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Was ist die Entgeltumwandlung?

Bei der Entgeltumwandlung – auch Gehaltsumwandlung genannt – wird ein Teil des Gehalts für den freiwilligen Aufbau einer Zusatzrente verwendet - Steuervorteile inklusive.

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Was ist die Entgeltumwandlung?

Wer privat für den Ruhestand vorsorgen will, kann das zum Beispiel mit der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) tun. Wichtigster Bestandteil der bAV ist die sogenannte Entgeltumwandlung, auch Gehaltsumwandlung genannt.

Was ist die Entgeltumwandlung?

Arbeitnehmer legen einen Teil ihres monatlichen Bruttolohns direkt für ihre Altersvorsorge zurück. Das Besondere: Sie als Arbeitnehmer müssen sich um nichts kümmern, Ihr Arbeitgeber übernimmt die Gehaltsumwandlung für Sie.

Was passiert mit meinem Geld?

Ihr Arbeitgeber kann sich zwischen fünf Durchführungswegen entscheiden: Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds, Direktzusage oder Unterstützungskasse. Je nachdem, für welchen Weg er sich entscheidet, wird Ihr Geld unterschiedlich angelegt.

Was bringt mir die Entgeltumwandlung?

Der Staat fördert die private Vorsorge und verzichtet teilweise auf Steuern und Sozialabgaben – Sie sparen also bares Geld. Bei einer Direktversicherung, einer Pensionskasse oder einem Pensionsfonds gibt es einen doppelten Steuervorteil:

Ihre monatlichen Beiträge sind bis zu einer Grenze von vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung (West) steuer- und sozialabgabenfrei. Das sind 2017 immerhin 254 Euro pro Monat, beziehungsweise 3.048 Euro pro Jahr.

Darüber hinaus gibt es einen Festbetrag von 1.800 Euro, der zusätzlich steuerfrei, aber sozialversicherungspflichtig ist.

Gibt es auch Steuervorteile bei der Direktzusage und der Unterstützungskasse?

Bei der Direktzusage und der Unterstützungskasse bleiben Ihre monatlichen Beiträge sogar in unbegrenzter Höhe steuerfrei. Allerdings ist die Entgeltumwandlung auch hier nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze sozialversicherungsfrei.

Kann man auch mit einem Midijob die Gehaltsumwandlung nutzen?

Die Entgeltumwandlung ist vor allem für Midijobber von Vorteil. Denn sie ist auch dann zulässig, wenn durch die Umwandlung der sozialversicherungspflichtige Monatslohn unter die sogenannte Geringfügigkeitsgrenze von 450 Euro sinkt – und dadurch sozialversicherungsfrei wird.

Übrigens:

Sinkt Ihr Monatsgehalt unter 450 Euro, ist der Lohn nicht nur sozialversicherungsfrei, sondern auch steuerfrei. Ihr Midijob-Verdienst muss damit nicht mehr in der Steuererklärung angegeben werden.

Ein Beispiel: Sie verdienen 500 Euro und haben sich für die Entgeltumwandlung entschieden. Monatlich fließen nun 55 Euro in die bAV. Damit sinkt Ihr Lohn unter die 450 Euro-Grenze. Die Folge: Ihr Monatsverdienst ist nun sozialversicherungsfrei in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Seit der Gesetzesänderung 2013 besteht zwar eigentlich weiterhin Rentenversicherungspflicht, davon können Sie sich aber auf Antrag befreien lassen.

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