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Direktzusage – was ist das?

Die Direktzusage – auch Pensionszusage genannt – ist ein Durchführungsweg der bAV. Wie die steuerlichen Vorteile aussehen, erklären wir hier.

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Direktzusage – was ist das?

Was ist eine Direktzusage?

Es gibt fünf Wege zur Durchführung der betrieblichen Altersvorsorge: die Direktversicherung, die Pensionskasse, der Pensionsfonds, die Unterstützungskasse und die Direktzusage. Die Direktzusage wird vor allem von größeren Unternehmen eingesetzt. Man nennt sie übrigens manchmal auch Pensionszusage.

Was unterscheidet die Direktzusage von den anderen Durchführungswegen?

Nur bei der Direktzusage hat der Arbeitnehmer einen unmittelbaren – also direkten – Anspruch auf Versorgungsleistungen gegenüber seines Arbeitgebers. Das bedeutet: Der Arbeitgeber verpflichtet sich dazu, dem Arbeitnehmer im Ruhestand eine Betriebsrente auszubezahlen.

Betriebliche Altersvorsorge

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist eine freiwillige Zusatzrente. Und so funktioniert‘s: Der Arbeitgeber überweist einen Teil des Bruttolohns direkt in die bAV. Das nennt man Entgeltumwandlung. Welchen Durchführungsweg der Chef wählt und ob er sich finanziell beteiligt, steht im frei.
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Dazu bildet das Unternehmen Rückstellungen in der Bilanz. Bei den vier übrigen Durchführungswegen ist die Versorgungszusage mittelbar und läuft zum Beispiel über ein Versicherungsunternehmen, das im Ruhestand die Rentenzahlungen übernimmt.

Gehe ich leer aus, wenn mein Arbeitgeber insolvent wird?

Nein, denn der Arbeitgeber muss zur Absicherung Beiträge an den Pensions-Sicherungs-Verein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (PSVaG) einzahlen. Dieser springt im Falle einer Insolvenz ein und zahlt die Betriebsrente.

Was sind die Steuervorteile?

Während der Ansparphase sind alle Beiträge in die Direktzusage steuerfrei. Und das in unbegrenzter Höhe. Bis zu einer Grenze von vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung (West) sind die Beiträge auch sozialversicherungsfrei. Das sind 2016 immerhin 2.976 Euro pro Jahr, oder auf den Monat gerechnet 248 Euro.

Wie sieht es mit der Besteuerung im Ruhestand aus?

Bei einer Direktzusage stehen Arbeitgeber und Arbeitnehmer auch im Ruhestand weiterhin in einem Dienstverhältnis. Rechtlich gesehen handelt es sich also bei der Betriebsrente um Arbeitslohn, den Sie nachgelagert besteuern müssen. Aber immerhin stehen Ihnen Freibeträge wie der Versorgungsfreibetrag und der Werbungskosten-Pauschbetrag zu.

Übrigens:

In unserem Top Thema So funktioniert die nachgelagerte Besteuerung erklären wir Ihnen anhand eines Beispiels, wie so etwas aussehen kann.

Gibt es auch einen Nachteil bei der Direktzusage?

Den gibt es: Bei einem Jobwechsel besteht kein gesetzlicher Anspruch auf Mitnahme von einem Arbeitgeber zum nächsten. So kann es zum Beispiel passieren, dass man das angesparte Kapital auf einen Schlag ausbezahlt bekommt und entsprechend Lohnsteuer bezahlen muss.

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