Sie Ihren Gewinn oder Verlust berechnen. Dabei können Sie bestimmte Ausgaben vom Erlös abziehen und so den steuerpflichtigen Gewinn verkleinern beziehungsweise den Verlust vergrößern. Die Berechnung sieht wie folgt aus:

Veräußerungserlös

- Veräußerungskosten (wie Bankspesen)

- Anschaffungskosten

- Anschaffungsnebenkosten (wie Bearbeitungsgebühren)

= Veräußerungsgewinn 

Verlustverrechnungstöpfe bei der Bank

Jeder Anleger hat bei seiner Bank drei Verlustverrechnungstöpfe:

  1. Verluste aus Aktien
  2. Verluste aus Kapitalvermögen (ohne Aktien)
  3. Ausländische Quellensteuer

Im Folgenden gehen wir auf die Verlustverrechnungstöpfe im Einzelnen ein.

1. Verluste aus Aktien

Hat man Aktien mit Verlust verkauft, so kann man die Veräußerungsverluste nur mit Gewinnen aus Aktienverkäufen aus dem gleichen Jahr oder den Folgejahren verrechnen. Eine Verlustverrechnung mit Dividenden oder Zinsen ist nicht möglich. Dieses Vorgehen nennt man „horizontalen Verlustausgleich“, da Verluste nur innerhalb derselben Einkunftsart ausgeglichen werden dürfen.

Sind die Verluste höher als der Gewinn, hilft Ihnen der sogenannte Verlustvortrag. Die Verluste, die sich steuerlich nicht auswirken konnten, werden dann mit zukünftigen Gewinnen verrechnet.  

Übrigens:

Wer seine Aktien bei Kursverlusten hält, also nicht verkauft, kann die Kursverluste nicht steuerlich geltend machen. Verluste können nur in der Steuererklärung eingetragen werden, wenn Aktien tatsächlich mit Verlust verkauft wurden.

Die Verlustverrechnung übernimmt in der Regel Ihre Bank bzw. Ihr Finanzinstitut für Sie, ohne dass Sie sich darum kümmern müssen: Von positiven Kapitalerträgen wird keine Abgeltungssteuer einbehalten, bis die Verluste ausgeglichen sind.

Haben Sie Ihr Geld aber bei mehreren Banken angelegt, müssen Sie selbst tätig werden: Nehmen wir an, Sie haben Ihr Geld bei mehreren Finanzinstituten angelegt. Eine Ihrer Kapitalanlagen ist für Sie ein Verlustgeschäft, aus den anderen erzielen Sie Gewinne. Dann müssen Sie eine Verlustbescheinigung von Ihrer Bank anfordern, bei der Sie die defizitäre Anlage halten. Diese Bescheinigung fügen Sie Ihrer Steuererklärung bei. Das Finanzamt wird den Verlust von Ihren Gewinnen abziehen und dadurch den steuerpflichtigen Gewinn verkleinern.

2. Verluste aus Kapitalvermögen

Haben Sie Verluste aus Kapitalvermögen, die kein Aktienverlust sind – dazu gehört zum Beispiel Verluste aus Anleihen oder Genussscheinen – können Sie diese Verluste mit sämtlichen positiven Kapitalerträgen verrechnen. In diesem Fall ist also auch die Verlustverrechnung mit Zinsen oder Dividenden möglich, nicht aber mit Ihren übrigen positiven Einkünften zum Beispiel aus Vermietung & Verpachtung.

3. Ausländische Quellensteuer

Bei Geldanlagen im Ausland entsteht je nach Doppelbesteuerungsabkommen eine ausländische Quellensteuer. In diesem Verrechnungstopf summiert Ihr Kreditinstitut die ausländische Quellensteuer, da sich der nicht rückforderbare Teil der Quellensteuer mindernd auf die Abgeltungssteuer auswirkt.

Das müssen Ehepaare bei der Verlustverrechnung beachten

Haben Sie und Ihr Ehepartner Einzeldepots oder Einzelkonten bei einer Bank, ist eine Verlustverrechnung zwischen diesen Konten und Depots möglich. Allerdings müssen Sie dafür einen gemeinsamen Freistellungsauftrag stellen. Sollten Sie das verpasst haben, hilft Ihnen nur noch die Abgabe einer Steuererklärung.

Übrigens:

Wenn Sie Verluste einstecken mussten und sich bei der Steuererklärung deshalb unsicher sind, kommen Sie zu uns, der VLH. Unsere Beraterinnen und Berater sind gerne für Sie da. Finden Sie hier eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe: Beratersuche.

 

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