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Vorsorgeaufwendungen – was ist das?

Wer an die Zukunft denkt und sich absichert, kann die Kosten als Vorsorgeaufwendungen von der Steuer absetzen. Wie das geht? Lesen Sie es nach!

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Vorsorgeaufwendungen – was ist das?

Wir sorgen vor. Für das Alter, für eine Krankheit oder eine Arbeitslosigkeit. Und das in der Regel Monat für Monat, denn neben den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung zahlen Arbeitnehmer auch in die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung ein. Das passiert ganz automatisch, denn die Beiträge werden direkt vom Bruttogehalt abgezogen. Was noch alles abgezogen wird und in welcher Höhe, zeigt Ihnen unser Überblick Das wird Arbeitnehmern vom Lohn abgezogen

Was sind Vorsorgeaufwendungen?

Die Beiträge für dieses Absichern nennt man im Steuerrecht Vorsorgeaufwendungen. Die Finanzbeamten unterteilen die Vorsorgeaufwendungen in zwei Bereiche:

  1. Altersvorsorge: Dazu zählen Ihre Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung und der Rürup-Rente.

  2. Andere Vorsorgeaufwendungen: Das sind Ihre Beiträge zur Arbeitslosenversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, Kranken- und Pflegeversicherung, Unfallversicherung, Haftpflichtversicherung und in manchen Fällen auch für Lebensversicherungen.

Leider können Sie Ihre Vorsorgeaufwendungen nicht in voller Höhe von der Steuer absetzen. Wie so oft im Steuerrecht gibt es Höchstgrenzen – es kommt allerdings darauf an, ob es sich um Beiträge zur Altersvorsorge oder um andere Vorsorgeaufwendungen handelt.

In welcher Höhe kann ich die Beiträge zur Altersvorsorge absetzen?

Ihre Beiträge zur Altersvorsorge sind bis 2025 nur begrenzt absetzbar. 2016 können Sie immerhin schon 82 Prozent Ihrer Beiträge absetzen. Dieser Anteil steigt jedes Jahr um zwei Prozentpunkte, bis dann 2025 das Finanzamt Ihre Beiträge zur Altersvorsorge in voller Höhe anerkennt. Es gibt einen Höchstbetrag und der liegt 2016 bei 22.767 Euro für Singles und 45.534 Euro für Ehepaare pro Jahr.

Das bedeutet: Als Single können Sie 2016 immerhin bis zu 18.667 Euro für die Altersvorsorge in Ihre Steuererklärung eintragen (das sind 82 Prozent von 22.767 Euro).

Und wie funktioniert das Absetzen bei den anderen Vorsorgeaufwendungen?

Bei den anderen Vorsorgeaufwendungen sieht es wie folgt aus: Ihre Beiträge in die Kranken- und Pflegeversicherung können Sie in unbegrenzter Höhe von der Steuer absetzen. Überschreitet die Summe dessen allerdings 1.900 Euro im Jahr, können Sie keine weiteren Versicherungen – wie zum Beispiel die Haftpflichtversicherung – in die Steuererklärung eintragen. Sie haben dann den Höchstbetrag bereits ausgeschöpft.

Sie sehen, das Absetzen von Vorsorgeaufwendungen ist ein wenig kompliziert. Unsere Beraterinnen und Berater sind gerne für Sie da und sichern Ihnen die Steuervorteile, die Ihnen zustehen. Hier finden Sie eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe: Beratersuche.

Wo muss ich die Vorsorgeaufwendungen eintragen?

Für die Vorsorgeaufwendungen müssen Sie ein eigenes Formular ausfüllen, die zweiseitige Anlage Vorsorgeaufwand. Ehepaare, die eine gemeinsame Steuererklärung abgeben, geben eine Anlage Vorsorgeaufwand ab, in der die jeweiligen Beiträge eingetragen sind.

Übrigens:

Wenn Sie mit einer Riester-Rente privat fürs Alter vorsorgen, dann müssen Sie die Anlage AV (Angaben zu Altersvorsorgebeiträgen) ausfüllen.

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