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Steuer ABC

Bis wann muss die Steuererklärung abgegeben werden?

Abgabefrist für die Steuererklärung ist grundsätzlich der 31. Mai. Was Sie beachten müssen, wenn Sie diese Frist verpasst haben, erfahren Sie hier.

Bis wann muss die Steuererklärung abgegeben werden?

Jedes Jahr im Mai verbringen Millionen Steuerzahler ihre Wochenenden vor Schuhkartons und sortieren ihre Belege und Quittungen des letzten Jahres. Warum das Ganze? Nun, wer zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist, muss die Steuererklärung bis zum 31. Mai beim Finanzamt abgeben.

Wie kann ich die Frist verlängern?

Fehlende Unterlagen, beruflicher Auslandsaufenthalt oder Krankheit – wenn Sie es nicht rechtzeitig bis zum 31. Mai schaffen, können Sie das Finanzamt schriftlich um Fristverlängerung bitten, im besten Fall noch vor Ende Mai. Erklären Sie in Ihrem Schreiben kurz, warum Sie die Frist nicht einhalten konnten. In der Regel stimmt das Finanzamt einer Fristverlängerung bis zum 30. September zu.

Übrigens:

Die obersten Finanzbehörden der Länder haben am 4. Januar 2016 einen Erlass veröffentlicht, in dem es um die Abgabefrist für die Steuererklärung und Fristverlängerungen geht. Das Wichtigste in Kürze: Der 31. Mai als Abgabetermin für die Steuererklärung bleibt erhalten.

Neu ist, dass in Einzelfällen eine Fristverlängerung bis zum 28. Februar des Folgejahres beantragt werden kann. In Härtefällen sogar bis zum 31. Juli des Folgejahres. Damit hätten Steuerzahler also nicht nur bis zum 30. September, sondern deutlich länger Zeit, um die Steuererklärung abzugeben. Dieser Erlass ist allerdings noch nicht im Gesetz fixiert. Das heißt, dass 2016 voraussichtlich viele Finanzämter weiterhin am 30. September festhalten werden. Wir halten Sie zu diesem Thema auf dem Laufenden.

Gilt die Abgabefrist für alle?

Nein, wenn ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein Ihre Steuererklärung für Sie erstellt, verlängert sich die Frist bis zum 31. Dezember. Das bedeutet: Die Steuererklärung für 2015 muss erst am 31. Dezember 2016 abgegeben werden. Folglich muss die Steuererklärung 2016 erst am 31. Dezember 2017 beim Finanzamt eingehen.

Alle Fristen übersichtlich auf einen Blick, zeigt Ihnen unsere Infografik:

Was passiert, wenn ich die Frist versäumt habe?

Wenn Sie die Abgabefrist Ihrer Steuererklärung auf den 30. September verlängert haben und diesen Termin versäumen, flattert Ihnen ein Erinnerungsschreiben des Finanzamts ins Haus. Diese Erinnerung enthält in der Regel auch eine neue Abgabefrist. Verpassen Sie auch diese Frist, erhalten Sie eine nochmalige "Aufforderung zur Abgabe der Steuererklärung unter Androhung eines Zwangsgeldes" inklusive eines letzten Abgabetermins. Zu diesem Zeitpunkt kann das Finanzamt schon einen Verspätungszuschlag festsetzen. Wichtig: Je später Sie abgeben, umso höher kann der Verspätungszuschlag ausfallen – immerhin bis zu zehn Prozent des festgesetzten Steuerbetrags, höchstens aber 25.000 Euro.

Versäumen Sie auch die zweite vom Finanzamt vorgegebene Frist, bekommen Sie einen sogenannten Bescheid über Zwangsgeldfestsetzung. Das bedeutet: Jetzt kann das Finanzamt Ihre Besteuerungsgrundlage schätzen und einen entsprechenden Steuerbescheid erlassen – ohne Ihre Steuererklärung je gesehen zu haben. In der Regel wird dabei eher zu Ihren Ungunsten geschätzt, so dass Sie mehr Steuern zahlen müssen, als es tatsächlich der Fall wäre.

Unser Video gibt Ihnen einen schnellen Überblick zum Thema Abgabefrist:

Übrigens:

Ob Abgabefrist oder Fristverlängerung – für die Beraterinnen und Berater der VLH gehören diese Dinge zum Tagesgeschäft. Gerne unterstützen wir auch Sie, werden Sie Mitglied! Hier können Sie sich Ihre Beraterin oder Ihren Berater suchen: Beratersuche.