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Makler: In diesen Fällen können Sie die Provision absetzen

Sie können die Maklergebühr absetzen, wenn Sie berufsbedingt in eine Mietwohnung ziehen. In welchen Fällen das noch geht, hier im Überblick.

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Makler: In diesen Fällen können Sie die Provision absetzen

Ein Makler verlangt für seine Dienste eine Provision. Die Höhe ist je nach Region unterschiedlich. Als Faustregel gilt: Kaufen Sie eine Immobilie, betragen die Maklerkosten zwischen drei und sieben Prozent des Kaufpreises. Mieten Sie eine Immobilie, liegt die Provision bei zwei Nettokaltmieten zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Je nach Stadt oder Region kann das also schnell teuer werden.

Entscheidend ist die Frage, wer die Maklerprovision bezahlt. Bis zur Einführung eines neuen Gesetzes am 1. Juni 2015 war das bei einer vermieteten Immobilie in der Regel der Mietinteressent. Seit das Gesetz in Kraft getreten ist, ist jedoch der Besteller des Maklers verpflichtet, die Provision zu bezahlen. Das heißt: Auch in diesem Jahr, 2016, ist das in der Regel der Vermieter. Beauftragen Sie aber selbst einen Makler, um eine Mietwohnung zu finden, müssen Sie die Provision auch selbst zahlen. Immerhin: Erfolgt der Umzug in die Mietwohnung aus beruflichen Gründen können Sie die Maklergebühr in Ihrer Steuererklärung eintragen.

Hier die verschiedenen Möglichkeiten:

Berufsbedingter Umzug in eine Mietwohnung: Sie können die Provision absetzen

Ziehen Sie aus beruflichen Gründen in eine Mietwohnung, können Sie die Kosten für den Makler als Werbungskosten von der Steuer absetzen.

Übrigens:

Ein berufsbedingter Umzug liegt beispielsweise dann vor, wenn Ihr Chef Sie an einen neuen Dienstort versetzt oder Sie einen neuen Job in einer anderen Stadt annehmen. Auch wenn Sie als Berufspendler durch den Umzug mindestens eine Stunde Fahrtzeit einsparen, gilt das als Umzug aus Job-Gründen. In einem solchen Fall können Sie neben der Maklerprovision noch viele weitere Kosten absetzen. Erfahren Sie hier mehr dazu: Umzug aus beruflichen Gründen: Kosten absetzen.

Berufsbedingter Umzug ins Eigenheim: Sie können keine Provision absetzen

Beauftragen Sie einen Makler für die Suche nach einem Eigenheim, können Sie trotz berufsbedingtem Umzug die Maklerprovision nicht in Ihrer Steuererklärung eintragen. Die Begründung des Fiskus‘: Da Sie die Immobilie kaufen, gehört die Maklergebühr zu den sogenannten Anschaffungsnebenkosten – und die können Sie nicht absetzen.

Doppelte Haushaltsführung: Sie können die Maklergebühr absetzen

Wenn Sie aus beruflichen Gründen eine Zweitwohnung am Arbeitsort mieten, können Sie die Maklerkosten als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Welche Kosten Sie bei einer sogenannten doppelten Haushaltsführung noch in Ihrer Steuererklärung eintragen können, zeigt Ihnen unser Steuer-Tipp Doppelte Haushaltsführung: Diese Kosten können Sie absetzen.

Privater Umzug: Sie können keine Maklerprovision absetzen

Ziehen Sie aus privaten Gründen um, gehen Sie steuerlich gesehen leer aus. Die Provision für den Makler gilt dann als Privatangelegenheit und kann nicht von der Steuer abgesetzt werden. Immerhin: Müssen Sie in der neuen Wohnung etwas renovieren, können Sie Handwerkerkosten geltend machen – als haushaltnahe Dienstleistung.

Vermietung: Sie können die Maklerprovision absetzen

Sie möchten eine Immobilie kaufen, um sie zu vermieten. Beauftragen Sie einen Makler, der Ihnen ein Mietobjekt vermittelt, können Sie als Vermieter die Provision steuerlich geltend machen. Allerdings nicht als Werbungskosten. Die Maklergebühr zählt in einem solchen Fall zu den Anschaffungsnebenkosten. Diese werden auf den Kaufpreis aufgerechnet und dann linear abgeschrieben. Erfahren Sie mehr zum Thema Abschreibung und welche weiteren Kosten Vermieter in der Steuererklärung eintragen können in unserem Überblick Was ein Vermieter von der Steuer absetzen kann.

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