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Schäden am eigenen Haus von der Steuer absetzen

Überschwemmung, Erdbeben, Brand: Ist Ihr Eigenheim davon betroffen, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten von der Steuer absetzen.

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Hinweis: Dieser Artikel befindet sich im VLH-Archiv, dem Langzeitgedächtnis von www.vlh.de. Da sich die Gesetzeslage im Steuerrecht kontinuierlich verändert, ist dieser Artikel eventuell nicht mehr aktuell.

Allerdings müssen die Schäden den sogenannten existenziell wichtigen Bereich treffen - also Ihr Haus. Trifft es aber beispielsweise die Garage oder die Terrasse, können Sie die Reparaturkosten nicht in Ihrer Steuererklärung eintragen.

Voraussetzungen für den Steuerabzug

Drei Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Sie die Kosten von der Steuer absetzen können:

  • Es darf kein eigenes Verschulden vorliegen. Das heißt, Sie dürfen den Schaden nicht selbst verursacht haben.
  • Sie dürfen keine Ersatzansprüche gegen Dritte haben. Hat eine dritte Person den Schaden verursacht, müssen Sie das Geld zuerst von ihr fordern.
  • Der Schaden darf nicht über eine übliche Versicherung – wie die Gebäude- oder Hausratsversicherung – abgedeckt sein. Eine Elementarversicherung gegen Überschwemmung oder Erdbeben gilt übrigens nicht als "üblich". Haben Sie aber eine Elementarversicherung abgeschlossen und die Versicherung deckt den Schaden ab, können Sie die Kosten nicht zusätzlich von der Steuer absetzen.

Den Schaden beseitigen: außergewöhnliche Belastung

Erfüllen Sie alle Voraussetzungen, sind Ihre tatsächlichen Kosten zur Beseitigung des Schadens oder Wiederherstellen eines Gebäudeteils als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzbar – zumindest in angemessener Höhe. Unser Steuer ABC Was sind außergewöhnliche Belastungen? erklärt Ihnen, wie die angemessene Höhe berechnet wird.

unser tipp:

Sie sollten die Reparatur unbedingt innerhalb von drei Jahren nach dem Schaden beginnen. Halten Sie sich nicht an diese Frist, können Sie die Kosten auch nicht in Ihrer Steuererklärung angeben.

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