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Altersentlastungsbetrag: So profitieren Sie davon

Wer als Rentner sich noch etwas dazu verdient oder Einkünfte aus Kapitalerträgen oder Vermietung hat, kommt in den Genuss des Altersentlastungsbetrags. Wir erklären Ihnen alles, was Sie wissen müssen.

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Altersentlastungsbetrag: So profitieren Sie davon

Diverse Steuerfreibeträge sollen im Alter für eine gerechte Besteuerung sorgen. Rentnern steht der sogenannte Rentenfreibetrag zu, Pensionären der Versorgungsfreibetrag. Wer zusätzlich dazu weitere Alterseinkünfte hat – zum Beispiel Zinsen aus Kapitalerträgen, Einnahmen aus Vermietung, Arbeitslohn oder eine Riester-Rente –, der profitiert vom Altersentlastungsbetrag.

Voraussetzungen für den Altersentlastungsbetrag

Der Altersentlastungsbetrag steht jedem Steuerzahler zu, der vor dem Beginn des Kalenderjahres, in dem er sein Einkommen bezogen hat, das 64. Lebensjahr vollendet hat.
Ein Beispiel bringt Klarheit: Volker ist am 1.1.1954 geboren. Damit vollendete er sein 64. Lebensjahr mit Ablauf des 31.12.2018. Der Altersentlastungsbetrag steht ihm somit zum ersten Mal 2019 zu. Wäre Volker einen Tag später geboren, also am 2.1.1954, vollendet er sein 64. Lebensjahr mit Ablauf des 1.1.2019. Damit stünde ihm der Freibetrag erst 2020 zu.

Höhe des Altersentlastungsbetrags

Die Höhe des Altersentlastungsbetrags ist abhängig vom Geburtsjahr und liegt 2019 bei 17,6 Prozent der Einkünfte, maximal aber bei einem Höchstbetrag von 836 Euro. Im kommenden Jahr sind es 16 Prozent, maximal 760 Euro.

Übrigens:

Der Altersentlastungsbetrag sinkt seit 2005 stetig. Denn mit in Kraft treten des Alterseinkünftegesetzes wurde eine stufenweise Abschaffung des Altersentlastungsbetrags beschlossen. Ab 2040 wird es keinen Steuervorteil für die weiteren Alterseinkünfte mehr geben. Wer also nach dem 2. Januar 1975 geboren ist, wird später leer ausgehen.

Beim Altersentlastungsbetrag gilt das Kohortenprinzip, auch Jahrgangsprinzip genannt. Das bedeutet: Ist das 64. Lebensjahr vollendet, wird die Höhe des Altersentlastungsbetrags festgelegt. Diese Werte – also sowohl Prozentsatz als auch Höchstbetrag – bleiben dann auf Dauer für diese Personen unverändert und werden nicht schrittweise gekürzt.

Bemessungsgrundlage des Altersentlastungsbetrags

Steuerliche Bemessungsgrundlage für den Altersentlastungsbetrag ist der Arbeitslohn und die positive Summe der Einkünfte – die nicht solche aus nichtselbständiger Arbeit sind. Es gibt aber auch Alterseinkünfte, die bei der Bemessung außen vor bleiben, wie zum Beispiel Einkünfte aus der betrieblichen Altersvorsorge, Versorgungsbezüge oder bestimmte Leibrenten.

Das müssen Ehepaare beachten

Hat sich ein Ehepaar für die Zusammenveranlagung entschieden, wird der Altersentlastungsbetrag für jeden Partner gesondert gewährt. Sprich: Für jeden Partner werden individuell Prozentsatz und Höchstbetrag festgelegt und auf die von ihm bezogenen Einkünfte angerechnet. Schöpft ein Partner den Altersentlastungsbetrag nicht komplett aus, kann der übrig gebliebene Anteil nicht auf den Partner übertragen werden, sondern verfällt.

Altersentlastungsbetrag beantragen – ja oder nein?

Der Altersentlastungsbetrag muss nicht beantragt werden. Das Finanzamt berücksichtigt diesen Freibetrag automatisch, sobald eine Steuererklärung abgegeben wird.

Übrigens:

Unsere Beraterinnen und Berater sichern Ihnen gerne die Steuervorteile, die Ihnen als Rentner zustehen. Finden Sie hier eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe: Beratersuche.

Vorgänger war der Altersfreibetrag

Bis 1989 gab es in Westdeutschland den Altersfreibetrag. In Anspruch nehmen konnten den Altersfreibetrag Personen, die vor Beginn des Kalenderjahres das 64. Lebensjahr vollendet hatten. Ziel war, wie beim Altersentlastungsbetrag heute, eine gerechte Besteuerung im Alter zu gewährleisten.

Mit der Wiedervereinigung verschwand der Altersfreibetrag und wurde in den Altersentlastungsbetrag einbezogen.

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