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Bis wann muss die Steuererklärung abgegeben werden?

Markieren Sie sich den 31. Juli rot im Kalender: Denn dann muss die Steuererklärung beim Finanzamt sein. Steuer-Profis haben länger Zeit. Alle Informationen zur Abgabefrist finden Sie hier.

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2019 begann eine neue Ära: Wer zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet ist, hat nun zwei Monate mehr Zeit, die Formulare beim Finanzamt einzureichen. Wenn Sie sich nun fragen, ob Sie zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind oder nicht – wir haben die Antwort. Alles zur sogenannten Veranlagungspflicht können Sie in unserem Artikel Wer muss eine Steuererklärung abgeben? nachlesen.

Bis wann muss die Steuererklärung abgegeben werden?

Die Steuererklärung muss bis zum 31. Juli beim Finanzamt sein. Diese Deadline verschafft Steuerzahlern immerhin zwei Monate mehr Luft für die Abgabe der Steuererklärung als vor 2019. Denn jahrzehntelang war der 31. Mai der Steuerstichtag.

Was ist, wenn die Abgabefrist am Wochenende endet?

Fällt der 31. Juli auf Samstag oder Sonntag, verschiebt sich der Stichtag auf den auf das Wochenende folgenden Montag. 2020 ist der 31. Juli allerdings ein Freitag, damit bleibt der Stichtag unverändert.

Übrigens:

Wer die Steuererklärung freiwillig abgibt, ist nicht an die üblichen Abgabefristen gebunden – die Steuererklärung kann bis zu vier Jahre rückwirkend abgegeben werden. Die Steuererklärung 2019 muss also erst am 31.12.2023 beim Finanzamt sein. Aber wie gesagt: Diese Regelung gilt nur für Steuerzahler, die nicht zur Abgabe verpflichtet sind, die Steuererklärung aber freiwillig abgeben möchten.

Gilt die Abgabefrist 31. Juli für alle?

Nein, kümmert sich ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein um Ihre Steuererklärung, verlängert sich die Abgabefrist automatisch. Der Abgabetermin für die Steuer-Profis ist Ende Februar des übernächsten Jahres.

Ganz konkret: Die Steuererklärung 2019 muss der Steuer-Experte erst am letzten Februartag 2021 einreichen. Es gibt 2021 allerdings eine Besonderheit: Der letzte Februartag ist ein Sonntag. Dementsprechend gibt der Steuer-Experte die Steuererklärung bis spätestens 1. März 2021 ab.

Alle aktuell geltenden Fristen zeigt Ihnen unsere Infografik übersichtlich auf einen Blick:

 

Wie kann ich die Frist verlängern?

Seit 2019 ist es deutlich schwieriger geworden, das Finanzamt um eine Fristverlängerung zu bitten. Denn mit der Umsetzung des neuen Gesetzes ist eine Fristverlängerung nur noch in Ausnahmefällen möglich, wenn der Steuerpflichtige ohne eigenes Verschulden die Abgabe versäumt hat. Außerdem müssen Sie das Finanzamt grundsätzlich schriftlich um eine Fristverlängerung bitten.

Was passiert, wenn ich den Steuerstichtag verpasse?

Nehmen wir an, Sie haben die Abgabefrist für die Steuererklärung verpasst. Das Finanzamt kann jetzt einen sogenannten Verspätungszuschlag festsetzen. Richtig gelesen: Kann, muss aber nicht. Es liegt im Ermessen des Finanzamts. In der Regel drücken die Finanzbeamten ein Auge zu, wenn Sie mit einer Steuererstattung rechnen können.

Anders sieht die Sache allerdings aus, wenn Sie Steuern nachzahlen müssen. Auch hier gilt grundsätzlich, dass der Verspätungszuschlag im Ermessen des Finanzbeamten liegt. Geben Sie die Steuererklärung allerdings nicht innerhalb von 14 Monaten nach Ablauf des Besteuerungsjahres ab, wird auf jeden Fall ein Verspätungszuschlag festgesetzt. Für die Steuererklärung 2019 gilt also: Sind Ihre Unterlagen bis 1. März 2021 noch nicht beim Finanzamt eingegangen, greift automatisch der Verspätungszuschlag.

Unser Video gibt Ihnen einen schnellen Überblick zum Thema Abgabefrist:

Wie hoch ist der Verspätungszuschlag?

Seit 2019 ist die Höhe des Verspätungszuschlags gesetzlich festgelegt und beträgt 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer, mindestens aber 25 Euro pro verspätetem Monat. Maximal werden 25.000 Euro Verspätungszuschlag fällig. Der Verspätungszuschlag wird automatisch im Steuerbescheid zur Steuerschuld hinzugerechnet oder von einer Steuererstattung abgezogen.

Übrigens:

Es gibt weitere Möglichkeiten, wie das Finanzamt eine verspätete Abgabe sanktionieren kann. Dazu gehören zum Beispiel Zwangsgelder, Zinsen und die Schätzung der Steuerschuld.

Welche Fristen galten früher?

Die Steuererklärung 2017 musste noch bis zum 31. Mai 2018 beim Finanzamt eingegangen sein. Steuer-Profis hatten Zeit bis zum 31. Dezember 2018. In Sachen Verspätungszuschlag hatten die Finanzbeamten früher freie Hand: Sie konnten selbst festlegen, ob und in welcher Höhe ein Verspätungszuschlag fällig wird.

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